Update 15.03.2020 - 23:37 Uhr
WaidhausOberpfalz

Wechsel im Waidhauser Rathaus

Markus Bauriedl von der UWG ist neuer Bürgermeister. Er holt 171 Simmen mehr als die bisherige Amtsinhaberin Margit Kirzinger.

Mit hochgerissenen Armen reagiert Markus Bauriedl an der Seite seiner Familie auf die Bekanntgabe seines Wahlsiegs, während Amtsinhaberin Margit Kirzinger (Dritte von links) neben Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch regungslos ihre Niederlage erst verarbeiten muss.
von Josef ForsterProfil

595 Waidhauser gaben ihre Stimme Amtsinhaberin Margit Kirzinger (43,7 Prozent). Allein dies reichte nicht, denn zweiter Bürgermeister Markus Bauriedlüberholte die stellvertretende Landrätin mit 766 (56,3 Prozent) um 171 Stimmen. Von 1819 Wahlberechtigten beteiligten sich 1369 an der Bürgermeisterwahl, was einer Wahlbeteiligung von 75,3 Prozent entspricht.

Mit hoch gerissenen Händen und einem lauten „Ja“ reagierte Bauriedl im Foyer des Rathauses auf die Bekanntgabe seines Siegs durch Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl: „Ich habe gewusst, dass viele Wähler hinter mir stehen. Danke, vielen Dank“, waren seine ersten Worte im Anschluss. Gegenüber dem „Neuen Tag“ erklärte er wenig später: „Ich bin überwältigt und hatte gehofft, das es klappt.“

Deutlich und spürbar zeigte sich die Enttäuschung bei der SPD-Fraktion mit ihrer Spitzenkandidatin Kirzinger: „Natürlich bin ich enttäuscht und weiß nicht, warum. Nach einer Zeit, in der ich Waidhaus mit Herzblut und vollem Einsatz ein Stück weit vorangebracht habe. Aber ich akzeptiere diese Entscheidung.“

Glück wünschte Kirzinger ihrem Nachfolger Bauriedl, auf den sie „eine Menge an Arbeit“ zukommen sah. Sie selbst werde in Rente gehen und sich ganz und gar ihrer Familie nun widmen, worauf sie sich ebenso freue. In der Hoffnung auf ein gutes Ergebnis für die SPD-Fraktion erklärte Kirzinger bereits, ihr Mandat im neuen Marktrat nicht anzunehmen. Ihre ganze Hoffnung setzte sie auf ein eigenes gutes Ergebnis bei der Kreistagswahl, wo sie unbedingt politisch aktiv bleiben wolle.

Waidhauser Marktrat:

„Auf gleicher Höhe“ sieht Markus Bauriedl von der UWG das künftige Kräfteverhältnis im Waidhauser Marktrat. Denn zu den nunmehr vier eigenen Sitzen (durch 10 113 Stimmen) zählt der neue Bürgermeister jenen der Wählerliste Pfrentsch (3644), die schon immer mit der UWG gemeinsam in einer Fraktion auftritt. Als neuen Partner sieht die UWG zudem die CSU-Fraktion (10 275), welche Bauriedl bereits im Vorfeld ihre Zusammenarbeit zusagte.

Die SPD-Fraktion (11 427) kann ihre fünf Sitze halten, verliert aber die Stimme der Bürgermeisterin. Nicht mehr angetreten ist die Bürgerliste, welche bislang einen Sitz im Marktrat inne hatte. Verloren ging auch der Wählerliste Pfrentsch ein Mandat. Davon profitieren nun die UWG und die CSU, welche beide nunmehr anstatt drei vier Vertreter aufweisen. Für die UWG kommt zudem der Bürgermeistersitz dazu.

Als „Stimmenkönig“ geht Bauriedl mit 2293 Stimmen auch aus der Gemeinderatswahl. Auf Platz zwei folgt Margit Kirzinger, SPD (1867). In den neuen Marktrat sind weiterhin gewählt: Josef Schmucker, UWG (1782), Johannes Zeug, SPD (1305), Josef Kleber, CSU (1235), Vera Stahl, SPD (1013), Nicole Hoch, CSU (1175), Ewald Zetzl, CSU (937), Monika Zeitler-Kals, SPD (806), Maria Reichenberger-Hösl, CSU (737), Rudolf Grundler junior (713), Georg Kleber, Wählerliste Pfrentsch (590), Erika Grötsch, UWG (532), Ludwig Janisch, UWG (531) und Ulli Theiß, UWG (421).

Erste Nachrücker auf den jeweiligen Liste wären bei der CSU der ehemalige Bürgermeister Anton Schwarzmeier (607), Andreas Ringholz (563) bei der SPD, Thomas Müller (404) bei der Wählerliste Pfrentsch, sowie Konrad Zetzl (397) bei der UWG. Ulli Theiß zieht bei der UWG durch den Wahlsieg von Markus Bauriedl als Bürgermeister sofort als Nachrücker in das neue Gremium ein.

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