12.01.2020 - 14:09 Uhr
WaidhausOberpfalz

"Wir machen weiter"

Margit Kirzinger möchte „gerne weiterhin Bürgermeisterin von Waidhaus“ sein. Sicher ist sich die Amtsinhaberin dabei, die fünf Sitze der SPD im Marktrat auszubauen.

Mit lang anhaltendem Beifall bedanken sich Johannes Zeug und Vorsitzende Irmgard Bótha (von rechts) für die Wahlrede von Margit Kirzinger (links).
von Josef ForsterProfil

Hoffnungen auf einen großen Erfolg der SPD bei der bevorstehenden Marktrats- und Bürgermeisterwahl hegte Ortsvorsitzende Irmgard Bótha unter dem Leitmotto "Wir machen weiter". Der enorme Zuspruch bei der Auftaktveranstaltung im Hans-Sommer-Sportheim stärke ihr Vertrauen in diese Vision.

Nur in knappe Worte fasste Kirzinger ihren Rückblick auf die Vielzahl an erledigten Projekten während der ersten Amtsperiode. Noch mehr beinhaltete ihre Vorstellung ein ganzes Bündel an Verbesserungen, welche die Kandidatin in einer weiteren Amtszeit anpacken werde. „Wenn man im Gespräch ist, weiß man, was die Bürger wollen.“ Voraussetzungen für weitere Gewerbeansiedlungen zu schaffen, den Breitbandausbau voranzubringen und dem Erhalt des Binnenzollamts gab die Bürgermeisterin dabei eine erste Priorität. In einem zweiten Block sah sie die Verankerung einer geregelten Unterstützung für die Vereinswelt und die Sanierung weiterer Gebäude unter Federführung der Gemeinde: „Weil Wohnraum wichtig ist.“ Dabei gelte es den Waidhauser Innenraum zu beleben, aber auch die Erweiterung des Baugebiets „Im Kiesbeet“ anzugehen.

Eine „deutliche Verbesserung und Ausstattung“ der Spielplätze sah die 63-jährige als Baustein zur Fortführung als familienfreundliche Gemeinde. Hierzu führte Kirzinger auch die an Land gezogene professionelle Ferienbetreuung „als großes ‚Plus‘ für die Familien“ an: „Das ist wirklich eine tolle Geschichte, eine super Sache.“ Die Verwirklichung eines kombinierten Geh- und Radweges zwischen Pfrentsch und Waidhaus kam ergänzend zur Sprache.

In einem zweiten Block ging es um den Umbau des Marktplatzes und die Neugestaltung der Bereiche beim ehemaligen Bahnhof und am Rathaus. Eine Änderung wünschte sie sich beim Konzept der Regionalmärkte, um diese zu „puschen“. Für die Kommunen im Altlandkreis Vohenstrauß inklusive Floß und Flossenbürg sah sie „viele Themen einer gemeinsamen Zusammenarbeit: Es ist an der Zeit, dass wir uns zusammensetzen.“

Einen separaten Abschnitt widmete Kirzinger den Außenorten: „Keiner in Waidhaus kann sagen, dass ich mich nicht um die Ortsteile kümmere. Alle Ortsteile liegen uns und mir sehr am Herzen und da gibt es noch Einiges zu tun.“ Konkret nannte die Bürgermeisterin eine Verbesserung der Infrastruktur, Haltestellen für das ab Februar startete „BAXI“-Projekt, sowie als Dorferneuerungsmaßnahmen den „Feiler-Stodl“ in Reichenau, den Dorfplatz in Pfrentsch, die Erneuerung der Trinkwasserleitungen in Frankenreuth und das Schulhaus mit Umgriff in Hagendorf.

„Waidhaus ist doch wirklich schöner geworden, seit nicht mehr an jeder Laterne ein Plakat hängt“, leitete Kirzinger zu den neuesten Ideen zu Schlaf-Fässern in der Freizeitanlage „Bäckeröd“ und Relaxliegen im Areal des „Dufthangs“ über. Das „Nein“ für die zuletzt beantragten Sonnenstromanlagen beurteilte Kirzinger nicht als abschließend. Vielmehr gelte es, gemeinsam mit den Bürgern bessere Standorte zu finden und dafür die Möglichkeiten zu schaffen: „Wir wollen das geregelt haben.“

Zuversichtlich leitete die Bürgermeisterin auf die Vorstellung der SPD-Kandidatenliste über: „Ich bin mir sicher, dass wir unsere fünf Sitze im Marktrat ausbauen werden.“ Die Vorstellungen der Kandidaten durch Benjamin Schmalnauer deckten sich mit Kirzingers Ausführungen. Die jungen Kandidaten überraschten alle Besucher darüber hinaus mit einer spendierten Brotzeit.

Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder sah es an der Zeit, den Menschen zu sagen, dass Demokratie nicht von selbst passiere und dass eine Partei nichts Schlechtes ist. Sie rief die Waidhauser auf, auch beim Marktrat auf der Liste der SPD zu bleiben: "Was hilft der beste Häuptling, wenn er zu wenig Indianer hat."

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