06.05.2019 - 15:04 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Burg heuer noch Baustelle

Die Recken des Ritterbundes Waldeckh zue Kemenatha sind auch im vergangenen Jahr unter die fahrenden Ritter gegangen. Heuer betätigen sie sich zudem als Bauherren, 2020 als Festorganisatoren.

Großmeister Werner von Podewils (mit Kanzler Sebastian Graf von Reichenbach-Goschütz und Zeremoniar Florian von Rosenburger, von rechts) läutert die Vorhaben des Ritterbundes.
von Hans LukasProfil

im Jahreshauptkapitel des Ritterbundes Waldeckh zue Kemenatha legte Großmeister Werner von Podewils (Ponnath) einen umfangreichen Bericht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres vor. Zuvor jedoch gedachte die Runde aller verstorbenen Recken des Bundes, deren Namen der Großgebietige Freiherr Wolf vom Seegrund (Veigl) verlas.

Anton Waldenfels auf Berndorf (Schinner) nahm die Burgsicherung, Prior Herbert von Podewils (Ponnath) die Kapitelweihe vor. Kanzler Sebastian Graf von Reichenbach-Goschütz (Sebastian Wolf) verlas die Chronika (Protokoll), ehe der Großmeister die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Ritterjahres beleuchtete. Abordnungen fuhren nach Görlitz, Kaprun, Landshut, Pfaffenberg und Wien, um mit den dortigen Bünden Freundschafskapitel abzuhalten. Das Dreiburgenkapitel sei mit den Wallensteinern und den Deutschherren aus Nürnberg begangen worden.

Ein Höhepunkt war das Festkapitel anlässlich des 40. Ritterjubiläums der Ehrengroßmeister des Waldeckher Ritterbundes, Lancelot du Lac, Rüdiger von Schönfeld sowie Gunther von Haidenaaber auf dem Eisweihergelände. Weitere Besuche galten dem Großmeisterkonvent des Deutschen Ritterbundes, Großmeistertreffen in Ravensburg und Deutschen Rittertag in Furth im Wald. Als besonderes Ereignis hob Ponnath das Weihnachtskapitel in der Burgh auf der Feyhöhe heraus. Er dankte dem Burgrat, allen Recken sowie den Burgfrauen für die Unterstützung und gratulierte Ernest von Frauenberg (Ernst Dostler) zum 79. Geburtstag.

Kanzler Sebastian Graf von Reichenbach-Goschütz berichtete von zehn Kapiteln, unter anderem das Totenkapitel mit Kirchgang, wobei die Messe Junker Friederich (Pfarrer Sven Grillmeier) in der Kalvarienkapelle gelesen hat, und den Steigbügeltrunk (Stärkeantrinken) am 6. Januar. Er gab weiter bekannt, dass dem Bund derzeit 24 Ritter und zwei Junker angehören. Dazu kommen sechs nicht mehr aktive Ritter, sechs Ehrensassen, vier -recken und zwei -großmeister. Zudem fanden eine Knappenaufnahme und eine Junkerernennung statt. Runde Geburtstage feierten Gunther von Haidenaaber (Günther Galke, 90.) und Lothar von Hohenberg (Schwemmer, 80.).

Schatzmeister Anton von Waldenfels gewährte einen Blick in den Burgsäckel, der zwar nicht prall gefüllt ist, aber doch einen kleinen Überschuss aufweist. Werner von Rothenfels (Hörl) bestätigte dessen Angaben.

Der Großmeister kündigte an, dass der Rittertag am Kreisjugend- und Familientag am 6. Juli in Kemnath teilnimmt und die Bevölkerung mit verköstigen wird. 2020 steht das 100-jährige Bestehen an, das am 11. Juni auf dem Eisweihergelände gefeiert wird. Noch heuer werden der Anbau an die Burgh vorgenommen und am Remisenende eine Dachrinne angebracht. Das Drei-Burgen-Kapitel ist am 24. Mai beim Wallensteiner Ritterbund in Nürnberg.

Eine Abordnung nimmt vom 13. bis 16. Juni an der Investitur des designierten Großmeisters Herman von Salza in Görlitz teil. Vom 27. bis 29. September geht es nach Wien, im Sommer ist ein Kapitel auf einer Burg oder einem Schloss außerhalb von Kemnath geplant. Der Großmeister schloss mit der freudigen Nachricht, dass sich ein Pilgrim (Sebastian Ponnath) bald als Knappe aufnehmen lassen möchte. Weitere Interessierte können sich bei Werner Ponnath einem der Recken melden.

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