15.09.2020 - 12:50 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Coronakrise Thema bei Sommergespräch der Tirschenreuther Mittelstandsunion

Zu seinem traditionellem MU-Sommergespräch traf sich MdB Albert Rupprecht zusammen mit Mitgliedern der MU-Kreisvorstandschaft in den Hollerhöfen.

Eine Abschaffung des Solidaritätszuschlag forderte MU-Kreisvorsitzender Leonhard Zintl (rechts) beim Sommergespräch.
von Roman MelznerProfil

Zum traditionellen Sommergespräch traf sich MdB Albert Rupprecht mit Mitgliedern des Kreisvorstands der Mittelstandsunion in den Hollerhöfen. Ein wichtiges Thema war dabei die Coronakrise, die laut Rupprecht die größte Herausforderung seit der Wiedervereinigung ist.

"Wir sind als Gesellschaft zusammengerückt, haben Rücksicht aufeinander genommen, unser Gesundheitssystem gestärkt und den weltweit größten Schutzschirm für Krankenhäuser, Wirtschaft, Arbeitnehmer und Familien gespannt", meinte der MdB. "Wir sind deutlich besser durch die Krise gekommen als viele andere Länder in der Welt", pflichtete ihm auch Kreisvorsitzender Leonhard Zintl bei. Es gelte nach wie vor Jobs zu sichern, mahnte der Kreischef. Die Kurzarbeitergeld-Verlängerung müsse schnell und vor allem praktikabel umgesetzt werden. Auch eine Abschaffung des "Soli" forderte Zintl mit den Worten "wenn nicht jetzt, wann dann?" Es müssten zudem noch mehr Investitionsanreize bei der Digitalisierung entstehen, und dies in allen Lebensbereichen.

Rupprecht ging dabei auf das in mehrerer Hinsicht ausbaufähige Beispiel des Home-Office ein, das er viel stärker fördern will. Familien könnten steuerlich gefördert werden, beispielsweise bei Strom-, Telefon- und Internetkosten durch Home-Office-Pauschale von bis zu 600 Euro pro Jahr, meinte Rupprecht. Er regte zudem an, stärker das flexible Arbeiten zu ermöglichen, indem sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf flexible Arbeitszeitmodelle verständigen. Getreu dem Motto "Flexi-Woche statt Acht-Stunden-Tag" könne der Gesetzgeber auch so positiven Einfluss auf das Familienleben ermöglichen. Bei der Kinderbetreuung stelle die Corona-Krise berufstätige Eltern vor enorme Herausforderungen. Rupprecht gab einen Anstoß, die Kinderbetreuungskosten voll von der Steuer absetzen zu lassen, statt wie bisher nur bis zu zwei Drittel.

Zintl forderte zudem eine stärkere Digitalisierung der Schulen, die enorme Chancen bei der Bildung biete. Von der Lernsoftware und digitalen Übungsblättern über Online-Recherchen und digitale Erklärvideos bis hin zu Webinaren ergäben sich tausende Schnittstellen zur Wirtschaft. Diese könne Bildungseinrichtungen unterstützen. Beide Seiten könnten profitieren.

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