(bkr) „Kleine Gelegenheiten sind häufig der Anfang großer Unternehmungen“, diese Aussage des athenischen Redners Demosthenes vor über 2000 Jahren ergänzte Wolfgang Fetsch am Samstag mit dem Zusatz „wie der VSL“. Es waren die ersten Worte des Vereins zum Schutz wertvoller Landschaftsbestandteile in der Oberpfalz (VSL) an ihren Gründungsvorsitzenden Peter Hausbeck zu dessen 80-igsten Geburtstag.
Nach einer Exkursion zu den Flächen des Vereins rund um den Waldecker Schlossberg beglückwünschten dem Jubilar 28 Vereinsmitglieder bei einer abschließenden gemütlichen Einkehr in den Biergarten des Gasthofes „Goldener Engel“ in Waldeck. Die Gründung des Vereins 1977 gehört zu den großen Verdiensten von Hausbeck. Sie fand Niederschlag und große Anerkennung im Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung, in der Verleihung des Bundesverdienstkreuzers vor 18 Jahren und dem Neujahrsempfang durch Bundespräsident Joachim Gauck ins Schloss Bellevue im Januar 2016.
Die Hälfte seines Lebens hat Peter Hausbeck in die Arbeit des in Kemnath beheimateten Vereins gesteckt, hob Wolfgang Fetsch, Amberg, heraus, als er die Glückwünsche der Mitglieder überbrachte. Gleichzeitig stellte er fest, der Erfolg des Vereins ruht auf der Seelenkraft des in Tirschenreuth wohnenden Peter Hausbeck. Aus der Überlegung, wer sich so um die Natur kümmert, braucht einen Vertreter in der Landschaft überlegte Fetsch und sah in einem Baum ein adäquates Symbol. Statt einem Baum brachte er einen Gutschein für einen solchen von der großen Familie des VSL mit. Was es für ein Baum sein und wo er im Herbst gepflanzt wird, darf Peter Hausbeck selbst entscheiden. Passend zu dem Gutschein erhielt er das Buch „Der Mann, der Bäume pflanzte“ von Jean Giono als Metapher für die 40-jährige Schaffenskraft des Vorsitzenden. Ein Dank galt ebenso Gattin Johanna für die stets tatkräftige Unterstützung.
Zwei Flaschen eines besonderen Weins überreichten Konrad Bierlmeier, Falkenstein, und Norbert Dirscherl, Wenzenbach. Der eine bezog sich auf den Geburtsort Regensburg von Peter Hausbeck. Es war ein Rotwein mit dem umstrittenen Bild von Pabst Benedikt und den ehemaligen Oberbürgermeister Hans Schaidinger von Regensburg auf dem Etikett. Der andere Tropfen hatte Bezug zu dem Grundstück des VSL auf dem Scheuchenberg an der Donau und den dort angebauten Wein.
Peter Hausbeck revanchierte sich mit anderen Geschenken. Er informierte über die im Juni anstehenden Notartermine für den Neuerwerb dreier Grundstücke. Sie betreffen drei Hektar an den Mattinger Hängen an der Donau, einer Fläche von 0,5 Hektar mit dem einzigen Vorkommen der Plumpschrecke in der Oberpfalz bei Neualbenreuth und weiteren 2,5 Hektar mit der botanischen Kostbarkeit der Kleinen Myhrre bei Wondreb.
Waldeck bei Kemnath
27.05.2018 - 09:11 Uhr
Engagierter Umswelschützer
von Bernhard Kreuzer
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