11.09.2020 - 12:03 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Feierlicher Gottesdienst unter Corona-Bedingungen

Die Pfarrei Waldeck beging das Hoch- und Titularfest der Erzbruderschaft Maria vom Trost. Doch wegen der Corona-Pandemie fehlten heuer die Fahnen an den Häusern. Auch die Vereine sowie die Blaskapelle waren nicht dabei.

Pfarrer Heribert Stretz und Pater Rudi Götz (von rechts) gestalteten den Festgottesdienst in der Waldecker Pfarrkirche.
von Hans LukasProfil

Der Grund: Die Prozession durch den Unteren und Oberen Markt in Waldeck musste ausfallen. Der Festgottesdienst wurde nach außen übertragen. Zum Abschluss der Messe wurden der Eucharistische und der Päpstliche Segen erteilt. Bei der Bruderschaftsandacht am Nachmittag konnte ein neues Mitglied in die Bruderschaft aufgenommen werden.

Pater Rudolf Götz zelebrierte den Festgottesdienst, wozu ihn Pfarrer Heribert Stretz in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk willkommen hieß. Er freute sich, dass es nach einigen Jahren und Versuchen gelungen sei, ihn als Festprediger zu gewinnen. Schade sei nur, dass das Bruderschaftsfest heuer nur im reduzierten Rahmen begangen werden könne. Pater Götz erklärte, dass er sich in dem Gotteshaus, vier Jahre nach der Zusammenlegung der Pfarreien Waldeck und Kastl, auch zu Hause fühlen könne. Vom Augustinerkloster in Münnerstadt aus sei er in zwei Stunden bei seinem Bruder in Altköslarn. Er sei ein "Wallfahrer" nach Waldeck zu einem Wallfahrtsbild und zu einer Bruderschaft, die beide in enger Verbindung zu seinem Orden stünden.

Den Gottesdienst gestalteten musikalisch Juliane Busch an der Orgel und Solist Klaus Wegmann. Die Lesung und Fürbitten trug Elfriede Schindler vor. Der Dank des Pfarrers gelt Pater Rudi für die Zelebration der Messe und seiner Festpredigt, den Ministranten und Mesnern sowie allen, die den Blumenschmuck gestaltet und den Gottesdienst vorbereitet haben.

Am Nachmittag fand die Bruderschaftsandacht am Hochfest Maria vom Trost in der Pfarrkirche statt. Nach dem Tagesgebet zur Mutter des Trostes und der Lesung wurden jeweils mit Unterbrechung durch Lieder aus dem Gotteslob die Gebete zu den Schutzpatronen der Bruderschaft, dem heiligen Augustinus, der heiligen Mutter Monika und dem heiligen Nikolaus von Tolentino gesprochen. Danach betete die Teilnehmer den sogenannten "Rosenkranz-Dreizehner", der aus 13 Vaterunser, 13 "Gegrüßet seist du, Maria" sowie dem Salve Regina als eigentlichem Bruderschaftsgebet besteht. Letzteres sollte nach Möglichkeit jeden Tag gebetet werden.

Als neues Mitglied ließ sich Elisabeth Reger aus Beringersreuth in die Bruderschaft aufnehmen. Sie trat dazu vor den Volksaltar und beantwortete die Frage des Pfarrers mit "Ich bin bereit". Stretz sprach dazu das Gebet zur Aufnahme. Er segnete den Dreizehner-Rosenkranz und überreichte dem neuen Mitglied mit den Worten: "Nimm hin diesen Rosenkranz zum Zeichen deiner Aufnahme in die Bruder- und Schwesternschaft Maria vom Trost im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

Schließlich erfolgten die Generalabsolution für alle Bruderschaftsmitglieder und die Erteilung des Päpstlichen Segens.

Pfarrer Heribert Stretz und Pater Rudi Götz (von rechts) gestalteten den Festgottesdienst in der Waldecker Pfarrkirche.
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