20.11.2019 - 12:05 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Gemeinsam für Frieden einsetzen

In Waldeck wurde am Volkstrauertag den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht. Bürgermeister Werner Nickl betonte in seiner Ansprache, dass jeder Einzelne Verantwortung übernehmen müsse, damit der Frieden gewahrt bleibe.

Bgm. Werner Nickl bei seiner Ansprache am Waldecker Kriegerdenkmal.
von Hans LukasProfil

Bürgermeister Werner Nickl und KSK-Vorsitzender Karl Reger legten am Volkstrauertag in Waldeck die Kränze am Ehrenmal nieder. Zuvor fand in der Pfarrkirche ein Gedenkgottesdienst für alle gefallenen und vermissten Kameraden der Pfarrei Waldeck sowie aller verstorbenen Mitglieder der Kameradschaft statt.

Im Anschluss daran zogen die Vereine mit ihren Fahnen, angeführt von der Musikkapelle, unter Leitung von Veronika Krauß, zum Kriegerdenkmal. Bürgermeister Werner Nickl erinnerte in seiner Ansprache daran, wie wichtig jedes Jahr das Gedenken an alle Menschen sei, die durch Krieg, Terror, Gewalt, Diktatur und Vertreibung ihr Leben und ihre Heimat verloren haben. Dabei schloss er diejenigen mit ein, die aufgrund ihrer politischen Überzeugungen, ethnischen Herkunft und ihrer Religion verfolgt, misshandelt und getötet worden sind.

Das Kriegerdenkmal sei die Erinnerung an die beiden Weltkriege, bei denen über 60 Millionen Menschen ihr Leben lassen mussten. Er betonte, dass auf dem Gedenkstein des Denkmals zwar die Namen der Bürger aufgeführt seien, die dieses schwere Schicksal erleiden mussten. Jedoch würden die vielen Namen der Hinterbliebenen fehlen, die ebenfalls Leid erfahren haben. Nickl betonte, dass Gedenken auch heißen müsse, die richtigen Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen. Jeder Einzelne müsse Verantwortung übernehmen, dass sich die Geschichte nicht wiederholen werde.

Er verwies darauf, dass sich in Deutschland und vielen anderen Ländern der Populismus wieder auf dem Vormarsch befinde. Der Ton sei rauer geworden. Er forderte, dass sich die Gesellschaft gemeinsam für den Frieden einsetzen sollte.

Der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Karl Reger bedankte sich bei der Abordnung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Erbendorf für die Teilnahme an der Feier. Er teilte mit, dass heuer die Sammlung für die Kriegsgräber einen stolzen Betrag von 1 250 Euro erbracht habe.

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