11.04.2019 - 18:22 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Kandidat zeichnet sich ab

Bürgermeister Werner Nickl ist der Notvorstand der Waldecker Jagdgenossen. Er ist an einer baldigen Lösung des Problems interessiert.

von Hans LukasProfil

Allerdings hatte sich in einem Gespräch mit den noch kommissarisch tätigen Vorstandsmitglieder und dem Jagdpächter niemand bereit erklärt, das Amt des Vorstehers zu übernehmen. Doch nun zeichnet sich möglicherweise ein Kandidat als Vorsteher der Jagdgenossenschaft Waldeck ab.

Wie Jagdpächter Erwin Heindl in der Jagdversammlung im Gasthaus Merkl mitteilte, wolle er eine Empfehlung für die Wahl des Jagdvorstehers weitergeben. Er habe längere Gespräche mit einem möglichen Kandidaten gesprochen und den Eindruck gewonnen, dass dieser eventuell bereit wäre, sich zur Wahl zu stellen. Notvorstand Werner Nickl nahm das erfreut zur Kenntnis. Der Vorschlag solle intern besprochen werden. Er werde in den nächsten Wochen persönlich Kontakt mit dem potenziellen Bewerber aufnehmen. Danach könnte eine weitere Jagdversammlung einberufen werden, meinte der Bürgermeister.

Es müsse wieder einen funktionierende Vorstand geben, da wichtige Dinge zur Klärung anstehen, betonte Nickl. Aus dem Bereich Godas seien Wildschäden gemeldet worden. In einem Fall habe ein amtlich bestellter Gutachter den Schaden auf rund 5000 Euro taxiert. Dies müsse die laut rechtlicher Regelung die Jagdgenossenschaft übernehmen. Mit dem betreffenden Jagdgenossen müsse ein Gespräch geführt werden, um eventuell die Kosten durch Eigenleistung etwas zu reduzieren.

Der Notvorstand wies darauf hin, dass Wildschäden bei allen Jagdgenossenschaften mittlerweile ein großes Problem seien. Verschiedene Jagdgenossen brachten dazu Vorschläge ein. So sollte mit entsprechenden Schutzmaßnahmen wie Einzäunungen in ausreichender Menge dagegen vorgegangen werden. Zu prüfen wäre auch, ob nicht eine maximale Deckelung der Schäden bis zu einer bestimmten Höhe, im Einzelfall bis etwa 1000 Euro erreicht werden könnte. Ob das rechtlich möglich ist, wäre noch zu prüfen.

Ein Jagdgenosse brachte die Regelung, wie sie in Zwergau praktiziert wird, ins Spiel. Dort gebe es den Maximalbetrag von 1000 Euro pro Einzelschaden. Eine Regulierung erfolge mit dazu in Eigenleistung und dem Einsatz von Maschinen über den Maschinenring. Weiter kam zur Sprache, inwieweit bei der Verpachtung an Biogasbauern Schäden abzudecken sind.

Nach einem kurzen Gedenken stellte Nickl fest, dass man mit den Wegebaumaßnahmen auf dem Laufenden sei. Wo noch etwas zu richten sei, soll dies Ludwig Hafner gemeldet werden. Der Kassenbericht von Alexander König enthielt auch einen Ansatz, der für den Wegebau zurückgelegt worden ist. Die Stadt beteiligt sich an den erforderlichen Maßnahmen zu gleichen Teilen wie die Jagdgenossenschaft. Entsprechend eines Beschlusses der Jagdversammlung 2018 wird die Auszahlung des Jagdpachtschillings für drei Jahre ausgesetzt. Wer auf eine Auszahlung bestehe, müsse trotzdem bedient werden, erklärte König. Darauf hätten drei Jagdgenossen bestanden. Die Revisoren Albert Kastner und Hans Lukas hatte keine Beanstandungen.

Laut Jagdpächter Erwin Heindl ist der Abschussplan mit 3 Böcken, 4 Geißen, 5 Kitzen und 18 Wildschweinen erfüllt worden. Beim Raubwild sind 7 Füchse, 3 Graureiher, 4 Elstern, 2 Eichelhäher und 3 Rabenkrähen geschossen worden. Auf der B 22 fielen drei Rehe dem Verkehr zum Opfer. Sein besonderer Dank galt allen Jagdgenossen, die im Winter Wildfutter bereithalten, und allen Helfern.

Notvorstand Nickl bedankte sich abschließend für die Diskussionsbeiträge und verwies darauf, dass eine Lösung der Probleme hoffentlich bald mit einem neuen Jagdvorstand möglich ist. Der Versammlung war ein Jagdessen in Form von Rehragout und Rehbraten vorausgegangen.

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