05.08.2019 - 14:42 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Kraft für Jesu Botschaft

Die Szenerie erinnerte an die Bergpredigt vor 2000 Jahren: Hunderte Besucher fanden sich auf dem Waldecker Schloßberg zum Gottesdienst der evangelischen Gemeinden der Kulmregion ein.

Statt Bänken boten der Fels und Mauerreste den Gottesdienstbesuchern im Schatten eine Sitzgelegenheit.
von Hans LukasProfil

Die Klänge des evangelischen Posaunenchors Wirbenz, Kemnath und Immenreuth unter der Leitung von Susanne Kropf hießen die Besucher, darunter auch katholische Gläubige, willkommen. Angesichts des sonnigen Wetters hatten sich diese ein schattiges Plätzchen unterhalb der Burgmauern gesucht.

In seiner Predigt ging Pfarrer Dirk Grafe auf das Evangelium des Sonntags, den Tauf- und Missionsbefehl, ein. Er stellte die Frage, ob wir die Botschaft Jesu Christi noch in die Welt hinaus tragen oder uns angesichts der Statistiken vom abnehmenden Christentum hinter Mauern verschanzen und jammern. Jesus habe seine Jünger mit sich auf den Berg genommen, um Kraft und Ruhe zu schöpfen, um sich einen Überblick zu verschaffen und nachzudenken. Nach dieser Ruhe und Schöpfungspause seien sie gestärkt in den Alltag gegangen und hätten das Wort Gottes verkündet.

So sollte die Zeit der Ferien und des Urlaubs als Ruhephase genutzt werden, um sich bewusst als Christ zu stärken und auch vom Glauben, Halt und Stärke durch Jesus Christus zu erzählten. Jeder Christ habe diesen Verkündigungsauftrag mit seiner Taufe erhalten. Es sei wichtig, Menschen von Gott zu begeistern und sie an den Orten zu erreichen, wohin es sie zieht, unter anderem beim Berggottesdienst in Waldeck, der sich von Jahr zu Jahr mehr Besucher, auch aus der Ökumene, erfreue, meinte der Prodekan. Solange Gott der Herr seiner Kirche sei, werde trotz aller Prognosen das christliche Leben nicht untergehen. Dafür sorge Christus selbst.

Der Wirbenzer Kirchenchor unter Leitung von Gertraud Burkhardt und der Posaunenchor gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Grafe dankte allen, die diesen Gottesdienst ermöglicht haben, unter anderem dem Kindergottesdienstteam Wirbenz, Heimat- und Kulturverein für die Bewirtung und Unterstützung sowie der Stadt Kemnath für die Nutzung des Burggeländes. Ein Dank ging auch an die katholische Schwesterpfarrei Waldeck für die Nutzung der Ägidiusglocke, die Firma Heindl-Kamin für den Shuttle-Bus, den Kirchenvorstand und die Helfern.

Ebenso verabschiedete Grafe Vikarin Kathrin Spieß, die den Gottesdienst ebenfalls mitgestaltet hatte. Es war ihr letzter vor dem Mutterschutz. Unter Fürbitte und Segen dankte er ihr für ihren Dienst in der Pfarrei Wirbenz und wünschte ihr und ihrer Familie alles Gute. Spieß beendet zwar ihr Vikariat in der Pfarrei Wirbenz und wird am 1. September zur Pfarrerin ernannt. Während der Elternzeit bleibt sie weiter in Kemnath wohnen und wird Grafe und die Pfarrei mit unterstützen.

Mitglieder des HuK boten anschließend Führungen an. Dabei erläuterten sie die historischen Hintergründe, Verlauf der Ausgrabungen und Restaurierungen der Burgruine sowie auf die noch anstehenden Arbeiten.

Pfarrer Dirk Grafe zelebrierte den Berggottesdienst an der Burgruine Waldeck.
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