03.02.2020 - 12:47 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Waldecker Burgruine ist Besuchermagnet

Das ganze Jahr über lockt die Burgruine Besucher auf den Waldecker Schloßberg. Diese sind beeindruckt von den Sanierungsarbeiten des Heimat- und Kulturvereins, doch es gibt auch Klagen.

Die Vorsitzenden Georg Wagner und Leonhard Zintl (links und rechts) überreichten Bürgermeister Werner Nickl als Dank für die jahrelange Unterstützung eine Flasche Waldecker Burgkräuter.
von Hans LukasProfil

Wie in der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Kulturvereins (HuK, wir berichteten) zu hören war, würden viele Gäste und Wanderer nach dem Rundweg gerne zu Kaffee oder Kuchen einkehren. Doch dazu fehle es an Möglichkeiten. Nach Ansicht der HuK-Verantwortlichen wäre aber hier die Gastronomie gefragt, etwas zu unternehmen.

Zweiter Vorsitzender Leonhard Zintl erinnerte an die beiden ausverkauften "Geierwally"-Aufführungen des Landestheaters Oberpfalz (LTO) und ebenfalls ausgebuchte Kindertheater mit Christine Baumer. Beides zusammen sei ein Kulturhighlight gewesen. Ebenso das gut besuchte Konzert in Kemnath mit Werken des Waldecker Komponisten Hans von Koessler. Schloßberg, Marterlweg und Essbarer Wildpflanzenpark stellten zu jeder Jahreszeit einen Besuchermagnet dar, meinte Zintl.

In dem Ostturm, der heuer in Angriff genommen wird, sah er einen weiteren Meilenstein. Hier gelte ein Dank für die Genehmigung und die Finanzierung, die auch für die langjährige Zusammenarbeit mit Raimund Karl vom Landesamt für Denkmalpflege sowie den sonstigen beteiligten Behörden zurückzuführen sei. Der im Dezember auf der Ruine aufgestellte Weihnachtsbaum sei von der Bevölkerung positiv aufgenommen worden.

"Kohlhiesls Töchter" im Juli

Für Karsamstag, 11. April, kündigte der Redner eine besinnliche Wanderung auf dem Marterlweg. Das LTO zeigt am 23. und 24. Juli "Kohlhiesls Töchter". Auch eine Kinderaufführung ist fest eingeplant, wobei Näheres noch bekanntgegeben wird. In der Ägidiuskapelle wird am 6. Mai eine Maiandacht gefeiert. Am 30. August folgt dort zum Patrozinium ein Festgottesdienst Weihbischof Reinhard Pappenberger anlässlich der Einweihung der Kapelle vor fünf Jahren. Die evangelische Kirchengemeinde Wirbenz lädt am 26. Juli zum Berggottesdienst ein. Ein Koessler-Konzert ist für 22. November in der Klosterkirche in Speinshart geplant.

Auflagen manchmal "Schikane"

Schließlich regte Zintl an, eine Webcam auf dem Schloßberg zu installieren. Auch dankte er alle, die das ganze Jahr über auf der Burgruine aktiv mitarbeiten, vor allem Franz Horn und Vorsitzenden Georg Wagner. Bürgermeister Werner Nickl und den Stadtrat würdigte er ebenfalls für die Unterstützung.

Er kenne keinen Verein in dieser Größenordnung der ehrenamtlich so viel leistet wie der HuK, erklärte Nickl. Hinsichtlich der geplanten Maßnahmen am Ost- und Batterieturm sprach er von einem sehr aufregenden Jahr auf dem Schloßberg, was den Naturschutz anging. Dessen normales Wirken in allen Ehren, aber teilweise seien die Auflagen manchmal schon als Schikanen zu betrachten, meinte er. Das wichtigste sei aber, dass heuer mit diesem Projekt begonnen werden könne. Dazu kämen laufende Arbeiten in nicht unerheblichem Maße dazu. Außenstehende könnten sich von deren Umfang kaum Vorstellungen machen.

Kultureller Höhepunkt

Nickl ging auch noch auf die beeindruckenden Aufführungen der "Geierwally" ein. Der Regisseur habe eine Art der Darstellung gefunden, die beim Publikum sehr gut angekommen sei. Überhaupt sei das Theater auf dem Schloßberg zu einem kulturellen Höhepunkt im Kemnather Land geworden.

Um die Burgruine besser ins Licht zu rücken, sei es eine gute Sache gewesen, das Waldstück im südlichen Bereich zu entfernen. Auch die Erlaubnis, den Bewuchs in Richtung Markt nicht zu hoch werden zu lassen, wertete der Bürgermeister als Erfolg. Zum Kellerprojekt erklärte er, dass einer jetzt fast fertig sei und zwei in Kürze in Angriff genommen werden.

In seiner letzten Rede als Rathauschef wünschte er der dem Verein eine gedeihliche Weiterentwicklung. Es habe trotz der vielen Arbeit Spaß gemacht. Er werde die Aktivitäten auf und an der Burgruine gerne weiter beobachten. Die Vorsitzenden Georg Wagner und Leonhard Zintl überreichten Nickl als kleinen Dank eine Flasche Waldecker Burgkräuter.

In der Aussprache kam die Anregung, die Zusammenarbeit in Bezug auf Hans von Koessler mit dem Max-Reger-Kreis in Brand zu suchen. Beide Komponisten seien Cousins gewesen. Weiter sollte der HuK die Proteste gegen die geplanten Windräder im Hessenreuther Wald unterstützen. Hier war der Vorstand der Meinung, dass das zwar von einzelnen Mitgliedern erfolgen könne, nicht aber vom HuK als Verein.

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