12.01.2022 - 11:20 Uhr
WaldershofOberpfalz

2024 soll das neue Kinderhaus in Waldershof fertig sein

Die Stadt Waldershof und Bürgermeisterin Margit Bayer stehen vor großen Herausforderungen. Dazu gehört die Sanierung der Schule. Der Stadtrat berät den Haushalt in Klausur vor.

Am Plan der Stadt zeigt Bürgermeisterin Margit Bayer, wo die Arbeitsschwerpunkte 2022 liegen: Sanierung der Jobst-vom-Brandt-Schule, Neubau eines Kinderhauses und Realisierung des Hochregallagers im Gewerbegebiet westlich der Marktredwitzer Straße. Zudem soll mit einem Teilstück der Ortsumgehung begonnen werden.
von Oswald ZintlProfil

Der Blick richtet sich bei allen anstehenden Projekten und Pflichtaufgaben nach vorne. Bürgermeisterin Margit Bayer ist überzeugt, dass die Verwaltung nach einem Jahr der personellen Umstrukturierung und Neuausrichtung für die Zukunft bestens gerüstet ist. Die Sanierung der Jobst-vom-Brandt-Schule sowie der Neubau eines Kinderhauses für sieben Gruppen sind die größten Herausforderungen.

Am 22. Januar trifft sich der Stadtrat zur Klausurtagung. „Wir beraten den Haushalt 2022, werden die anstehenden Projekte zeitlich priorisieren und neue Maßnahmen diskutierten“, gibt Bürgermeisterin Margit Bayer schon mal die Marschrichtung vor. „In diesem Jahr müssen die Planungen und Abstimmungen mit den Förderbehörden zu den großen Baumaßnahmen wie Generalsanierung der Jobst-vom-Brandt-Schule und Neubau eines Kinderhauses abgeschlossen werden.“ Bereits im Jahr 2023 fällt der Startschuss für die Bauphasen bei beiden Projekten. Das Kinderhaus für sieben Gruppen muss spätestens Ende 2024 bezugsfertig sein. „Sportlich, aber machbar“, ist die Bürgermeisterin überzeugt.

Aktuell läuft das Bewerbungs- und Vergabeverfahren für den Kinderhaus-Architekten. Ende März soll dazu die Vertragsunterzeichnung erfolgen. Der Beginn der Sanierung der Jobst-vom-Brandt-Schule wird mit dem Abriss der alten Turnhalle und des Querverbindungsbaus voraussichtlich in den Sommerferien für alle sichtbar werden. Unabhängig vom Kinderhausneubau und der Neugestaltung des Umfeldes ist der Abriss essentiell für die Bauphase an der Schule.

Einwände gegen Hochregallager

Bereits in den kommenden Wochen geht es weiter im Bebauungsplanverfahren „Westlich der Marktredwitzer Straße“, wo ein Hochregallager entstehen soll. Es hat sich herausgestellt, dass sich viele Einwendungen auf die Fassadengestaltung des Bauwerks beziehen. Aus diesem Grund wird nun auf ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren gewechselt. Hier muss der Bauherr detaillierte Pläne für die nächste Auslegungsphase vorlegen. So können sich alle Beteiligten ein konkretes Bild machen, wie tatsächlich gebaut werden soll. Sämtliche Spekulationen fallen dann flach.

Die intensive Detailplanung hat einiges an Zeit gekostet, war es aber durchaus wert, findet die Bürgermeisterin. Der Bauherr und das Planer-Team hätten sich viel Mühe gegeben, um die Bevölkerung mitzunehmen und die vielen sinnvollen Einwendungen nach Möglichkeit zu beherzigen. Eine öffentliche Vorstellung des Projektes soll im Rahmen einer Sondersitzung des Stadtrats durch den Bauherrn selbst erfolgen.

Wasserleitungsbau geht weiter

Auch im Tiefbau laufen Projekte an, berichtet das Stadtoberhaupt. Ab dem Frühsommer bis in den Herbst ist der komplette Ausbau mit Kanal-, Wasserleitungs- und Straßensanierung in der Garten-, Karl-Wölfel- und Bergstraße geplant. Sobald es die Witterung zulässt, startet die Wasserleitungssanierung im Markt in die nächste Runde. Die Straße wird von der Abzweigung Walbenreuther Straße bis zur Ritter-von-Wagner-Straße gesperrt. Die Durchfahrt durch die Walbenreuther Straße soll jedoch nur wenige Tage betroffen sein, so dass die Einfahrt in den vorderen Teil des Marktes in diesem Bauabschnitt erhalten bleibt. Die zweite Hälfte der Gehwege im Markt werden ebenfalls im Frühjahr neu asphaltiert, wodurch es für ein bis zwei Tage zu Verkehrsbehinderungen kommt. Außerdem sind Straßendeckensanierungen für das laufende Jahr geplant.

Dorferneuerung Lengenfeld

„Die Dorferneuerung Lengenfeld geht ebenfalls in die nächste Runde. Noch in 2022 möchten wir in die Umsetzung der Gestaltung des oberen Dorfplatzes kommen und die Planung für den unteren Dorfplatz abschließen“, gibt sich Margit Bayer sehr optimistisch.

Auch im Bereich Ökokonto will die Stadt vorankommen. Konkrete Konzepte wurden bereits durch Landschaftsarchitekt Eugen Schimmel erstellt, die ab 2022 umgesetzt werden sollen. „Nachdem das Rathaus-Team jetzt personell gut aufgestellt ist, gehen wir voll motiviert und mit Tatkraft ins neue Jahr“, verspricht das Stadtoberhaupt.

Mit dem Abriss der alten Turnhalle sind nicht alle einverstanden

Waldershof

„Sportlich, aber machbar.“

Bürgermeisterin Margit Bayer über die Kinderhaus-Realisierung

 

 

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