23.07.2021 - 14:41 Uhr
WaldershofOberpfalz

Die Dorferneuerung Lengenfeld vorantreiben

Die Waldershofer Stadträte waren sich einig, die gute Zuschusssituation zu nutzen, um die Dorferneuerung in Lengenfeld weiterzuführen. Das Gremium votierte einstimmig für eine entsprechende Vereinbarung.

In Lengenfeld sollen die Wegeführung geändert und der Bereich beim Kriegerdenkmal neu gestaltet werden.
von Harald Dietz Kontakt Profil

Die Maßnahme "Dorferneuerung in Lengenfeld - Herstellung von Erschließungsanlagen" ist mit Kosten von voraussichtlich 121.765,67 Euro veranschlagt. Genannt werden die Stichworte Ortsstraße, Parkplätze, Grünmaßnahmen. Die Kostenbeteiligung der Teilnehmergemeinschaft, die durch den Vorsitzenden des Vorstands Frank Langguth (Amt für Ländliche Entwicklung) vertreten wird, liegt pro Gewerk bei 40 Prozent, informierte Bürgermeisterin Margit Bayer in der Sitzung des Stadtrats am Donnerstagabend.

Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien verwies die Bürgermeisterin am Freitag auf die Umgestaltung des Bereichs um die Kirche und den oberen Dorfweiher. Zudem soll es eine neue Wege- und Straßenführung geben. "Neu gestaltet wird auch der Bereich ums Kriegerdenkmal."

Nötig ist eine Vereinbarung zwischen der Stadt Waldershof und der Teilnehmergemeinschaft Lengenfeld über die Erstellung der gemeinschaftlichen und öffentlichen Maßnahmen unter Kostenbeteiligung der Stadt Waldershof. In der Vereinbarung wird festgelegt, dass die Planung, Bauleitung, Ausführung und Rechnungslegung der Teilnehmergemeinschaft obliegt, hieß es dazu in der Beschlussvorlage.

Für die Vereinbarung und eine Kostenbeteiligung von 78.879,74 Euro votierten alle Stadträte. Maximilian Kastner, Sprecher der Fraktion von CSU und Wählerbund, hatte vorab auf die gute Zuschusssituation hingewiesen. Die Dorferneuerung nannte er einen wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung von Lengenfeld. "Natürlich Zustimmung", erklärte Winfried Neubauer für die Freien Wähler. SPD-Fraktionssprecher Jürgen Ranft sagte: "Wir sollten die Dorferneuerung Lengenfeld vorantreiben." Es sollten keine Maßnahmen oder Vorhaben offenbleiben.

In nichtöffentlicher Sitzung im Juni war die Vergabe der Elektroinstallation im Nebengebäude des Dorfgemeinschaftshauses Lengenfeld (Nachtrag) zum Angebotspreis von 12.800,63 Euro an die Firma Nickl GmbH vergeben worden. Auch erfolgte die Vergabe der Umfeldgestaltung des Dorfgemeinschaftshauses an die Firma Förster zum Angebotspreis von 180.210,34 Euro.

Außenbereichsatzung

Im April hat der Stadtrat Waldershof beschlossen, eine Außenbereichssatzung für den Stadtteil Schafbruck zu erlassen. Die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange erfolgte zwischen 12. Mai und 12. Juni. Die während der Auslegung vorgebrachten Hinweise und Anregungen wurden geprüft, abgewogen, gewürdigt und in der Satzung berücksichtigt. Da es sich um Hinweise handelt, sei eine erneute öffentliche Auslegung nicht erforderlich, heißt es in der Beschlussvorlage für den Stadtrat. Stellungnahmen des Kreisbauamtes und des Bayerischen Bauernverbandes seien entkräftet und würden nicht gewertet. Bürgermeisterin Margit Bayer wusste von mehreren Bauwünschen im betreffenden Bereich. Letztlich stimmten die Stadträte - bei einer Gegenstimme - für die Außenbereichsatzung.

Zeitgemäß bauen

Einig waren sich die Stadträte am Donnerstag: Der Bebauungsplan "Stemmenreuth" in Poppenreuth entspricht nicht mehr den Zielen einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Aktuell ist laut Stadtverwaltung für ein Bestandsgebäude ein flächensparender Dachgeschossausbau geplant. Dafür sei eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. Beschlossen wurde, dass nicht nur dieses Bauvorhaben möglich wird, sondern auch auf anderen Grundstücken und bei bestehenden Gebäuden zeitgemäße Wohn- und Bauformen realisiert werden können.

CSU-/WB-Fraktionssprecher Maximilian Kastner regte in dem Zusammenhang an, weitere ältere Bebauungspläne zu überprüfen und anzupassen. So könnten durch An- und Umbauten mehrere Generationen unter einem Dach leben. Winfried Neubauer (Freie Wähler) und Jürgen Ranft (SPD) pflichteten dem bei und sprachen sich für die Korrekturen aus.

Zuschuss für Kolpingsfamilie

Zugestimmt hat der Stadtrat einem Antrag der Kolpingsfamilie, die die Küchensituation im Café Miteinand verbessern will. Die Kostenschätzung für Gerätekauf und Maßnahmen: 3590,19 Euro. Mit höheren Kosten sei wegen der aktuellen Marktsituation zu rechnen. Die Bauarbeiten erfolgen ehrenamtlich. Verwaltung und Stadtrat legten den maximalen Zuschussbetrag auf vorerst 790 Euro fest.

Die Waldershofer Bürgermeisterin bittet um mehr Rücksichtnahme

Waldershof

"Neu gestaltet wird auch der Bereich ums Kriegerdenkmal."

Bürgermeisterin Margit Bayer

 

 

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