23.07.2021 - 14:41 Uhr
WaldershofOberpfalz

Bauarbeiten im Waldershofer Markt strapazieren die Nerven

Die Sanierung der Wasserleitung im Markt ist eine Mega-Herausforderung, sagt die Waldershofer Bürgermeisterin. Auch sie ärgert sich - aber nicht über die Baustelle.

Die Bauarbeiten im Markt fordern enorm: Immer wieder gibt es unvernünftige Autofahrer, die bis in den Baustellenbereich fahren, klagt Bürgermeisterin Margit Bayer. Sie bittet um mehr Rücksicht.
von Harald Dietz Kontakt Profil

Das Thema kam erst ganz zum Schluss der Stadtratssitzung am Donnerstag zur Sprache. Gerhard Greger (SPD) lobte die Bauarbeiter, die bei der Sanierung der Wasserleitung im Markt enorm gefordert sind. Sie gäben sich alle Mühe, dass nicht mehr gesperrt werde als unbedingt nötig. Bürgermeisterin Margit Bayer griff dies gerne auf und berichtete von Kritik "auf allen Kanälen". Teilweise gebe es auch äußerst respektlose Zuschriften.

Sie habe Verständnis, dass Kunden zum Einkaufen in den Markt fahren wollen, sagte sie am Freitag im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. "Wir wollen nicht, dass die Geschäfte ausbluten." Darum seien auch Plakate auf Initiative der Geschäftsleute aufgestellt worden, die darauf hinweisen, dass die Zufahrt zu den Waldershofer Geschäften weiterhin möglich sei. Die Kosten dafür habe die Stadt übernommen. Teilweise würden Leute aber bis in den Baustellenbereich fahren. Jeder Verkehr behindere die Bauarbeiten, verzögere sie und verteuere sie, mahnte Margit Bayer.

"Es geht gar nicht, dass Leute im Baustellenbereich parken." Parken könne man beispielsweise im Bereich Stadtpark. In der Stadtratssitzung und im Gespräch mit Oberpfalz-Medien bat Margit Bayer um Geduld, Rück- und Nachsicht. Verkehr bedeute auch Risiko für die Bauarbeiter. Klar müsse sein, dass die Sanierung der Wasserleitung unumgänglich sei.

Viel Verkehr rolle wegen der Baustelle über Ringstraße, Stadelweg und Bahnhofstraße. Da seien natürlich viele Anwohner sauer. Was die Bürgermeisterin besonders ärgert, ist, dass vielfach Tempo 30 nicht eingehalten werde. Deshalb will die Stadt demnächst "blitzen" lassen. Ein Problem sei der Schwerlastverkehr, der eigentlich großräumig umgeleitet werde. Doch so mancher Trucker missachte das. Auch stehe man in Kontakt mit der Polizei. Kontrolliert werden solle der Durchgangsverkehr und wer tatsächlich Anlieger sei. Margit Bayer appellierte eindringlich, die Umleitungen zu beachten. "Denn sonst müssten wir die Straße durch den Markt komplett sperren."

Jahresrechnung 2018

Geschlossenheit herrschte in der Stadtratssitzung bei Feststellung und Entlastung der Jahresrechnung 2018 mit Einnahmen und Ausgaben von je 10.736.235,01 Euro im Verwaltungshaushalt und 7.132.181,37 Euro im Vermögenshaushalt. Helmut Härtl, der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, präsentierte am Donnerstag einen detaillierten Prüfungsbericht. Dabei empfahl er im Namen des Ausschusses unter anderem, künftig jeden Zukauf von Dienstleistungen auf vertragliche Grundlagen zu stellen. Bei Betriebsausflügen sollten Teilnehmerlisten geführt werden. Die Zeiten von Minuszinsen seien an der Stadt nicht vorbeigegangen. Hier sollte man prüfen, wie das vermieden werden könne. Die Sprecher aller Fraktionen würdigten die Arbeit des Rechnungsprüfungsausschusses und dankten für die Anregungen und Empfehlungen.

Luftreinigungsgeräte

Gisela Kastner (Freie Wähler) thematisierte in der Stadtratssitzung die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten für Klassenzimmer. Man habe schon mal darüber diskutiert und sich dagegen entschieden, erklärte Bürgermeisterin Margit Bayer. Sie wusste aber, dass viele Eltern auf eine Anschaffung drängen würden. Kastner bat, das Thema intensiv zu diskutieren - auch wegen der Kosten. Geräte müssten zur Größe der Zimmer passen. Winfried Neubauer (FW) mahnte, Luftreinigungsgeräte könnten eine Scheinsicherheit vermitteln. Nun soll, so die Bürgermeisterin, mit dem Landratsamt zunächst geklärt werden, ob Sammelbestellungen möglich sind. Dann werde das weitere Vorgehen im Stadtrat beraten.

Schutzplanke nötig

Jürgen Ranft (SPD) hakte zu einer früheren Anfrage nach: Durch die Umgestaltung des ehemaligen Rosenthal-Areals sei im Bereich Dr.-Zimmer-Straße/Havilandstraße eine Gefahrenstelle entstanden und eine Leitplanke nötig. Bürgermeisterin Margit Bayer bestätigte dies und verwies auf die Böschung. Das zuständige Landratsamt sei bereits informiert worden.

Notkommandanten

Wegen der Corona-Pandemie hat bei der Feuerwehr Walbenreuth noch keine Neuwahl von Kommandant und Stellvertreter stattfinden können. Es wäre zu riskant gewesen, wenn sich die Feuerwehr getroffen hätte und es zu Infektionen gekommen wäre, so Bürgermeisterin Margit Bayer. Schlimmstenfalls wäre die gesamte Feuerwehr ausgefallen. Die nötige Dienstversammlung finde zeitnah statt. Bis dahin bestellte der Stadtrat Waldershof Patrick Bayer (bisher Kommandant) zum Notkommandanten und Reinhard Bayer (Stellvertreter) zum Notstellvertreter.

Erfrischungsgeld

Das Erfrischungsgeld für die Mitglieder der Wahlvorstände bei der Bundestagswahl am 26. September haben die Stadträte auf 35 Euro angehoben. 2017 wurden 25 Euro gezahlt.

Bürgerversammlung

Für Oktober kündigte Bürgermeisterin Margit Bayer eine Bürgerversammlung an. Im Herbst solle auch die Verabschiedung der ausgeschiedenen Stadtratsmitglieder und der früheren Bürgermeisterin erfolgen. Für mögliche Ehrungen bat Bayer um Vorschläge.

Hier ein weiterer Bericht zur Stadtratssitzung in Waldershof

Waldershof

"Es geht gar nicht, dass Leute im Baustellenbereich parken."

Bürgermeisterin Margit Bayer

 

 

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