27.09.2019 - 15:11 Uhr
WaldershofOberpfalz

Durchs Land der Burgen, Höhlen und Felsen

Die Fränkische Schweiz bietet traumhafte Wanderwege, viele Aussichtspunkte auf anmutige Täler, idyllische Dörfer und faszinierende Felsformationen. Die erkundete nun der Fichtelgebirgsverein Waldershof.

Die Wandergruppe des FGV Waldershof genoss natürlich auch so manche Rast und nutzte die Pausen zu einem Sonnenbad.
von Externer BeitragProfil

Das FGV-Organisationsteam (Gerald Kunz, Roland Kunz und Günter Reizammer) lag mit der Mehrtageswanderung goldrichtig: 25 wanderbegeisterte Fichtelgebirgler und ein Wanderfreund aus dem fernen Neukirchen-Vluyn waren dabei. Und an einem Tag wanderte eine junge Frau aus Erlangen mit.

In den frühen Morgenstunden machte man sich auf den Weg zum Sammelpunkt in Weilersbach. Nach einer kurzen Stärkung wurde die erste Tour „Zum Tor der Fränkischen Schweiz“ in Angriff genommen. Ziel war das über die Region hinaus bekannte "Walberla" (Ehrenbürg). Von Kirchehrenbach aus stieg man zunächst durch das Kuppelholz zu einer beeindruckenden Hochfläche auf. Bequem ging es bei Kaiserwetter zum Katzenstein, ehe man hinab nach Leutenbach wanderte, um dann zum Rodenstein (532 Meter), dem höchsten Punkt der Ehrenbürg, aufzusteigen. Die Teilnehmer erkundeten nun auf eigene Faust den Tafelberg, genossen die fantastische Aussicht und gar mancher nutzte die Freizeit zu einem Sonnenbad im Gras liegend. Zum Abstieg zum Ausgangspunkt traf man sich an der St.-Walpurgis-Kapelle. Anschließend wurde zum Standquartier Hotel-Gasthof "Resengörg" in Ebermannstadt gefahren. Bei einem gemeinsamen Abendessen ließen die FGV-Wanderer den herrlichen Tag ausklingen.

Am nächsten Tag stand eine Kombination aus Strecken- und Rundwanderung mit dem Titel "Wandern im Püttlachtal - ein außergewöhnliches Naturerlebnis" auf dem Programm. Vom Wanderparkplatz in Tüchersfeld liefen die Teilnehmer ins Tal der unteren Püttlach, um auf traumhaften Wegen und Pfaden gegen die Flussrichtung durch die Bärenschlucht nach Pottenstein zu gehen. Als man anschließend das romantische obere Püttlachtal durchwanderte, genoss man das Rauschen der Püttlach und deren ruhiges, enges Tal, das frei von jeglichem Zivilisationslärm ist.

Nach dem Aufstieg auf eine Hochfläche war mit Prüllsbirkig der Ort der Einkehr erreicht, wo man sich mit den "Kurzwanderern" traf. Bei einer schmackhaften Brotzeit, bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen im Bernerhof konnte man sich vorzüglich erholen, ehe es über den "Prüllwald" zum Bergwachtkreuz, hoch über Pottenstein stehend, ging. Jetzt war nur noch der relativ steile Abstieg in den Ort zu absolvieren.

Auch am folgenden Tag keine Wolke am Himmel und ideale Temperaturen für die abschließende Wanderung mit dem Titel "Zu den Zeugen mittelalterlicher Ritterkultur". Ausgangspunkt der Rundtour war Streitberg, wo auch gleich die Burgruine besichtigt wurde. Von der Burg ging es dann zur Muschelquelle und auf bequemen, meist pfadigen Wegen weiter durch den Streitberger Wald über den Schwingbogen zur Schönstein- und Brunnsteinhöhle. Die Schönsteinhöhle ist eine Karsthöhle in der Flur Sommerrangen am Fuße eines Dolomitmassivs. Sie hat eine beachtliche Länge von 600 Metern und ist eine Durchgangshöhle mit einer inzwischen versperrten Verbindung zur Brunnsteinhöhle.

Die nächste Etappe hatte Muggendorf, Namensgeber für die frühere Bezeichnung der Fränkischen Schweiz als "Muggendorfer Gebürg", zum Ziel, nicht ohne vorher noch die sehenswerte Rosenmüllerhöhle besucht zu haben. Nach der Mittagseinkehr im "Sternla" stand zunächst ein beachtlicher Aufstieg nach Trainmeusel auf dem Programm, ehe man bequem über den Trainmeuseler Brunnen zur Burgruine Neideck laufen konnte. Das Naturdenkmal Trainmeuseler Brunnen ist ein beeindruckendes Beispiel für die schwierige Wasserversorgung in Hochlagen von Karstgebieten. Die Burgruine Neideck war der letzte Höhepunkt dieser sehr abwechslungsreichen Wanderung.

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