07.08.2020 - 11:33 Uhr
WaldershofOberpfalz

Erneut Gartenbesitzer aus Waldershof ausgezeichnet

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Natur im Garten zu fördern, ist das Anliegen der bayernweiten Initiative „Naturgarten – Bayern blüht.“ In der Kösseinestadt gibt es bereits sieben gekürte Gärten.

Freuen sich über die Auszeichnung „Naturgarten – Bayern blüht.“ Im Bild: (von links) Stefan Müller, zweiter Bürgermeister Mario Rabenbauer, Kreisfachberaterin Manuela Pappenberger, Juliane Schug, Kreisfachberater Harald Schlöger und Johannes Sippl.
von Oswald ZintlProfil

Die Naturgärten wieder in das Bewusstsein der Menschen zu rufen, ist das Ziel der bayernweiten Initiative "Naturgarten - Bayern blüht." Um in den Genuss der Zertifizierung zu kommen, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden, erklärt Kreisfachberater Harald Schlöger beim Ortstermin in der Kösseinestadt. Kern-Kriterien sind der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sowie chemisch-synthetische Dünger, kein Einsatz von Torf zur Bodenverbesserung und eine hohe ökologische Vielfalt. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Kann-Kriterien wie ein wildes Eck, das Zulassen von Wildkraut, Wiesenelemente, eine Vielfalt von Lebensräumen für Vögel und Insekten, Laubbäume, Blumen, blühende Stauden, Gehölze und Strauchhecken. Weitere Kriterien sind unter anderem Gemüse- und Kräuterbeete, eine Kompostwirtschaft, Mischkulturen, Bienen- und Insektenhotels sowie die Regenwassernutzung und der Einsatz umweltfreundlicher Materialien. Am Mittwochnachmittag nahmen Juliane Schug, Stefan Müller und Johannes Sippl die Auszeichnung von den Kreisfachberatern Manuela Pappenberger und Harald Schlöger entgegen.

Lesen Sie mehr Garten-Geschichten auf Onetz.de

Im gesamten Landkreis Tirschenreuth wurden bisher 18 Gartenbesitzer mit dem Zertifikat "Naturgarten - Bayern blüht" ausgezeichnet, davon sieben in Waldershof. Das Treffen fand im Naturgarten von Juliane Schug in der Bahnhofsstraße statt. Zweiter Bürgermeister Mario Rabenbauer freute sich über die hohe Beteiligung der Waldershofer Bürger an dieser Aktion und hofft, dass es noch viele Nachahmer findet. Er könne sich auch vorstellen, dass sich die Stadt an den Kosten der Zertifizierung (für Mitglieder in Obst- und Gartenbauvereinen beträgt diese 40 Euro, ohne Vereinszugehörigkeit 60 Euro) beteiligt. Umweltreferent Stefan Müller war überzeugt, dass die Sensibilisierung der Bürger für die Natur eine Daueraufgabe bleibe. "Nur durch Vormachen und ständiges Nachhaken im öffentlichen Bereich wird sich das Bewusstsein ändern. Mit der aktiven Ökogruppe vor Ort wird sich noch einiges bewegen lassen", betonte Müller. "Der Garten ist ein Ort der Erholung und Entschleunigung für uns Menschen und in ganz besonderer Weise auch Lebensraum und Heimat für viele Pflanzen und Tiere", ergänzte Kreisfachberater Harald Schlöger. Der Erhalt und die Förderung der heimischen Tierwelt im Garten sind gerade heute, in Zeiten des Artensterbens, von unschätzbarer Bedeutung. Ein Naturgarten fordert eine lebendige Vielfalt von Lebensräumen, eine bunte Mischung vom Bauerngarten bis zur Blumenwiese und vom Trockenbiotop bis zum Gartenteich. Anmeldung und Informationen bei der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim oder bei den Kreisfachberatern im Landratsamt Tirschenreuth.

Anmeldung und Infos bei der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.