23.07.2020 - 10:23 Uhr
WaldershofOberpfalz

Aus für das Schwesternwohnheim

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Die Abrissarbeiten laufen auf Hochtouren. Ab Januar 2021 soll das Provisorium für die Waldershofer Kinderkrippe bezugsfertig sein.

Das ehemalige Schwesternwohnheim wird dem Erdboden gleichgemacht. Auf dem Gelände entsteht das Kinderkrippen-Provisorium.
von Oswald ZintlProfil

Die Abrissarbeiten am ehemaligen Schwesternwohnheim des Kinderhauses Sankt Sebastian in Waldershof sind nach zögerlichem Beginn nun in vollem Gange. In dieser Woche soll das komplette Gebäude beseitigt sein. Das Material wird teilweise während des Abbruches schon sortiert. Der restliche Bauschutt wird in den kommenden Wochen entsorgt. Die Kosten für den Abriss beziffert die Stadt Waldershof mit 78.265 Euro; eine 90-prozentige Förderung durch den Freistaat Bayern ist zugesagt.

Wie berichtet, soll das ehemalige Kloster und Schwesternwohnheim weichen, damit hier ein dringend benötigtes Provisorium für eine Kinderkrippe errichtet werden kann. Bürgermeisterin Margit Bayer ist optimistisch und sieht den Januar 2021 als möglichen Termin, die provisorische Kinderkrippe zu eröffnen.

Verhandlungen mit Jugendamt

Allerdings stehen der Stadt noch Verhandlungen mit dem Jugendamt ins Haus. Während die Verantwortlichen der Stadt die Kosten für das Provisorium, das für zwei Jahre genutzt werden soll, so gering wie möglich halten wollen, strebt das Jugendamt eine Ideallösung an.

Im Juni stimmt der Stadtrat einstimmig für das Provisorium:

Waldershof

Bürgermeisterin Margit Bayer macht es an einem Beispiel fest: „Die Stadt rechnet mit einer Betreuungs-Fläche von 33 Quadratmetern, das Jugendamt sieht eine Fläche von 52 Quadratmetern als angemessen an. Aber auch hier wird es einen Kompromiss geben.“ Die Kosten für die Miete der Container liegen bei 55.000 Euro für zwölf Monate. Für die Erschließung des Bereiches sind 25.000 Euro im Haushalt eingeplant, für die Einrichtung 10.000 Euro. Die Planungen für das Herrichten des Grundstückes und das Aufstellen der Container wird vom Büro Kuchenreuther übernommen.

Bau-Oberaufsicht vor Ort

Viele Waldershofer Bürger haben in den vergangenen Tagen die Abrissarbeiten am Schwesternwohnheim beobachtet und sich dabei an viele Erlebnisse aus Kinderzeiten erinnert. Unter vorgehaltener Hand war immer wieder zu hören, dass dieses Gebäude mit seiner wechselvollen Geschichte seinen Platz hätte behalten sollen.

Und wer hat die Bau-Oberaufsicht? Selbstverständlich die Jungen und Mädchen der „Bärengruppe“ im Kindergarten Sankt Sebastian. Gespannt und interessiert verfolgen sie vom Fenster aus, wie der Bagger das alte Gebäude niedermacht.

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