28.06.2020 - 11:29 Uhr
WaldershofOberpfalz

Ja zum Provisorium

Rasches Handeln ist in Sachen Kinderkrippe angesagt. Ein Provisorium entsteht nach einstimmigem Beschluss auf dem Gelände des ehemaligen Schwesternwohnheims.

Etwas ins Stocken geraten ist der Abriss des früheren Schwesternwohnheims. Hier soll die provisorische Kinderkrippe entstehen.
von Harald Dietz Kontakt Profil

Um kurzfristig den Bedarf für eine neue Kinderkrippe in Waldershof zum Kindergartenjahr 2020/2021 zu decken, ist die Errichtung einer provisorischen Kinderkrippe in Modulbauweise geplant. Sie soll dort entstehen, wo sich jetzt noch das frühere Schwesternwohnheim befindet. Die zu erwartenden Kosten bezifferte Bürgermeisterin Margit Bayer in der Stadtratssitzung am Donnerstag: Miete rund 55.000 Euro pro Jahr, Erschließung und Gründung etwa 25.000 Euro (einmalig), Einrichtung circa 10.000 Euro.

Margit Bayer erinnerte an eine "gute Besprechung" mit Vertretern des Kreisjugendamts. Mit dem Provisorium müssten etwa zwei Jahre überbrückt werden. Die Einrichtung solle dennoch eine gute Ausstattung erhalten. Um eine schnelle Realisierung zu gewährleisten, bat die Bürgermeisterin darum, die Verwaltung zu ermächtigen, die Vergabe an den wirtschaftlichsten Anbieter vorzunehmen. Das geschah einstimmig. Von Maximilian Kastner, Fraktionssprecher von CSU und Wählerbund, kam ein klares Ja, da der Bedarf an Krippenplätzen kurzfristig gedeckt werden müsse. "Das ist ein Provisorium, das wir dringend brauchen", urteilte Winfried Neubauer, Sprecher der FW-Fraktion.

Das ist ein Provisorium, das wir dringend brauchen.

Winfried Neubauer (Freie Wähler)

Dem pflichtete auch SPD-Sprecher Christian Fritsch bei. Die Frage sei aber, ob es zeitlich noch klappe. Bürgermeisterin Margit Bayer räumte Verzögerungen ein. Derzeit stocke der Abriss, weil vorher nötige Arbeiten noch nicht ausgeführt seien. Sie sei dennoch guter Dinge, "dass wir das schaffen". Wegen der Corona-Pandemie habe sich der dringende Bedarf auf Januar verschoben.

Finanzielle Unterstützung erhält der TSV Waldershof bei der Anschaffung eines Ersthelfer-Defibrillators am Gelände am Hammerrang. Das Gerät selbst kostet 1785 Euro. Für eine gesicherte Platzierung im Außenbereich des Sportheims, um eine missbräuchliche Nutzung weitestgehend auszuschließen, entstehen weitere Kosten, so dass sich die Investitionssumme auf 7616 Euro beläuft. In Anbetracht des öffentlichen Interesses und der Erreichbarkeit für jedermann schlug die Stadtverwaltung vor, die für Vereine üblichen 20 Prozent der Investitionskosten zu übernehmen. Dies sind: 1523,20 Euro. Die Stadträte stimmten geschlossen zu.

Hier ein weiterer Bericht zur Stadtratssitzung

Waldershof
Im Blickpunkt:

Betreuung in
den Sommerferien

Auf die Möglichkeit der Kinderbetreuung in den Sommerferien wies Bürgermeisterin Margit Bayer in der Stadtratssitzung am Donnerstag hin. Anmelden könne man die Kinder bereits jetzt bei der Leitung der Jobst-vom-Brandt-Schule. Die Kosten von 130 Euro pro Woche teilen sich Eltern und Stadt je zur Hälfte. Die Betreuung findet in Brand bei Marktredwitz statt. Es gibt einen Shuttle-Service.

Kurz notiert:

Besprechung zum
Ferienprogramm

Auch heuer gibt es in Waldershof ein Ferienprogramm. Es hätten sich einige Vereine gemeldet, die mitmachen würden, berichtete Christian Fritsch, Referent für Kinder, Familie, Jugend und Josefsheimstiftung. Eine Info-Veranstaltung mit den Vereinen finde am Donnerstag, 2. Juli, im Rathaus statt. „Wir wollen so viele Veranstaltungen wie möglich."

Hintergrund:

Kanalbefahrung

In einer Stadtratssitzung in den nächsten Monaten sollen die detaillierten Ergebnisse der Kanalbefahrung vorgestellt werden. Bürgermeisterin Margit Bayer warnte schon jetzt: „Die sind verheerend. Wir werden sehr viel Geld brauchen.“ Bedauerlicherweise breche die Förderung weg.

Bürgermeisterin Margit Bayer informierte am Donnerstag über im Mai in nichtöffentlicher Sitzung gefasste Beschlüsse. So wurden zur Erschließung des Gewerbegebiets und Sanierung der Deponie „Ehemaliges Rosenthal-Gelände“ zusätzliche Leistungen in Höhe von 27.824,18 Euro an die Firma TS Bau GmbH aus Jena vergeben.

Mit der Umstellung der Langfeldleuchten auf hocheffiziente LED-Beleuchtung wurde zum Angebotspreis von 39.649,91 Euro die Firma Bayernwerk Energiedienstleistung Licht GmbH beauftragt. Auch wird diese Firma insgesamt elf Lichtpunkte zusätzlich errichten (Gesamtkosten: 16.050 Euro).

An anderer Stelle der Sitzung am Donnerstag wurden weitere Vergaben aufgelistet: Fassadensanierung am Bauhof durch die Firma Schmelzer (29.163,28 Euro); Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Bauhof-Dach durch die Firma „WUN Solar GmbH“ (43.460,23 Euro); Erneuerung der Elektroinstallation im Bauhof durch die Firma „Synergy Four GmbH“ (21.851,98 Euro); Lieferung Beton-RC-Material für das Rosenthal-Gelände durch die Firma Ebersbach (14.831,98 Euro).

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