11.01.2019 - 11:26 Uhr
WaldershofOberpfalz

Hart, aber stets fair gekämpft

Nicht nur die Routiniers zeigen bei den Waldershofer Stadtmeisterschaften im Tischtennis ihr Können. Auch bei den jüngsten Spielern fällt so manches Talent angenehm auf. Überraschungen bleiben nicht aus.

Aktive und Hobbyspieler gruppieren sich nach den Stadtmeisterschaften im Tischtennis zum Erinnerungsbild. Die fairen Begegnungen bringen so manche Überraschung mit sich.
von Autor PWProfil

Die spielfreie Zeit nach der Vorrunde war wieder der ideale Zeitpunkt für die Tischtennis-Stadtmeisterschaften, die der TSV Waldershof nun zum 45. Mal ohne Unterbrechung seit 1975 austrug. 25 Jugendliche und 38 Teilnehmer im Erwachsenenbereich, darunter zahlreiche Spieler von benachbarten Vereinen und aus den umliegenden Orten, bereicherten das Teilnehmerfeld in der neuen Sporthalle mit ihrer Spielkunst. Für die aktiven Damen und Herren war es nach der Weihnachtspause eine willkommene Vorbereitung auf die anstehenden Punktspiele der Rückrunde. Bei den Hobbyspielern stand neben einer gesunden Portion Ehrgeiz der Spaß im Vordergrund. Leider war die Beteiligung im Damenbereich wieder recht dünn, da einige weibliche Aktive wegen Verletzungen kurzfristig passen mussten.

In der Hobbyklasse der Damen besiegte Yvette Vavrinek die Jugendliche Tamina Seifert. Die männlichen Hobbyspieler mussten sich erst in Vorrundengruppen für die Endrunde qualifizieren. Obwohl die Bestplatzierten der letzten Meisterschaften gesetzt waren, gab es schon in der Vorrunde wieder sehr spannende und enge Auseinandersetzungen. In der ersten Gruppe besiegte Alexander Raab den favorisierten Roland Bayer. Die zweite Gruppe gewann Thomas Weißenborn vor Markus Möchel. In der Gruppe C dominierte Harald Lutz und ließ seinen Gegnern keinen einzigen Satzgewinn. Zweiter wurde der letztjährige Stadtmeister Markus Rach. Die vierte Gruppe sah Peter Meister als Sieger vor Heinz Kreuzer.

Die beiden Ersten jeder Vorrundengruppe ermittelten nun wieder im K.-o.-System den Stadtmeister. Dabei zeigte sich, dass die ersten drei der Meisterschaft nichts verlernt hatten, obwohl sie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr als Spieler aktiv sind. Harald Lutz setzte im Endspiel Markus Rach mit seinem aggressiven Topspin-Spiel ständig unter Druck und gewann souverän. Im kleinen Endspiel bezwang Alexander Raab den „echten“ Hobbyspieler Peter Meister. Auf den Plätzen folgten Roland Bayer, Heinz Kreuzer, Thomas Weißenborn und Markus Möchel.

Die aktiven Herren mussten sich ebenfalls in vier Vorrundengruppen für die Endrunde qualifizieren. Dabei gab es hier schon recht enge und sehenswerte Spiele und einige Überraschungen. In der ersten Gruppe wurde Roman Vavrinek kaum gefordert. Mit sicherem Blockspiel ließ er Tilo Schöffel und Peter Fachtan keine Chance. In der zweiten Gruppe überraschte Hannes Andritzky mit seinem Sieg vor Christian Rumsauer und dem etwas gehandicapten letztjährigen Stadtmeister Stefan Dick. In der Gruppe C konnte Detlev Haider seinen ewigen „Angstgegner“ Michael Lang besiegen, Florian Dick wurde hier Dritter. Die vierte Gruppe sah Harald Andritzky als sicheren Sieger, der nur gegen den Zweitplatzierten Fabian Dick einen Satz abgab.

In der Endrunde unterstrich Detlev Haider seine ansteigende Form und unterlag erst im Endspiel gegen Roman Vavrinek. Im Spiel um Platz drei konnte Michael Lang gegen Harald Andritzky sage und schreibe sechs Matchbälle abwehren, um schließlich im Entscheidungssatz mit 12:10 zu gewinnen. Auf den weiteren Plätzen folgten Christian Rumsauer vom TTC Speichersdorf, Tilo Schöffel von der TS Arzberg und die beiden Jugendspieler vom TSV Waldershof, Fabian Dick und Hannes Andritzky. Erfreulich waren bei den aktiven Herren die gezeigten Leistungen vor allem der jungen Spieler, die mit ihrem frischen Angriffsspiel die routinierten Gegner oft ins Schwitzen brachten.

Im Damenendspiel unterlag Waltraud Dick der Neusorgerin Carolin Gley nur knapp. In der anschließenden Doppelkonkurrenz wurden die Paarungen zusammengelost. Dabei konnte sich das „Familiendoppel“ Waldtraud Dick mit Sohn Florian gegen Tilo Schöffel und Peter Fachtan behaupten. Dritte wurden gemeinsam Rumsauer/Gley und Deubzer/Haider.

Die Mädchen und Jungen spielten ebenfalls in einer Gruppe „Jeder gegen jeden“. Dabei war Jasmin Bescherer die beste Spielerin, die sogar bei den Jungen ungeschlagen blieb und nur gegen den Zweiten Sebastian Kopp zwei Sätze abgeben musste. Daniela Weißenborn wurde bei den Mädchen Zweite vor Amelie Meister. Bei den Jungen war Luca Preißinger die eigentliche Überraschung, als er als Dritter Moritz Scharf und Luis Schill auf die Plätze verwies. Mit dem achtjährigen Nico Preißinger als Fünftem wächst ein weiteres großes Talent nach.

Die allerjüngsten zwölf „Bambini“, die noch nicht am Spielbetrieb teilnehmen, konnten ihre Spielkunst beim Tika-Test beweisen. Hier wurden in unterschiedlichen Übungen die Platzierung im Vorhand- und Rückhandspiel sowie das Stellungsspiel und die Beweglichkeit getestet. Dabei zeigte Anna Raab schon eine erstaunliche Sicherheit, mit 152 Punkten hatte sie das beste Ergebnis vor Laurenz Werner (126), Max Raab (106) und Till Tropisch (99).

Die Sieger der Hobbyklasse: Von links Markus Rach, Yvette Vavrinek, Harald Lutz, Alexander Raab, Peter Meister, Tamina Seifert.
Die "Bambini" mit ihren Trainern Manfred Jost, Alexander Raab, Stefan Deubzer (von links).
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