30.10.2020 - 14:14 Uhr
WaldershofOberpfalz

Hilfe zur Selbsthilfe geben

Die Kolpingsfamilien aus dem Bezirk Fichtelgau feiern den Weltgebetstag des internationalen Kolpingwerkes in Waldershof. Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt appelliert dabei, weiter für die Heiligsprechung von Adolph Kolping zu beten.

Gottesdienst zum Kolping-Weltgebetstag: Von links Bezirkspräses Franz Fuchs, Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt, Stadtpfarrer und Ortspräses Bernd Philipp.
von Externer BeitragProfil

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der neuen Kirche Sankt Sebastian in Waldershof begingen die Kolpingsfamilien den Weltgebetstag. Am 27. Oktober wird jedes Jahr der Seligsprechung Adolph Kolpings gedacht und für die Heiligsprechung gebetet.

"Kolping international" ist ein katholischer Sozialverband, der 1850 durch den Priester und Sozialreformer Adolph Kolping gegründet wurde. "Mittlerweile sind wir als starke Weltfamilie und Solidargemeinschaft von Kolpingschwestern und Kolpingbrüdern in 60 Ländern aktiv. Man findet viele unserer 400.000 Mitglieder engagiert in Kirche, Gesellschaft und Politik", schreibt Martin König, Vorsitzender des Kolping-Bezirks Fichtelgau, in einer Pressemitteilung. "Kolping international" verstehe sich als eine lebendige Weltfamilie, "in der sich alle solidarisch umeinander kümmern". König: "Ob in Europa, Afrika, Asien oder Amerika: In mehr als 8800 Kolpingsfamilien haben sich Menschen vereint, die sich gegenseitig helfen und gemeinsam etwas für alle Menschen bewegen wollen."

In diesem Jahr stand besonders das Kolpingwerk in Kenia im Fokus. In Kenia leben rund 47,6 Millionen Menschen. 85 Prozent seien Christen. 1978 wurde das Kolpingwerk Kenia gegründet. "Es befasst sich mit der ganzheitlichen Entwicklung der menschlichen Person und strebt danach, die spirituellen, sozialen und wirtschaftlichen Fähigkeiten der Mitglieder und der Gemeinschaft zu verbessern. Das oberste Ziel ist, den Kolpingsfamilien Fähigkeiten zu vermitteln, mit denen sie ihre Ernährung sichern, die Armut bekämpfen und ihre wirtschaftliche Lage verbessern können."

Karl-Dieter Schmidt, Diözesanpräses des Kolpingwerkes in der Diözese Regensburg, der mit den Kolping-Mitgliedern in Waldershof den Gottesdienst feierte, ging in seiner Predigt ausgehend vom Abschiedsgebet Jesu auf die Einheit Gottes und auf die Einheit unter den Menschen ein. Jesus erinnere daran, dass er eins sei mit dem Vater und dass er bei seiner Kirche bleiben werde. "Gottes Geist wird hier in der Fülle und der Vielfalt seiner Gaben erfahrbar." Jeder Mensch könne diese Einheit bewerkstelligen, wenn er – wie dies die Kolpingsfamilien in der Pandemiezeit gemacht hätten – den Menschen helfe und ihnen das Notwendige für ihr Leben besorge. Das Kolpingwerk biete in 60 Staaten der Erde Hilfe zur Selbsthilfe an. Grundlage dafür sei das Wirken Adolph Kolpings. Er habe den heimatlosen Gesellen Hoffnung und Zukunft geschenkt und ihnen ein Dach über dem Kopf und Heimat gegeben.

Zum Abschluss forderte Schmidt die Kolpingmitglieder eindringlich auf, weiter für die Heiligsprechung dieses herausragenden Menschen der Kirche zu beten und die Petition um die Heiligsprechung zu unterstützen. Beteiligen kann man sich an dieser Petition im Internet unter www.petition-kolping.de. Mit dieser Unterschriftenaktion will das Kolpingwerk nächstes Jahr bei einer Rom-Wallfahrt anlässlich "30 Jahre Seligsprechung Adolph Kolping" den Wunsch zur Heiligsprechung unterstreichen.

Nach einer Spendenaktion im Gottesdienst für das Kolpingwerk in Kenia konnten vom Bezirksverband Fichtelgau, dank einer zusätzlichen Spende der Kolpingsfamilie Waldershof, 528 Euro übergeben werden.

Hier ein Bericht zum Kolpinggedenktag 2019 in Waldershof

Waldershof

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