16.02.2020 - 13:34 Uhr
WaldershofOberpfalz

Die Innenstadt zum Blühen bringen

Die Ideen reichen von Abendmarkt bis "Zukunft Stadtgrün". Wichtig ist den beiden Kandidatinnen bei der Podiumsdiskussion eine starke Bürgerbeteiligung.

von Redaktion ONETZProfil

Als eine "große Herausforderung" (Michaela Härtl) und eine "Mammutaufgabe" (Margit Bayer) sehen die beiden Kandidatinnen die Entwicklung der Innenstadt, besonders des Markts. Noch ist er stark befahren, doch mit dem Bau der Umgehungsstraße wird es hier ruhiger werden.

Um den Markt zu beleben, braucht es nach Ansicht von Michaela Härtl eine gute Aufenthaltsqualität mit Grünflächen, aber auch ausreichend Stellplätze, damit die Kunden direkt vor den Geschäften parken können. Als Anziehungspunkte kann sie sich einen Wochen-, Abendmarkt oder Markttage vorstellen und eventuell einen Bioladen. Auch ein Mehrgenerationenhaus, das im Markt neu gebaut werden könnte, schwebt ihr vor, mit Café und Eisdiele. Hierfür müsste man jedoch einen Träger finden. Mit dem Programm "Jung kauft Alt" könnte man zudem junge Familien dazu bewegen, sich im Markt Wohnraum zu schaffen. Anreize wären hier Fördergelder durch die Stadt - beispielsweise 1000 Euro pro Kind in den ersten sechs Jahren. Und, nicht zu vergessen: "Schön wäre auch ein Wirtshaus im Markt."

Margit Bayer plädiert für einen Plan und ein Gesamtkonzept für die Gestaltung der Innenstadt, denn damit werde man die nächsten Jahrzehnte beschäftigt sein. Sie möchte zunächst ein Leuchtturm-Projekt für die Städtebausanierung schaffen, also ein leerstehendes Gebäude kaufen, vorbildlich sanieren und hier beispielsweise Café, Eisdiele und Geschäftsräume unterbringen. Auch ein Raum, um Exponate der Waldershofer Porzellangeschichte auszustellen, wäre hier denkbar. Was in Waldershof noch komplett fehle, das sei das Angebot von Produkten aus der Öko-Modellregion Steinwald. Und dringend notwendig sei für die Innenstadt ein Leerstands-Management. "Die Fördertöpfe sind voll", sagt Bayer. Man müsse sie nur ausschöpfen. Sie richtet den Blick auf Städte wie Waldsassen und Marktredwitz, wo die Kommunen im Zuge der Städtebauförderung alte Gebäude kauften und herrichteten.

Beide Kandidatinnen wünschen sich eine starke Bürgerbeteiligung bei der Innenstadt-Entwicklung und ausreichend Grün im Markt. Härtl will Bäume pflanzen, "die rein passen", Bayer nennt das Förderkonzept "Zukunft Stadtgrün".

Hintergrund:

Nach der „Aufwärmphase“ geht es Schlag auf Schlag. Auf die Fragen und Stichworte nehmen die Bürgermeisterkandidatinnen meist umfangreich Stellung – manchmal von der Uhr gebremst, die gut sichtbar den über 400 Besuchern zeigt, wer wie lange spricht.

Übrigens: Die Zeitmessung der Technik-Crew ergibt – alles zusammengerechnet – einen Unterschied von 26 Sekunden zwischen den beiden Kandidatinnen. Zu Wort kommen auch die Zuhörer. Zudem flechten die Moderatoren von Lesern der beiden Zeitungen vorab eingesandte Fragen ein.

In der Vorstellungsrunde – Michaela Härtl schafft mit exakt 59 Sekunden eine Punktlandung – verweist die Kandidatin der Freien Wähler unter anderem auf ihre Arbeit im Stadtrat, wo sie auch als Fraktionssprecherin wirkt, und die Gründung des Leseclubs. Sie wolle sich mit Leidenschaft und Kraft für Waldershof und die Bürger einsetzen.

Mit großer Begeisterung will Margit Bayer (CSU) ihre Fähigkeiten in den Dienst aller Bürger der Stadt Waldershof stellen. Einbringen möchte sie ihre Netzwerke in Politik und Gesellschaft. Wichtig sei ihr ein wertschätzendes Miteinander. Sie strebe eine langfristige beständige Gestaltungsphase an. (hd)

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