21.01.2019 - 15:20 Uhr
WaldershofOberpfalz

Klar auf Europa-Kurs

Der stellvertretende Landesvorsitzende Hans Martin Grötsch spricht beim Jahresauftakttreffen der Freien Wähler. Er gibt Einblicke in die zukünftige Arbeit. Der Einzug in den Bundestag in zehn Jahren steht auf der Prioritätenliste.

Das Jahresauftakttreffen der Freien Wähler ist ausgezeichnet besucht. Darüber freuen sich zweiter Bürgermeister Karl Busch, Bernhard Schmidt (Mitglied im Landesvorstand Bayern), Hans Martin Grötsch, die Vorsitzende der Freien Wähler Waldershof, Michaela Härtl, und FW-Kreisvorsitzende Gisela Kastner.
von Oswald ZintlProfil

Die Jahresauftaktveranstaltung der Freien Wähler am Freitagabend stand ganz im Zeichen der "großen Politik". Dazu waren zahlreiche Interessierte aus dem ganzen Landkreis Tirschenreuth nach Waldershof gekommen. Der stellvertretende Landesvorsitzende Hans Martin Grötsch spannte dabei seinen Informationsbogen von der inhaltlichen Arbeit in den Freie-Wähler-Landesarbeitskreisen und Bundesfachausschüssen über die Gründung einer Nachwuchsorganisation „Junge Freie Wähler“, die Kommunalwahl 2020 und einen Streifzug durch das Europawahlprogramm bis hin zu den geplanten Stromtrassen.

Zuvor erinnerte Ortsvorsitzende Michaela Härtl an Aktivitäten in der Kösseinestadt im zurückliegenden Jahr. Sie nannte dabei die Unterschriftenaktion zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. „Wir haben bei unseren Hausbesuchen 600 Unterschriften gesammelt“, freute sich Härtl und wies darauf hin, dass bayernweit 340.000 Unterschriften für das Volksbegehren zur Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzungen in den Kommunen zusammenkamen. Insbesondere die Anwohner der Walbenreuther Straße seien so vor hohen fünfstelligen Beiträgen verschont worden. Die Kandidaten der Freien Wähler für den Landtag wurden mit einem Informationsstand beim Edeka-Markt Lang unterstützt. „Wir haben dort eine sehr gute Resonanz erfahren“, erklärte die Ortsvorsitzende.

Hans Martin Grötsch ging in seinem Vortrag in erster Linie auf die Europawahl ein. „Wir fordern die Weiterentwicklung der EU-Sicherheitsagentur Europol zu einem europäischen Polizeiamt. In einem Europa der offenen Grenzen können die Polizeien nicht mehr nur national agieren“, erklärte Grötsch. Außerdem sollen die Bürger Europas nach Auffassung der Freien Wähler ein größeres Mitbestimmungsrecht bekommen. Ein wichtiges Anliegen sei auch, dass Trinkwasser, Abwasser, Strom, Gas und Müllentsorgung in öffentlicher Hand bleiben. "Dafür lohnt es sich, sich einzusetzen."

Zur politischen Zukunft sagte Hans Martin Grötsch, dass die Freien Wähler in spätestens zehn Jahren im Bundestag vertreten sein wollen. „Eine bürgernahe, verständliche und unideologische Politik wie die der Freien Wähler wird immer wichtiger“, so der stellvertretende Landesvorsitzende.

Es sei wichtig, junge Menschen für die Freien Wähler zu begeistern. Ziel ist es daher, die Organisation „Junge Freie Wähler“ ins Leben zu rufen und zu etablieren.

Zu den nahenden Kommunalwahlen im nächsten Jahr machte Grötsch deutlich, dass es gelingen sollte, alle Altersgruppen auf der Wahlliste zu berücksichtigen "und somit eine Kommunal-Politik für alle Bürger zu machen". Eine längere Diskussion gab es abschließend zum Thema Stromtrassen. Hier wurde deutlich, dass noch viel Aufklärungsarbeit notwendig sei.

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