19.05.2021 - 13:32 Uhr
WaldershofOberpfalz

Kreisverkehr Waldershof bald blütenreich und insektenfreundlich

Lange fristete der Waldershofer Kreisverkehr ein wenig ansehnliches Dasein. Das ändert sich bald. Doch das ist nicht die einzige Baumaßnahme in Waldershof.

Enorm aufgewertet wird noch heuer der Waldershofer Kreisverkehr (Bild). Geplant ist eine insektenfreundliche Bepflanzung.
von Harald Dietz Kontakt Profil

Der Kreisverkehr am Ortseingang erfährt eine beachtliche Aufwertung. Bürgermeisterin Margit Bayer sprach in der Stadtratssitzung am Dienstagabend von einem tollen Bepflanzungskonzept. Ausgearbeitet hat es Harald Schlöger, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Tirschenreuth. Wie von Bürgermeisterin Margit Bayer am Mittwoch auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien zu erfahren war, sieht das Konzept viele Blüten, Sträucher sowie trockenheitsresistente und pflegefreundliche Pflanzen vor. "Alles sehr insektenfreundlich." Die Bepflanzung orientiere sich am Kreisverkehr in Tirschenreuth.

Bereits ab der zweiten Juli-Woche werde die Grasnarbe abgetragen und es werde abgemagerter Boden aufgebracht. Das könne zu Beeinträchtigungen des Verkehrs führen, so Bayer. Sperrungen soll es nicht geben. Ab der ersten August-Woche beginne das Aufstellen der Wappen von Marktredwitz und Waldershof sowie der Logos des Naturparks Steinwald und des Naturparks Fichtelgebirge. Die gesamte Bauphase am Kreisverkehr erstrecke sich bis Ende August.

Verzögerungen

Die Bürgermeisterin hatte aber auch wenig Erfreuliches zu berichten: Bei der Erneuerung der Wasserleitung im Markt kommt es zu gravierenden Verzögerungen. Baustart hätte eigentlich Mitte Mai sein sollen. Submission war vor rund zwei Wochen. "Das Angebot blieb innerhalb der Kostenschätzung des Ingenieurbüros." Zwar sei die Baueinweisung nächste Woche. Doch Engpässe bei Baumaterial bremsen die Baufirma aus. "Wir leben in schwierigen Zeiten." Die Lieferung notwendiger Materialien sei für Anfang Juli angekündigt, wusste Margit Bayer. "Das schmeißt uns kräftig zurück", so die Bürgermeisterin im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

So schnell wie möglich bauen möchte ein Investor aus dem Landkreis Tirschenreuth in Waldershof. Dem Antrag auf Einleitung eines Verfahrens zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und der Änderung des Bebauungsplans "Nördlich der Ringstraße" stimmte der Stadtrat am Dienstagabend geschlossen zu. Das Projekt umfasst den Bau eines Mehrfamilienwohnhauses mit Carports und Stellplätzen, das dem Stadtrat bereits in einer nichtöffentlichen Sitzung vorgestellt wurde. Der Investor übernehme die Planungs- und Erschließungskosten vollständig.

"Wohnraum ist ein knappes Gut in Waldershof."

Maximilian Kastner, Fraktionssprecher von CSU und Wählerbund

Entstehen sollen Eigentumswohnungen. Margit Bayer: "Ein sehr wichtiges Projekt." Baubeginn werde noch heuer sein, so die Bürgermeisterin auf Nachfrage. Geplant seien 16 Wohneinheiten mit 65 bis 106 Quadratmeter, barrierefreie Zugänge und ein Aufzug. "Wohnraum ist ein knappes Gut in Waldershof", erklärte Maximilian Kastner, Sprecher der CSU-/Wählerbund-Fraktion. Er bewertete das Vorhaben positiv und signalisierte Zustimmung. Das tat auch Winfried Neubauer für die Freien Wähler: "Wir brauchen Wohnungen." SPD-Fraktionssprecher Jürgen Ranft betonte: "Das Projekt trägt zur Attraktivität der Stadt bei." Es sei überwiegend zweistöckig. Die 16 Wohneinheiten seien dringend notwendig.

Im Gebiet „Nördlich der Ringstraße“ will ein Investor 16 Eigentumswohnungen errichten. Das Baugrundstück liegt an der Martin-Luther-Straße. Das Projekt soll in L-Form teilweise zwei- und dreistöckig gebaut werden. Dahinter steht bereits eine Wohnanlage mit 18 Wohnungen. In der Nähe befindet sich auch das Senioren-Servicehaus.

Ja hieß es auch bei einer Bauvoranfrage zur Sanierung und zum Umbau eines Einfamilienwohnhauses einschließlich des Neubaus eines Carports im Gebiet des Bebauungsplans "Beiderseits der Ritter-von-Wagner-Straße". Laut Bürgermeisterin gibt es deutliche Abweichungen vom Bebauungsplan. Der gesamte Stadtrat gewährte die nötigen Befreiungen. Maximilian Kastner (CSU/Wählerbund): "Wir begrüßen das Vorhaben, Wohnraum zu schaffen." Es sei ein gutes Beispiel für Nachverdichtung. Das Einverständnis der Nachbarn sei gegeben. "Wir sollten froh sein, wenn gebaut wird", erklärte Winfried Neubauer (FW). Da Flächenfraß grundsätzlich zu vermeiden sei, hoffte Jürgen Ranft (SPD) auf eine Genehmigung des Vorhabens durch das Landratsamt. Bürgermeisterin Margit Bayer regte auch an, ältere Bebauungspläne zu überarbeiten, damit leichter Genehmigungen erteilt werden könnten.

Mehrere Abweichungen vom Bebauungsplan gibt es ebenfalls bei der Errichtung einer Überdachung mit Kaltverglasung über einer bestehenden Terrasse an einem Wohnhaus im Bereich "Im obern Kirchsteig". Wegen der Überschreitung der Baugrenze sollte man nicht kleinlich sein, meinte Jürgen Ranft (SPD). Alle Stadträte erteilten schließlich das gemeindliche Einvernehmen.

"Auch hier liegt das Einverständnis der Nachbarn vor", kommentierte Maximilian Kastner (CSU/WB) einen Antrag auf Errichtung einer Dachgaube zur Überdachung einer Dachterrasse und zum Bau einer Außentreppe mit Einhausung im Gebiet "Hofstatt". Es werde Wohnraum in einem Bestandsgebäude geschaffen. "Das Vorhaben füge sich gut ins Gesamtbild ein", ergriff Jürgen Ranft (SPD) das Wort. Zustimmung kam auch seitens der Freien Wähler.

Behindertengerechtes Bauen

Positiv beurteilte das Gremium zudem den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Carport und Einliegerwohnung im Bereich "Hofstatt-Erweiterung/Im engen Gassel". Es solle behindertengerecht gebaut werden. Es sei positiv zu beurteilen, wenn vorhandene Flächen optimal ausgenutzt werden, meinte Winfried Neubauer (FW).

Generalsanierung

Aus einer nichtöffentlichen Sitzung gab die Bürgermeisterin die Zustimmung zu einer Zusatzsatzvereinbarung zum Architektenvertrag für die Sanierung der Jobst-vom-Brandt-Grundschule bekannt. Wie auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien am Mittwoch zu erfahren war, bedeutet dies, dass nun statt einer Teilsanierung eine Generalsanierung geplant werde.

"Auf die Tube drücken" müsse man bei der Dorferneuerung Lengenfeld, so Margit Bayer. Denn nach 2024 gebe es keine Förderung mehr. Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien am Mittwoch verwies die Bürgermeisterin auf Maßnahmen am oberen und unteren Dorfplatz, die Entschlammung des Dorfteichs und den Abschluss aller Maßnahmen rund um das Dorfgemeinschaftshaus.

Freibad-Öffnung

Das Kösseinebad werde am 1. Juni öffnen, informierte die Bürgermeisterin abschließend. Dabei nutze man die Luca-App. Wer kein Smartphone habe, für den würden spezielle Chips angeboten. Wichtig sei, dass bis zur Freibad-Eröffnung die Bedingung negativer Corona-Test wegfalle.

Ein bemerkenswertes Jubiläum gab es dieser Tage in Waldershof zu feiern

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