14.06.2020 - 08:18 Uhr
WaldershofOberpfalz

Lang ersehnte Sanierung kann beginnen

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Die Kreisstraße TIR 17 zwischen Waldershof und Walbenreuth wird ab dem 22. Juni für 1,2 Millionen Euro erneuert. Die Arbeiten sollen spätestens im September abgeschlossen sein.

Josef Daubenmerkl (Bild) freut sich, dass die etwa 200 Querrinnen in der Kreisstraße TIR 17 bald der Vergangenheit angehören. Er hat – unter anderem mit einem Schreiben an Landrat Wolfgang Lippert – immer wieder auf diesen Missstand hingewiesen.
von Oswald ZintlProfil

Das Landratsamt Tirschenreuth hat grünes Licht für die Sanierung der Kreisstraße TIR 17 zwischen Waldershof und Walbenreuth gegeben. Mit Schreiben vom 8. Juni wurden alle beteiligten Behörden darüber informiert. Die Arbeiten sollen, vorausgesetzt die Witterung passt, am Montag, 22. Juni, beginnen. Die entsprechenden Umleitungen werden rechtzeitig ausgewiesen und führen über die Staatsstraße 2121 beim Kreisverkehr zwischen Waldershof und Marktredwitz weiter auf die Staatsstraße 2170 und bei der Abzweigung nach Poppenreuth wieder auf die Staatsstraße 2121.

Schriftliche Anfrage

Über viele Jahre hinweg hat der frühere Zweite Bürgermeister Josef Daubenmerkl, der seinen Wohnsitz in Walbenreuth hat, immer wieder auf den schlechten Zustand der Kreisstraße hingewiesen. Im Jahr 2013 gab es von Josef Daubenmerkl eine schriftliche Anfrage an Landrat Wolfgang Lippert, nachdem er in den zurückliegenden Jahren bei vielen politischen Veranstaltungen und Bürgerversammlungen immer wieder ohne Erfolg den Finger in die Wunde gelegt hatte. Hier berichtete Josef Daubenmerkl, dass die besagte Kreisstraße in den Jahren 1978/79 ausgebaut wurde.

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Waldershof

In den Folgejahren entstanden wahrscheinlich wegen einer falschen Bitumenmischung, so Daubenmerkl, viele Querrisse von einer Straßenseite zur anderen. Gleichzeitig wurde die Staatsstraße 2170 zwischen Fuchsmühl und Waldershof ausgebaut. Im Bereich Stemmetsbach-Stieglmühle gab es ebenfalls viele Querrisse. Hier wurde die Asphaltdecke sofort erneuert.

Bitte um schnelle Abhilfe

An der Kreisstraße gab es nur eine notdürftige Sanierung der Querrisse durch Ausgießen mit Flüssigbitumen. „Etwa 200 Querrisse befinden sich auf einer Strecke von knapp drei Kilometern“, informierte Josef Daubenmerkl den Landrat und bat mit Blick auf die hohen Kreisumlagen der Kösseinestadt um schnelle Abhilfe. Der Landrat erklärte in seinem Antwortschreiben, dass der Landkreis für insgesamt 39 Kreisstraße mit einer Länge von 217 Kilometern zuständig sei. Und es gäbe schlechtere Straßen, die eine höhere Sanierungspriorität hätten. Und auf die hohe Kreisumlage eingehend machte Lippert deutlich: „Das Füllhorn besonders über zahlungskräftige Kommunen auszuschütten, würde dem Solidaritätsgedanken zuwider laufen.“

Etwa 200 Querrisse befinden sich auf einer Strecke von knapp drei Kilometern.

Josef Daubenmerkl

Josef Daubenmerkl ließ sich damit aber nicht abspeisen und bat Kreisrat Toni Dutz, der auch im Kreisausschuss tätig ist, um Unterstützung. Und so wurde die Sanierung der Kreisstraße TIR 17 im Jahr 2015 in den Fünf-Jahres-Plan aufgenommen und sollte bereits im letzten Jahr saniert werden. Da aber zu diesem Zeitpunkt die Sanierung der Wasserleitung in Walbenreuth anstand, musste noch einmal ein Jahr Aufschub in Kauf genommen werden. Josef Daubenmerkl hebt nun im Gespräch hervor: „Ohne die Unterstützung von Toni Dutz würde auch heuer noch nichts laufen, dafür sage ich im Namen aller Benutzer dieser Straße ein herzliches Dankeschön.“

Die Kosten der Baumaßnahme beziffert das Landratsamt für die 2,48 Kilometer lange Strecke mit knapp 1,2 Millionen Euro. Dabei wird die alte Bitumenschicht abgefräst, die Frostschutzschicht verstärkt und eine neue Bitumenschicht aufgebracht. Einzig der landwirtschaftliche Anliegerverkehr ist von der Umleitung ausgenommen.

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