17.09.2020 - 14:20 Uhr
WaldershofOberpfalz

Letztlich zählt nur die Freude am Sport

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Es war eine harte Geduldsprobe für die Tennisspieler aus dem Fichtelgebirge: Bis Mai waren die Plätze gesperrt. Danach ging es nicht mehr um Punkte, sondern nur um die Freude am Sport.

Tine Sommer vom TC Waldershof näht am Rande des Spielfelds Masken – wegen der Maskenpflicht im Vereinsheim.
von FPHSProfil

Die Saison 2020 bleibt den Aktiven des TC Fichtelgebirge und des TC Waldershof sicher im Gedächtnis. Die Corona-Pandemie hat zwar nicht die Spielregeln selbst, wohl aber die äußeren Umstände geprägt. Es war die zweite Saison, in der beide Clubs gemeinsam mit einer Spielergemeinschaft unter dem Namen TC Fichtelgebirge-Steinwald angetreten sind.

Wie bei allen anderen Sportarten auch hieß es für die Sportler erst einmal warten: Bis in den Mai hinein waren die Tennisplätze gesperrt. Als dann grünes Licht gegeben wurde von der Regierung und vom Tennisverband, hatten schon viele Vereine das Handtuch geworfen.

Als feststand, dass es weder um Auf- oder Abstieg ging, sondern nur um die Ehre, meldeten viele ihre Mannschaften aus dem Punktspielbetrieb ab. In der Oberpfalz waren es 45 Prozent der Mannschaften, die von ihren Vereinen zurückgezogen wurden, berichtet TC-Sportwart Gerald Heinl. Sei es angesichts der Sicherheitsbestimmungen, sei es, dass der Verein nicht die Verantwortung übernehmen wollte, wenn etwas passiert.

Auch bei der Spielgemeinschaft aus Marktredwitz/Waldershof wurden einige Mannschaften zurückgezogen. So traf es auch die Jüngsten, mit zwölf Jahren und jünger. Anfang Juni aber begann dann die Medenrunde. Wenige Tage vorher erst war das Spielen im Freien wieder möglich geworden, mit Abstand und unter strengen Sicherheitsbestimmungen. So war anfangs das Duschen gar nicht, später nur mit zeitlichem Abstand erlaubt. Händeschütteln nach dem Spiel war „out“, eine kurze Berührung der Schläger musste genügen.

Auch für die Bewirtung der Spieler und der Gästemannschaft galten strenge Regeln. Dies war nur im Freien und im gebührenden Abstand möglich. Sobald es nach innen ging, war Maskenpflicht angesagt. Auf den Tischen standen Flaschen mit Desinfektionsmittel.

Insgesamt war es trotz der widrigen Umstände eine entspannte Saison.

TC-Sportwart Gerald Heinl

Unter all diesen Umständen zeigt sich Gerald Heinl mit dem Ergebnis der Saison zufrieden. Von den 22 Mannschaften der Spielgemeinschaft wurden 4 zurückgezogen. Alle anderen spielten. Und das zum Teil mit gutem Erfolg. Denn die Herren I wurden immerhin Meister in der Bezirksliga mit 10:0 Punkten. Die zweite Herrenmannschaft (BK 1) landete im Mittelfeld, die Herren 3 auf dem zweiten Platz.

Die Damen schlossen die Saison mit einem 4:2-Sieg gegen Schmidgaden ab und hielten sich damit gut in der Klasse (BK 2), die Damen 2 wurden Dritte. Die Herren 40/1 behaupteten sich in der Bezirksliga gut mit einem Mittelplatz, die zweite 40er kam auf den vierten Platz in der Kreisliga. In der Kreisliga lagen auch die Mannschaften der Herren 50 vorne und belegten die beiden ersten Plätze. Die Damen 40 wurden Meister in der BK 1, die Junioren Vizemeister. Das Fazit von TC-Sportwart Gerald Heinl: "Insgesamt war es trotz der widrigen Umstände eine entspannte Saison."

Hier ein Bericht zum Jubiläum des Tennisclubs Waldershof

Waldershof

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