15.03.2020 - 23:40 Uhr
WaldershofOberpfalz

Margit Bayer macht das Rennen

Die CSU-Kandidatin setzt sich souverän gegen ihre Mitbewerberin Michaela Härtl von den Freien Wählern durch. Die Wahlbeteiligung liegt bei 67,33 Prozent.

Die zukünftige CSU-Bürgermeisterin Margit Bayer (links) nahm die Glückwünsche von ihrer Konkurrentin Michaela Härtl (rechts) von den Freien Wählern entgegen. Anschließend ging es zur Siegesfeier zum „Sesser".
von Oswald ZintlProfil

Die neue Bürgermeisterin der Kösseinestadt ist Margit Bayer von der CSU. Um 19.08 Uhr verkündete Wahlleiter Christoph Haberkorn das vorläufige Endergebnis der Bürgermeisterwahl in Waldershof. Im Rathaus hatten sich vorher die beiden Bürgermeisterkandidatinnen mit einigen Stadtratskandidaten und Unterstützern eingefunden.

Auf die CSU-Kandidatin Margit Bayer entfielen 57,38 Prozent der Stimmen, auf Michaela Härtl von den Freien Wählern 42,62 Prozent; 3,06 Prozent der Stimmen waren ungültig. In absoluten Zahlen heißt das: 1360 Stimmen für Margit Bayer, 1010 Stimmen für Michaela Härtl - und immerhin 75 Stimmzettel waren ungültig.

Insgesamt waren 3631 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Von diesen nutzten laut Christoph Haberkorn 2445 ihr Wahlrecht. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 67,33 Prozent und liegt damit um 5,55 Prozent unter dem Wert der Kommunalwahl von 2014.

Nach der Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses zeigte sich Michaela Härtl als faire Verliererin und gratulierte Margit Bayer. CSU-Ortsvorsitzender Mario Rabenbauer freute sich über dass tolle Ergebnis von Margit Bayer und erklärte: "In den zurückliegenden 20 Monaten hat unsere Kandidatin mit der Unterstützung zahlreicher Helfer aus dem Ortsverein ein Wahnsinnspensum an Haustürgesprächen und Wahlveranstaltungen durchgeführt."

Margit Bayer war die Erleichterung nach ihrem Wahlsieg ins Gesicht geschrieben. Sie dankte ihrem Helfer-Team, das in allen Situation voll zu ihr gestanden sei und sie auch immer wieder motiviert habe. Sichtlich stolz nahm Ehemann Matthias Bayer das Wahlergebnis seiner Gattin zur Kenntnis. Er ist überzeugt, dass seine Margit ihre Arbeit als Bürgermeisterin genauso hart durchführen wird, wie sie den Wahlkampf gemeistert hat.

Für Margit Bayer bleibt das "Team Waldershof" nicht als Schlagwort des Wahlkampfes zurück. Sie ist überzeugt, dass nur im Team mit allen Vertretern im Stadtrat und der Verwaltung die Aufgaben der Zukunft gemeistert werden können. "Und deshalb wird es meine erste Aufgabe sein, die Mitarbeiter im Rathaus zu einem echten Team zu formen", erklärte Margit Bayer, die große Potenziale in der Mannschaft sieht.

Ein weiterer Schwerpunkt in den ersten Tagen wird es sein, die konstituierende Sitzung des neugewählten Stadtrates vorzubereiten sowie schnellstmöglich den Haushalt für das laufende Jahr 2020 in trockene Tücher zu bekommen. Selbstverständlich werde sie auf alle im Stadtrat vertretenen Parteien zugehen, um gemeinsam für die Stadt und die Bürger die besten Ergebnisse zu erzielen.

Für Michaela Härtl steht auch nach der Wahlniederlage fest, dass sie mit voller Kraft an ihren Wahlversprechen arbeiten werde. So hält Michaela Härtl nach wie vor an einem Neubau des Kindergarten Piccolino fest. Weitere Arbeitsschwerpunkte für die Freien Wähler sind die Schulsanierung und die notwendigen Maßnahmen im Ortskern, um diesen für die Zeit nach dem Bau der Umgehungsstraße fit zu machen. Härtl dankte ihrer Familie und allen Mitstreitern für die Unterstützung im Wahlkampf.

Margit Bayer löst zum 30. April die amtierende SPD-Bürgermeisterin Friederike Sonnemann ab, die vor sechs Jahren die Stichwahl gegen den CSU-Herausforderer Mario Rabenbauer gewonnen hatte. Damals ging eine 18-jährige CSU-Ära mit Bürgermeister Hubert Kellner an der Spitze auf dem Chefsessel im Waldershofer Rathaus zu Ende.

Mit Margit Bayer haben die Christsozialen nach sechs Jahren wieder den Chefsessel in der Kösseinestadt erobert. Die 39-jährige Margit Bayer hat schon bei ihrer Nominierung darauf hingewiesen, dass sie ihr Engagement auf diesem Posten als langfristige Aufgabe sieht.

Sonnemann Bürgermeisterin in Wörnitz:

Zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde Wörnitz (Mittelfranken) führt eine Frau die Geschicke im Rathaus: Friederike Sonnemann (bislang Bürgermeisterin in Waldershof) wurde am Sonntag von 86,69 Prozent der Wähler zur Nachfolgerin von Karl Beck bestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,92 Prozent, 2014 waren es 52,44 Prozent. Doch das Gesicht Sonnemanns als Gemeindeoberhaupt ist nicht das einzig Neue in Wörnitz: Die 57-Jährige ist gleichzeitig die erste hauptamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde.

"Gigantisch" und "sensationell" waren die ersten Worte, mit denen Sonnemann das Ergebnis am Wahlabend beschrieb. "Das ist ein gutes Zeichen, ich fühle mich willkommen in Wörnitz", betonte sie im Gespräch. Das Ergebnis sei eine Bestätigung ihrer bisherigen Erlebnisse, sie sei bisher "immer freundlich empfangen" worden. Sonnemann hatte in Waldershof vor sechs Jahren die Stichwahl gegen ihren Mitbewerber Mario Rabenbauer (CSU) mit 53,14 Prozent der Stimmen gewonnen. In Wörnitz hingegen war Karl Beck im Jahr 2014 als einziger Bewerber um das Amt des Gemeindeoberhauptes angetreten und mit 90,87 Prozent der Stimmen gewählt worden.

Sonnemanns größter Wunsch sei es, "mit ins Boot geholt zu werden". Anschließend wolle sie auf die Menschen zugehen, um deren größte Wünsche zu erfahren. "Heute setze ich ein Zeichen und kaufe ein Baugrundstück in Wörnitz. Damit möchte ich zeigen, dass es mir ernst ist." Angesprochen auf die Ziele, die sie als Wörnitzer Bürgermeisterin verfolgen wolle, nannte sie unter anderem das Gemeindeentwicklungskonzept sowie die Dorfentwicklungen.

Friederike Sonnemann holte in Wörnitz 86,69 Prozent der Stimmen.
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