19.08.2018 - 18:00 Uhr
WaldershofOberpfalz

Massenandrang bei Cube

Etwa 10000 Interessierte werfen am Samstag einen Blick hinter die Kulissen des inzwischen größten Radherstellers in Europa. Ein besonderes Augenmerk gilt der Fertigung.

von Oswald ZintlProfil

(fpoz) Die präzisen Vorbereitungen für den ersten Tag der offenen Tür bei Cube haben sich gelohnt. Bereits am Samstag pilgern Tausende Besucher zum Logistikzentrum der Firma in der Marktredwitzer Straße - hier werden täglich bis zu 2500 Räder gefertigt - und zur Hauptverwaltung mit integriertem Showroom in der Ludwig-Hüttner-Straße. Schon an den Einfahrtstraßen gibt es Hinweise auf zehn bewachte Autoparkplätze und zwei Abstellplätze für Räder. Zwischen den beiden Anlaufpunkten sorgen Shuttle-Busse für den Transfer. Der größte Teil der Besucher nimmt sich die Zeit und läuft über den Radweg zu den beiden Besuchspunkten.

Auf dem Hügel im Kreisverkehr weist ein aufgestelltes Triathlon-Rad auf das Ereignis hin. Am Wochenende ist es das erste Mal, dass das von Marcus Pürner gegründete und geführte Unternehmen - es hat sich aus kleinsten Anfängen innerhalb von 25 Jahren zu einem Global Player für Bikes entwickelt - für die Menschen aus der Region die Pforten öffnet.

Bereits vor 10 Uhr warten schon zahlreiche Besucher beim 36 000 Quadratmeter großen Logistikzentrum. Mitarbeiter des Unternehmens weisen auf die Einhaltung der gut beschilderten Wege hin, um im Vorfeld schon Unfälle auszuschließen. Beim Rundgang durch die Lagerhallen und die Fertigung kommen viele Gäste aus dem Staunen nicht mehr heraus. Im Logistikzentrum werden jährlich 35 Millionen Teile verbaut. Am Ende des Geschäftsjahres haben mehr als 600 000 Bikes die Produktionsstätte in der Kösseinestadt verlassen. Die Cube-Produkte werden über 2515 Händler in 67 Ländern vertrieben.

Das Interesse der Besucher im Headquarter gilt in erster Linie den neuesten E-Bikes, die im 3000 Quadratmeter großen Showroom ausgestellt sind. Hier werden den Mitarbeitern gezielt technische Fragen gestellt, die allesamt beantwortet werden. Einen richtigen Run gibt es auf den Werksverkauf "Wear & Equipment". Die Mitarbeiter dort kommen nicht zum Verschnaufen. Beim Gang durch die Hauptverwaltung - auch hier stehen die Mitarbeiter Rede und Antwort - staunen die Besucher über Kickerautomaten und Relax-Ecken. Gut frequentiert ist das Testlabor. Ivonne Wittmann, zuständig für den Personalbereich, gibt Auskunft über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Cube. Dabei merkt sie stolz an, dass das Durchschnittsalter der Mitarbeiter bei 29,7 Jahren liegt und viele aus der Region sind. An beiden Tagen laufen alle Informationen beim Organisationsteam um Marie Korzen zusammen. "Unsere Mitarbeiter, es waren an jedem Tag etwa 450 im Einsatz, haben eine hervorragende Visitenkarte für unser Unternehmen abgegeben", freuen sich Marie Korzen und Geschäftsführer Andreas Foti.

Für einen reibungslosen Ablauf bei der Verköstigung der Besucher sorgen außerdem die Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas, die Waldershofer Siedler, der Sportverein Poppenreuth, der Tennisclub, die IGW, der Musik- und Heimatfreundeverein Hohenhard, der FC Lorenzreuth und der TSV Waldershof. Die BRK-Bereitschaft Poppenreuth ist mit ihren Ersthelfern vor Ort und die Freiwillige Feuerwehr Waldershof kümmert sich an den Parkplätzen darum, dass die Besucher gefahrlos die Straßen überqueren können. Kommandant Stefan Müller hält zudem seine Mannschaft in Bereitschaft.

"Mit mehr als 20 000 Gästen an zwei Tagen sind wir mehr als zufrieden", zieht Marie Korzen Bilanz. Es habe kein einziges Problem gegeben. Besonders freut die Verantwortlichen, dass viele Besucher mit dem Fahrrad gekommen sind. Ob es noch einmal einen Tag der offenen Tür geben wird? "Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht."

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