06.07.2020 - 15:14 Uhr
WaldershofOberpfalz

Nie ohne Klingel, Licht und Reflektoren

Die Verkehrserziehung an der Jobst-vom-Brandt-Schule Waldershof geht in diesem Jahr ohne Prüfung über die Bühne. Die Theorie spielt sich im Unterricht ab.

Die Jungen und Mädchen konnten es kaum erwarten, den Parcours mit den Fahrrädern sicher abzufahren. Mit im Bild (von links) Polizeioberkommissar Carsten Landgraf, Lehrerin Maria Fritsch, Polizeihauptmeisterin Ramona Weiß und Schulrätin Martina Puff.
von Oswald ZintlProfil

Das Kernstück der schulischen Verkehrserziehung ist die Radfahr-Ausbildung in den dritten und vierten Grundschulklassen. Sie ist seit vielen Jahren eine Erfolgsgeschichte, an der bundesweit über 95 Prozent aller Schüler teilnehmen. Die Ausbildung setzt sich aus einem theoretischen und einem fahrpraktischen Teil zusammen.

Der theoretische Unterricht wird von den Lehrkräften der Schule geleistet. Themen dabei sind die Ausstattung von verkehrssicheren Fahrrädern, Regeln für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr sowie die Gefahrenlehre unter Aufarbeitung der persönlichen Erfahrungen der Kinder.

Den Praxisteil für die Schüler in Waldershof übernahmen in der vergangenen Woche Polizeihauptmeisterin Ramona Weiß von der Polizeiinspektion Tirschenreuth und Polizeioberkommissar Carsten Landgraf von der Polizeiinspektion Kemnath. Schulrätin Martina Puff vom staatlichen Schulamt Tirschenreuth erinnerte daran, dass erst vor einigen Tagen das Kultusministerium mit Blick auf die coronabedingten Einschränkungen grünes Licht für diese Aktion gegeben habe. „Verkehrserziehung ist ein wichtiger Baustein für die Kinder, um sich sicher und vorsichtig im Straßenverkehr zu bewegen“, sagte die Schulrätin. Insgesamt steht für ungefähr 270 Kinder an neun Grundschulen im Landkreis die praktische Verkehrsausbildung noch aus. Der einzige Unterschied zu den zurückliegenden Jahren ist, dass die Prüfung wegfällt.

Bevor die 20 Teilnehmer der Jobst-vom-Brandt-Schule aufs Rad durften, gab es noch einige Fragen, die allesamt richtig beantwortet wurden. Wichtig war den Verkehrserziehern der Polizei der Hinweis, dass „nackte Fahrräder“ ohne Licht, Klingel und Reflektoren im öffentlichen Straßenverkehr nicht benutzt werden dürfen. Auch die schützende Wirkung eines Helms stand immer wieder im Fokus. Polizeioberkommissar Carsten Landgraf drehte dann auf dem mit verschiedenen Verkehrszeichen ausgestatteten Parcours im Pausenhof die erste Runde und erklärte das richtige Verhalten. In Kleingruppen folgten anschließend die Kinder auf die ausgewiesene Strecke. Der Rest sah sich in dieser Zeit Verkehrssituationen auf einem Monitor an. Am Ende des Crashkurses lobten die Vertreter der Polizei die Jungen und Mädchen für ihre Leistungen.

Verkehrserziehung gibt es in der Kösseinestadt bereits im Kindergarten. In Zusammenarbeit mit der Polizei wird das richtige Verhalten an Ampeln und beim Überqueren von Straßen geübt. Das Fazit von Schulleiterin Petra Andritzky: „Es ist sehr wichtig, dass unsere Schüler – egal ob mit Fahrrad, Tretroller oder zu Fuß – gut vorbereitet sind und den sichersten Weg zur Schule wählen.“

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