08.03.2020 - 12:52 Uhr
WaldershofOberpfalz

SPD Waldershof: "Wir werden unsere Ideen einbringen"

Die SPD Waldershof blickt mit Stolz auf die vergangen sechs Jahre zurück. Der kommenden Bürgermeisterin bieten die Sozialdemokraten schon jetzt eine konstruktive Zusammenarbeit an.

Stadtrat Jürgen Ranft kündigte eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen Bürgermeisterin an.
von Konrad RosnerProfil

“Wir haben in den vergangenen sechs Jahren mehr erreicht als die Anderen in 16 Jahren“, erklärte SPD-Vorsitzender Gerhard Greger bei der Wahlversammlung im TSV-Sportheim. Nichtsdestotrotz fand er es schade, dass die Waldershofer SPD nun keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten habe, „aber eine starke Stadtratsfraktion der SPD ist genauso wichtig“.

Auch Stadtrat Jürgen Ranft bedauerte den kurzfristigen Ausfall des Bürgermeisterkandidaten. Dies mache die Lage etwas schwieriger, dennoch gehe man optimistisch in die Kommunalwahlen. Denn in Waldershof sei in den vergangenen sechs Jahren einiges bewegt worden. Als Stichpunkte nannte er die Turnhalle, den Waldkindergarten, die Neugestaltung des Stadtparks und die Modernisierung des Bauhofs. Des weiteren neige sich die Erschließung des Gewerbegebietes „Rosenthal-Brache“ dem Ende entgegen. Ferner sei ein neues Baugebiet geschaffen, die Barrierefreiheit ausgebaut und die Jugend- und Vereinsförderung ins Leben gerufen worden. Daneben sei ein Jugendparlament, die Nachbarschaftshilfe und ein Reparatur-Cafe gegründet worden.

All diese Errungenschaften seien vor allem durch das Referenten-System der Stadt Waldershof, das sich im übrigen hervorragend bewährt habe, umgesetzt worden. Auch seien viele Fördertöpfe angezapft worden, Fördergelder blieben nicht auf der Straße liegen, wie es die CSU-Bürgermeisterkandidatin gesagt habe. Viele Mittel, so Ranft, seien auch wegen der aktuell sehr hohen Gewerbesteuereinnahmen gekürzt worden. Deshalb könne man sie nicht als Allheilmittel für bevorstehende Investitionen sehen.

Ausdrücklich lobte Ranft Gisela Kastner (Freie Wähler) und Günter Raithel (SPD), die noch in der Podiumsdiskussion versuchten, die Aussagen von CSU-Bürgermeisterkandidatin Margit Bayer richtig zustellen. Bayer habe mittlerweile auch ihre Aussage relativiert, so Ranft zufriedenstellend. Er verwies auf die gemeinsame Sacharbeit aller Fraktionen in den vergangen sechs Jahren, die hervorragend gewesen sei. Dies hoffe er, werde auch im neuen Stadtrat so sein.

Der kommenden Bürgermeisterin kündigte er jedenfalls schon jetzt eine konstruktive Zusammenarbeit an. „Wir wollen und werden mit ihr zusammenarbeiten und unsere Ideen mit einbringen“, so Ranft. Die SPD stehe für einen Neuanfang. Im Wahlkampf hätten die Sozialdemokraten alle Ortsteile besucht und sich dabei auch konstruktiver Kritik gestellt.

Die SPD setze sich für das Ehrenamt ein, und könne deshalb nicht verstehen, dass manche mit anonymen Briefen attackiert werden, wie geschehen. Dass die Waldershofer SPD das Ehrenamt ernst nehme, zeige auch die Tatsache, dass sie auf Werbegeschenke verzichte und stattdessen drei ehrenamtliche Organisationen mit jeweils 200 Euro unterstütze. Ranft und Greger überreichten jeweils Schecks an die BRK-Bereitschaften Waldershof und Poppenreuth sowie an die Seniorenbeauftragten Carmen Altermann und Gerhard Weber.

Landratskandidat Thomas Döhler betonte, dass es in Bayern rund 900 verschiedene Förderprogramme gebe. Er schlug vor, mindestens die Hälfte dieser Förderprogramme zu streichen und stattdessen die Kommunen direkt zu fördern. Zudem trat er einmal mehr für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis ein.

Jeweils 200 Euro spendete die Waldershofer SPD an die BRK-Bereitschaften Poppenreuth und Waldershof und an die Seniorenbeauftragten der Stadt. Von links: Gerhard Greger, Jürgen Ranft, Gabi Beer-Langer, Gerhard Weber, SPD-Landratskandidat Thomas Döhler, Carmen Altermann und Stefan Sperrer.
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