16.03.2020 - 18:09 Uhr
WaldershofOberpfalz

Vier Neue im Waldershofer Stadtrat

Die SPD verliert einen Sitz, die Freien Wähler gewinnen einen hinzu. Die CSU-Wählerbund-Fraktion bleibt bei acht Mandaten im neuen Stadtrat.

Christine Weidmann (906 Stimmen).
von Oswald ZintlProfil

Die Weichen für das neue "Wir-Gefühl" im Waldershofer Stadtrat und im Rathaus sind gestellt. Die Christsozialen und der Wählerbund haben bei der Stadtratswahl ihre acht Sitze verteidigt. Mit Margit Bayer stellen sie zudem die neue Bürgermeisterin und verfügen so über die Mehrheit im Gremium.

Für frischen Wind im Stadtrat sorgen die Neulinge Christine Weidmann und Maximilian Kastner von der CSU, Mario Bauer vom Wählerbund sowie Matthias Wolf von den Freien Wählern.

Absolute Stimmenkönigin war Margit Bayer mit 2298 Stimmen. Auf den Plätzen folgten bei der CSU Mario Rabenbauer mit 1427 Stimmen, Stefan Müller mit 1370, Werner Spörer mit 1333, Maximilian Kastner mit 1024, Christine Weidmann mit 906 und Angela Burger mit 890 Stimmen.

Für den Wählerbund ziehen Günther Fachtan mit 981 Stimmen und Mario Bauer mit 539 Stimmen ins Stadtparlament ein. Die Freien Wähler haben einen Sitz dazu gewonnen. Hier konnte Bürgermeisterkandidatin Michaela Härtl insgesamt 1895 Stimmen für sich verbuchen. Auf den weiteren Plätzen folgen Karl Busch mit 1411 Stimmen, Gisela Kastner mit 1246, Winfried Neubauer mit 1053 und Matthias Wolf mit 971 Stimmen.

Getrübt ist die Stimmung bei den Waldershofer Sozialdemokraten. Sie büßen gegenüber der Wahl im Jahr 2014 einen Sitz ein. Im neuen Stadtrat sind Christian Fritsch mit 1034 Stimmen, Jürgen Ranft mit 911 und Gerhard Greger mit 789 Stimmen vertreten.

Nicht mehr im Stadtrat ist Günther Raithel, der sich in den zurückliegenden sechs Jahren vor allem das Thema Barrierefreiheit auf die Fahne geschrieben hatte und viele Verbesserungen mit auf den Weg brachte.

Insgesamt wurden von den 2445 Bürgern, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben, 37 168 gültige Stimmen vergeben. Lediglich 27 Stimmzettel waren nach Angabe der Wahlleitung ungültig.

CSU-Ortsvorsitzender Mario Rabenbauer sagte zum Ausgang der Kommunalwahl: "Wir bedanken uns bei den Wählerinnen und Wählern, die der CSU-Wählerbund-Stadtratsfraktion mit der neuen Bürgermeisterin Margit Bayer an der Spitze das Vertrauen und eine Gestaltungsmehrheit für unsere Stadt gegeben haben. Wir werden die Mehrheit aber nicht um der Mehrheit willen nutzen, sondern Lösungen für unsere Stadt im Einvernehmen aller Fraktionen suchen und umsetzen."

Zum Ergebnis der Sozialdemokraten erklärte Jürgen Ranft: "Wir haben das Bestmögliche aus der Situation gemacht. Dass wir keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken konnten, hat uns mit Sicherheit Stimmen gekostet." Ranft ist überzeugt, dass Günther Raithel sich weiter beratend als Fachmann für Barrierefreiheit zur Verfügung stellen wird. Auf die Arbeit im neuen Stadtrat eingehend sagte Ranft, dass auf jeden Fall die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien gesucht werde, um auch eigene Ideen umzusetzen. Allerdings merkte Ranft kritisch an, dass immer die finanzielle Machbarkeit der unterschiedlichen Projekte auf den Prüfstand müsse. Ranft weiter: "Erst wenn die Pflichtaufgaben wie Schule, Kindergärten und Feuerwehren erfüllt sind, kann man über den einen oder anderen Luxus nachdenken."

Gisela Kastner von den Freien Wählern, die auch den Sprung in den Kreistag geschafft hat, stellte fest: "Ich freue mich, dass wir einen Sitz im Stadtrat dazugewonnen haben. Das Ergebnis von Michaela Härtl als Bürgermeisterkandidatin kann sich wirklich sehen lassen. Sie kann echt stolz darauf sein. Wir können positiv in die Zukunft blicken."

Werner Spörer, der seit 1996 für die CSU im Stadtrat vertreten ist, merkte zufrieden an: "Unsere Anstrengungen im Wahlkampf wurden belohnt. Margit Bayer ist Bürgermeisterin, und wir haben in der Fraktion mit dem Wählerbund unsere Sitze verteidigt." Den erstmals gewählten Stadträten aller Parteien wünschte Spörer viel Energie und Weitsicht bei allen in Zukunft zu treffenden Entscheidungen.

Mario Bauer (539 Stimmen)
Maximilian Kastner (1024 Stimmen).
Matthias Wolf (971 Stimmen).
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