25.09.2020 - 15:00 Uhr
WaldershofOberpfalz

"Mit voller Kraft für Waldershof"

Die Sozialdemokraten versprechen frischen Wind. Mit Markus Burger, Barbara Diener und Florian Dick erfährt das Vorstandsteam eine Verjüngung.

Das neue Vorstandsteam der Waldershofer Sozialdemokraten: Hinten von links Florian Dick, Christian Fritsch, Gerhard Greger, Markus Burger und Jürgen Ranft, vorne von links Günter Raithel und Barbara Diener.
von Oswald ZintlProfil

Die Aufarbeitung des Ergebnisses der zurückliegenden Kommunalwahl ist nun abgeschlossen. Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend erklärte SPD-Ortsvorsitzender Gerhard Greger, dass dem Wahlausgang mit dem Verlust eines Stadtratsmandats verschiedene Aspekte zugrunde lägen. Zum einen sei die Ankündigung der damaligen Bürgermeisterin Friederike Sonnemann, für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen, zu früh bekanntgegeben worden. Und zum anderen habe der Rückzug von Ulrik Katholing, der aus gesundheitlichen Gründen kurz vor der Wahl von seiner Bürgermeisterkandidatur Abstand genommen habe, sich ebenfalls negativ ausgewirkt.

Greger erinnerte an die zurückliegende Arbeit im Stadtrat. Er dankte Friederike Sonnemann für ihre "von allen Seiten anerkennenswerten Leistungen". Die SPD-Mandatsträger hätten ebenfalls sehr gute Arbeit geleistet. Als Beispiel nannte der SPD-Vorsitzende das Engagement von Günter Raithel als Referent für Barrierefreiheit. "Hier wurden viele Anregungen zum Nutzen der Bürger umgesetzt." Auf die zukünftige Arbeit im Stadtrat eingehend sagte Gerhard Greger: „Es wird weitergehen, wenn auch unter anderen Vorzeichen. Wir Stadträte werden uns weiter mit voller Kraft für unser Waldershof einsetzen.“ Rückblickend auf die gesellschaftlichen Aktivitäten dankte Gerhard Greger allen Helfern bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen und im Wahlkampf.

Gewaltige Herausforderungen

SPD-Fraktionssprecher Jürgen Ranft zog eine positive Bilanz zur Arbeit im neuen Stadtrat. „Wir sind auf einem guten Weg. Konstruktive Kritik ist vonseiten der Bürgermeisterin gefordert. Und es finden regelmäßige Treffen mit den Fraktionsvorsitzenden statt.“ Die zukünftigen Herausforderungen seien gewaltig mit Blick auf die Investitionen in den Bereichen Kindergärten, Kinderkrippen und Jobst-vom-Brandt-Schule. Zur Schule machte Ranft deutlich, dass die SPD-Fraktion an dem eingeschlagenen Weg, die Gebäude in ihrem jetzigen Umfang auf Vordermann zu bringen, festhalte: „Hier wurde schon viel Geld investiert. Und ein Neubau würde die derzeitigen Platzverhältnisse in keiner Weise wiedergeben. Zudem ist die Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule immer noch ein wichtiger Veranstaltungsort für Vereine und Stadt.“

Skeptisch sah Ranft den erfolgten Spatenstich zur Ortsumgehung: „Ob sich hier in diesem Jahr noch was bewegt, bleibt abzuwarten.“ Die Neugestaltung des Markts müsse aber schon jetzt unter Einbeziehung der Bürger und Geschäftsleute in Angriff genommen werden. Geduld sei in Sachen Straßensanierung gefordert. „Der Sanierungsstau aus den letzten drei Jahrzehnten kann auch nicht durch Rekordhaushalte von heute auf morgen abgebaut werden“, erklärte der SPD-Fraktionssprecher.

Die Vorstandswahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Gerhard Greger. Neuer Stellvertreter ist Markus Burger. Der Kassier heißt weiterhin Jürgen Ranft. Als neue Schriftführerin wirkt Barbara Diener. Für die Öffentlichkeitsarbeit zeichnet Florian Dick verantwortlich. Als Beiräte wurden Christian Fritsch, Arnold Käs und Günter Raithel gewählt. Kassenprüfer sind Helmut Langer und Günter Raithel. Delegierte für die Wahlkonferenzen: Gerhard Greger, Helmut Langer, Markus Burger, Jürgen Ranft und Christian Fritsch.

Hier ein Bericht zum Kommunalwahlergebnis 2020

Waldershof
Im Blickpunkt:

Aus Fehlern lernen

Fehlende Kommunikation vor der Kommunalwahl kritisierte Stefan Niedermeier (Leiter des Otto-Hahn-Gymnasiums) am Ende der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Waldershof am Donnerstagabend. Der Pädagoge war Kandidat für den Waldershofer Stadtrat. Vorausgegangen war der Bericht des Ortsvorsitzenden Gerhard Greger, der festgestellt hatte, dass der Sitzverlust bei der Wahl am 15. März auch darauf zurückzuführen sei, dass der Bürgermeisterkandidat Ulrik Katholing aus gesundheitlichen Gründen kurz vor der Wahl seine Kandidatur zurückgezogen habe. „Allerdings war hier die Frist für eine Nachnominierung bereits verstrichen“, ergänzte Greger. Niedermeier machte deutlich, dass im Vorfeld versäumt worden sei, die Zügel rechtzeitig herumzureißen: „Wenn mich jemand gefragt hätte, ich wäre in die Bresche gesprungen.“

Allerdings gelte es jetzt, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, die Kommunikation innerhalb des SPD-Ortsvereins zu verbessern sowie junge Menschen für die Kommunalpolitik unter Nutzung aller sozialen Medien zu begeistern. Das Credo von Niedermeier, das auf breite Zustimmung stieß: „Die Wahlniederlage bietet auch die Chance für einen Neuanfang. Wir müssen schon jetzt intensiv in die Zukunft investieren.“

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