25.02.2020 - 09:08 Uhr
Waldkirch bei GeorgenbergOberpfalz

Gibt es bald ein "Bad Waldkirch"?

Die Siedler amüsieren sich köstlich beim Rosenmontagsball im alten Schulhaus. Matthias Kotschenreuther skizziert in seiner Büttenrede das Dorfleben in der Ortschaft und plaudert aus dem Nähkästchen.

Das "Schellenberg-Duo" sorgt für prächtige Stimmung und eine immer gut gefüllte Tanzfläche.
von Josef PilfusekProfil

„Waldkirch helau!“ Der „Schlachtruf“ war bei der Faschingsveranstaltung der Siedler immer wieder zu hören. Und Zug um Zug ging es auf den Höhepunkt zu: die Büttenrede von Matthias Kotschenreuther. Der Siedlerchef hatte wie in den vergangenen Jahren die Lacher auf seiner Seite, als er so manche Begebenheiten aus dem Dorfleben preisgab und mit Pointen nicht sparsam umging.

„Es war wieder viel los gewesen, und das will ich euch jetzt verlesen“, stieg Kotschenreuther ein und kündigte an: „Es ist wie immer alles Gute und auch Schlechte dabei, auch so manche Fake News, ja so eine Sauerei.“ Ob er darunter die von der Gemeinde geplanten Gewerbegebiete „Waldkirch Nord“ und „Waldkirch Süd“ meinte? Hauptsache, die Kommune nimmt Gewerbesteuer ein. Das galt unter anderem für den „geplanten Neubau vom Baggerbetrieb; denn er gibt einen weiteren Auftrieb“.

Der Redner ging gar so weit, dass aufgrund der von staatlicher Seite angeordneten Ausgrabungen mit dem Fund eines Oldtimers der Gemeindename von „Georgenberg“ auf „Waldkirch“ umbenannt werden sollte. „Georgenberg wird bei der Ausfahrt auf der Autobahn entfernt und in Waldkirch umbenannt; denn zukünftig ist nur noch Waldkirch bekannt“, witzelte der Redner und ging weiter: „Auch in der Genehmigungsphase für Waldkirch ist ein eigenes Kfz-Kennzeichen, Georgenberg wird das nie erreichen.“

Außerdem wusste Kotschenreuther, dass im Zuge der Kleinen Dorferneuerung so manches geplant ist und viele Baustellen miteinander verzahnt werden. „Lkws werden dann umgeleitet, auch wenn sich mancher Anlieger dann mit der Gemeinde streitet“, war seine Vermutung. Freudestrahlend verriet er: „Auch ein Buschenschank ist im Plan drin, und der kommt in meine Nähe hin.“ Der Hintergedanke war klar; denn da wird er selbst über die Neuigkeiten bestens informiert.

Die Kommunalwahlen am 15. März durften natürlich nicht ganz fehlen. „So wurde mir erst vor kurzem zugetragen, in Waldkirch will man es tatsächlich wagen, noch einen Bürgermeister-Kandidaten zu nominieren; es gibt da jemand, der will es probieren. Ab Donnerstag werdet ihr es auch erfahren; denn da wird plakatiert mit dem in Lebensgröße, der des dann probiert.“ Vielleicht schafft es der Neue ja, dass Waldkirch zu „Bad Waldkirch“ wird. Als Grund nannte Kotschenreuther: „Der Gleißner-Weiher wird zur Kneipp-Anlage ausgewiesen; denn Pfarrer Kneipp hat ja schon das kalte Wasser angepriesen.“

Auch das Fernsehen soll in Waldkirch präsent sein. „RTL dreht bei uns neue Folgen von ‚Bauer sucht Frau‘ und verspricht, er nimmt’s nicht ganz genau“, kündigte der Redner an und verriet: „In der nächsten Woche wird ein Beirat gewählt, der über die Bewerberinnen sein Urteil fällt.“ Am Ende wusste er aber: „Jetzt hab‘ ich genug Schmarrn erzählt und krieg‘ dafür ja kein Geld“. Umso mehr wünschte er „viel Spaß hier und heut‘“ und verabschiedete sich mit „Servus, ihr lieben Leut‘“.

Einen Volltreffer hatte die Siedlergemeinschaft wieder mit der Verpflichtung des „Schellenberg-Duos“ gelandet. Marina Völkl und Wolfgang Plödt präsentierten sich nämlich wie gewohnt von ihrer besten Seite und sorgten für Faschingsstimmung par excellence.

Matthias Kotschenreuther hat mit seiner Büttenrede die Lacher auf seiner Seite.

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