04.11.2020 - 15:25 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Bei 1700 Euro sagte Gudrun Brill "Wow"

Die Ruheständlerin und ehemalige Kinderkrankenschwester Gudrun Brill hat in der ZDF-Show "Bares für Rares" für eine wertvolle "Wiener Bronze" viel Geld erzielt.

Aufmerksam hörten sich Gudrun Brill und Moderator Horst Lichter die Expertise von Antiquitätenfachmann Albert Maier von rechts) an. Der Sachverständige erklärte das Bronzepferd für äußerst wertvoll und sehr selten. .
von Ulla Britta BaumerProfil

Die Ruheständlerin und ehemalige Kinderkrankenschwester Gudrun Brill hat in der ZDF-Show "Bares für Rares" für eine "Wiener Bronze" viel Geld erzielt. Die Rentnerin und ehemalige Leiterin des Mehrgenerationenhauses Mitterteich hat bei der ZDF-Fernsehshow ein Bronzepferd auf einem Marmorsockel versteigert, mit überraschendem Erfolg. Sie führte Moderator Horst Lichter und dem Experten Albert Maier eine Antiquität vor, die, wie Maier begeistert erklärte, von Franz Xaver Bergmann, einem der berühmtesten Bronzegießer Europas, hergestellt worden sei.

Eingraviertes Siegel

Gudrun Brill erzählte vor laufender Kamera, dass sie das Stück vom Freund einer Freundin geschenkt bekommen habe. "Aber es ist keine Liebe entstanden", sagte sie. Das Pferd passe nicht zu ihr. Deshalb wolle sie schauen, ob sich ein Liebhaber finde. Auf die Frage von Lichter, was sie sich als Erlös aus dem Verkauf des Pferdes erhoffe, nannte Gudrun Brill 150 bis 200 Euro. Maier geriet ins Schwärmen über die außergewöhnliche Antiquität. Nichts sei beschädigt oder restaurierungsbedürftig. Entstanden sein soll das Exponat zwischen 1900 und 1930. Ein eingraviertes Siegel bestätige eindeutig, dass es von Bergmann sei. "Schön", sagte Brill, als ihr Maier eine Summe in Höhe von 800 bis 1000 Euro als Expertise sagte. Lichter bemängelte lachend Gudrun Brills fehlende Begeisterung. Sie hätte sich jetzt die Haare raufen müssen vor Freude über diese Summe, meinte er.

"Dafür kannst du ein ganzes Pferd kaufen"

Das Pferd des berühmten Bronzegießers öffnete der Waldsassenerin den Weg zu fünf Händlern, die das seltene Stück ersteigern konnten. Brill verzog keine Miene, als mit 300 Euro begonnen wurde. Bis zu 800 Euro nickte sie lediglich nach jeder Erhöhung in die Kamera. Erst als die vier Händler die Summe auf über 1000 Euro hochtrieben, konnte sich Brill nicht mehr ganz beherrschen. Die Freude darüber, dass ihre Antiquität derart hoch gehandelt wird, stand ihr ins Gesicht geschrieben. Der höchstbietende Händler blätterte am Ende 1700 Euro Bargeld auf den Tisch. "Wow", lautete ihr Kommentar, bevor sie sich umdrehte und mit dem Geld in der Hand gehen wollte. "Dafür kannst du ein ganzes Pferd kaufen", scherzte einer der Händler und fragte noch, ob ihr das bewusst sei.

"Super gelaufen", lautete die Bilanz der Waldsassenerin. Wer den Auftritt nicht gesehen hat, kann die Sendung noch einige Zeit in der ZDF-Mediathek ansehen.

Star der Antiquitätenshow "Bares für Rares" im Interview

Weiden in der Oberpfalz
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.