"Lucki": In fünf Jahren Schluss bei "Bares für Rares"

Ludwig "Lucki" Hofmaier ist der Star der Antiquitätenshow "Bares für Rares". Am Freitag verkauft er auf dem Weidener Flohmarkt seinen Trödel. Im Interview erzählt der 77-Jährige unter anderem, was sein größter Ladenhüter ist.

"Lucki" Hofmaier vor seinem Wohnmobil auf dem Weidener Volksfestpkatz.
von Frank Werner Kontakt Profil

Zweimal im Monat fährt Ludwig Hofmaier noch auf Flohmärkte. "Da kommt ich wenigstens unter die Leute, mir macht das Spaß", verrät "Lucki" am Donnerstagnachmittag im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. An diesem Freitag ab 16 Uhr wird der Star des ZDF-Quotenknallers "Bares für Rares" am Flohmarkt auf dem neuen Weidener Volksfestplatz seine Waren anbieten. Darunter Kurioses wie ein Mammutzahn. 800 Euro will der 77-Jährige für das Teil.

Raus aus dem Fernsehstudio, rein in die Welt der Trödelmärkte, das ist "Luckis" Welt. Er fährt mit seinem Wohnmobil, das mit Antiquitäten prall gefüllt ist, durch die Gegend. Im Mai dieses Jahres brannte sein Camper auf der Autobahn aus, jetzt ist er mit einem neuen Gefährt unterwegs. Millionen schauen jeden Tag "Bares für Rares", fiebern mit den Anbietern und Händlern rund um Moderator Horst Lichter mit. "Wir sind ja wie eine Familie", lacht "Lucki", aber ewig soll das Gefeilsche am Bildschirm nicht mehr weiter gehen. "In fünf Jahren ist Schluss", erzählt er, "dann ist es genug". Da laufe der Vertrag mit dem ZDF aus.

In seinem auffälligen bunten Hemd und seine Hosenträgern steht er vor seinem Wohnmobil in Weiden und freut sich auf gute Geschäfte. "Wenn ich was für 400 Euro erworben haben, verlange ich 420 Euro. Soviel Gewinn muss drin sein." Er wirkt zufrieden, auch wenn ihm mancher Ladenhüter Kopfschmerzen bereitet: "Ich hab da einen Zinnkrug, der steht seit Jahren da. Zinn geht einfach nicht mehr."

Der kleine Mann wirkt fit, aber ein Handstand ist nicht mehr drin, meint er: "Des schaff ich nicht mehr. " Mitte der 60er Jahre erlangte Hofmaier Berühmtheit, als er mehr als 1000 Kilometer von Saal an der Donau nach Rom auf Händen ging. Heute ist seine Popularität größer denn je. "Ich hab Autogrammkarten dabei. Und die Leute wollen Fotos mit mir machen." Unerkannt kann der kauzige Händler ohnehin nicht mehr durch die Straßen gehen: "Dann mach ich halt einen Spaß, die Leute mögen das."

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