19.05.2020 - 16:02 Uhr
WaldsassenOberpfalz

ARD-Übertragung aus der Waldsassener Basilika

Der Gottesdienst am Hochfest Christi Himmelfahrt um 10 Uhr in der Basilika ist stets ein feierliches Ereignis. In diesem Jahr wird die Messe natürlich anders stattfinden. Dennoch können viele dabei sein - durch die Liveübertragung der ARD.

Der Gottesdienst am Hochfest Christi Himmelfahrt um 10 Uhr in der Basilika Waldsassen wird live auf ARD übertragen.
von Redaktion ONETZProfil

Die Corona-Pandemie macht dem Landkreis Tirschenreuth zwar schwer zu schaffen, die guten Kontakte von Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl zum Bayerischen Rundfunk lassen jedoch die schon fast traditionellen Fernsehübertragungen aus der Basilika auch diese problematische Phase überdauern.

Generalprobe

Am Dienstag um 11 Uhr begannen die Techniker des Bayerischen Fernsehens mit den Aufbauarbeiten für die Liveübertragung im Rahmen der Sendereihe "Stationen" auf den ARD-Sendern. Der Vorabend-Gottesdienst am Mittwoch um 18 Uhr ist die Generalprobe für alle aktiv Beteiligten. Auch wenn Zelebrant Dr. Thomas Vogl mit seinem Team mittlerweile bereits große Erfahrung mit medialen Ereignissen hat, so ist die Übertragung der heiligen Messe gerade unter den gegenwärtigen Voraussetzungen eine etwas andere Aufgabe.

Eine Herausforderung

Während das ZDF in der Regel evangelische und katholische Gottesdienste überträgt, wollte der BR ebenfalls im Wechsel das Angebot ergänzen. Wie der Stadtpfarrer im aktuellen Pfarrbrief schreibt, freuen sich Monsignore Erwin Albrecht als Beauftragter der Bayerischen Bischofskonferenz und Andrea Kammhuber von der Redaktion Religion und Orientierung, dass sie wieder in Waldsassen sein können. Denn auch für Übertragungen sei die gegenwärtige Krise eine ziemliche Herausforderung, da ja auch dazu die staatlichen Regelungen entsprechend berücksichtigt werden müssen. Insofern seien sie froh, dass es vor Ort in Waldsassen Erfahrungen mit Gottesdienstübertragungen gibt und damit manches auch leichter organisiert werden kann.

Steigendes Interesse

"Allerdings", so ergänzt Pfarrer Vogl, "wird auch dieser Gottesdienst anders gefeiert werden müssen, als es sonst üblich war und was ja auch immer besonders geschätzt wurde: Ministranten, Chor, eine volle Kirche usw.". Dennoch seien gerade in den vergangenen Wochen die Zuschauerzahlen bei den Livestreams aus der Basilika enorm angestiegen und es bestehe wirklich ein großes Bedürfnis nach solchen Angeboten.

Somit kann und will die Pfarrgemeinde wieder diesen Dienst leisten und freut sich auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem Team des BR. Für die Mitfeier in der Basilika gelten die gleichen, im Pfarrbrief ausführlich erläuterten Einzelregelungen wie bei allen anderen Gottesdiensten. Pfarrer Vogl bittet die Gläubigen hierzu um Anmeldung entweder telefonisch im Pfarrbüro (09632/1387) oder per E-Mail unter info[at]pfarrei-waldsassen[dot]de. Dies gilt auch für den Vorabend-Gottesdienst.

So wird eine kleine Kerngemeinde den Gottesdienst in der Basilika Waldsassen zusammen mit den Zisterzienserinnen der Abtei feiern. Der Christi Himmelfahrtstag setzt in diesen Tagen der Pandemie einen besonderen Akzent, die hoffnungsvolle Perspektive: "Ich bin nicht allein und mein Leben ist jetzt und einmal für immer gut aufgehoben", so Pfarrer Vogl.

Sopran und Streichensemble

Auch Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter muss sich, was die Größe des Ensembles und die daraus resultierenden musikalischen Möglichkeiten angeht, an die geltenden Bestimmungen halten. Es wird die Messe in A von Christopher Tambling (1964-2015) in der Besetzung Sopran und Streichensemble zu hören sein. Sie entstand als eine Auftragskomposition des Diözesanverbandes pueri cantores der Diözese Würzburg im Jahr 2010.

Nur jede zweite Bank in der Basilika darf jeweils am linken und rechten Rand mit einer Person besetzt sein. Die Sitzplätze sind mit roten Zetteln gekennzeichnet. Paare oder Familien können zusammenbleiben, dann kann aber keine weitere Person pro Reihe sitzen. Stehplätze sind ebenfalls markiert.
Vor dem Ort der Kommunionausteilung sind Abstandsmarkierungen am Boden angebracht. Zuerst gehen die Gottesdienstbesucher der rechten Bankreihe nach vorne und dann die der linken Bankreihe. Der Rückweg erfolgt über die beiden Seitengänge.
Mit diesen roten Zetteln sind die möglichen Sitzplätze in den Bankreihen der Basilika gekennzeichnet. Die Gottesdienstbesucher müssen Schutzmasken tragen und ihr eigenes Gebetbuch mitbringen. Beim Betreten der Basilika wird gebeten, die Hände an den Desinfektionsmittelspendern zu desinfizieren. Das Opfergeld wird nicht eingesammelt, kann aber beim Verlassen der Kirche in die bereitgestellten Körbe gelegt werden.

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