Waldsassen
27.07.2018 - 11:48 Uhr

Basilika inspiriert Künstlergruppe

Die Basilika ist immer wieder ein beliebtes Objekt für Künstler jeder Couleur. Seit Donnerstag ist das Gotteshaus sogar gleich in sechsfacher Ausfertigung mit Aquarellfarben auf die Leinwand gebannt.

Der Tirschenreuther Künstler Rudi Jäger (links) hat den renommierten Aquarellmaler Jürgen Meyer-Andreaus (Zweiter von rechts) zum Workshop nach Waldsassen geholt. Begeistert von den großartigen Kulissen der Klosterstadt sind auch Karin Dietel aus Gefrees, Ulla Mohr aus Coburg (hinten, von links) sowie Konrad Kraus aus Wolfsegg und Ursel Hillenbrand aus Coburg (vorne, von rechts) ubb
Der Tirschenreuther Künstler Rudi Jäger (links) hat den renommierten Aquarellmaler Jürgen Meyer-Andreaus (Zweiter von rechts) zum Workshop nach Waldsassen geholt. Begeistert von den großartigen Kulissen der Klosterstadt sind auch Karin Dietel aus Gefrees, Ulla Mohr aus Coburg (hinten, von links) sowie Konrad Kraus aus Wolfsegg und Ursel Hillenbrand aus Coburg (vorne, von rechts)

(ubb) Gemalt wird sie von einer Künstlergruppe, die mit dem Münchener Aquarellmaler Jürgen Meyer-Andreaus zu einem viertägigen Workshop in die Klosterstadt gekommen ist. Meyer-Andreaus ist 83 Jahre alt und in der Landeshauptstadt kein Unbekannter. Vier Mal jährlich lädt er einen kleinen, erlesenen Kreis zum Workshop ein. Dabei sind seine Wirkungsorte auf ganz Deutschland und das Ausland verteilt.

Dass es den Meister diesmal nach Waldsassen verschlug, ist Rudi Jäger zu verdanken. Jäger ist ebenso leidenschaftlicher Aquarellmaler wie Meyer-Andreaus. Er ist dessen wohl eifrigster Schüler und ein Tirschenreuther. Das Mitglied im Kunstverein Tirschenreuth hat schon mehrmals bei dem Münchener einen Workshop absolviert. Die beiden sind dabei „beste Freunde“ geworden.

Jäger zeigte dem Gast die schönen Seiten des Stiftlands und dieser war begeistert. So kam es, dass der Workshop nun in der Klosterstadt über die Bühne geht.

Verlockend, sagt der Meister, sei auch die Nähe von Eger gewesen. Meyer-Andreaus will in diesen Tagen mit seinen Zöglingen auch nach Tschechien. Am Donnerstag hat die kleine Gruppe erstmals vor der Kulisse der Basilika von der Schwanenwiese aus ihre "Künstlerwerkstatt" im Freien aufgebaut. Der Münchener hat das Motiv ausgesucht. Ihm sei es wichtig, dass alle das gleiche malen.

Dennoch würden sechs völlig unterschiedliche Werke das Ergebnis sein, denn Malen sei eine Herzens- und Seelenangelegenheit.

„Wir beginnen mit längerem Betrachten." Dies wirke stimulierend, da jeder mit dem Motiv danach seine persönlichen Erlebnisse habe. In der Kunst gebe es keine Grenzen und keine Instanz, die „falsch oder richtig“ sei. „100 Leute malen ein gleiches Bild 100 Mal anders.“

Er spricht dazu auch die stets veränderten Voraussetzungen an. Sonnenstand, Schattenwurf oder das Wetter, alles sei der Bewegung unterworfen. „Genau wie wir Menschen.“ Meyer-Andreaus' fünf Zöglinge sind alle erfahrene „Wiederholungstäter“, wie der Workshop-Leiter lachend sagt. Sie würden seit Jahrzehnten künstlerisch tätig sein. Ansonsten könnten sie auch kaum wie heute hier in wenigen Stunden die Basilika malen.

„Man lernt Malen nur durch Malen“, betont Meyer-Andreaus. Da helfe auch kein Fachbuch und schon gleich gar nicht ein Crashkurs. Die fünf Künstler, die im Hotel Zrenner Quartier bezogen haben, sind mit ihrem Lehrmeister sehr intensiv und vertieft bei der Sache. „Das hier ist ein spiritueller Ort“, sagt Karin Dietel aus Gefrees zum Ort hinter der Basilika.

Das gemeinsame Malen, ergänzt Meyer-Andreaus, wirke äußerst kreativ auf die Gruppe. Dabei gibt es im Workshop keine Zeitvorgaben. Druck und Stress sind völlig außen vor. Aber spätestens am Abend gibt es trotzdem die Basilika in sechsfacher Ausfertigung.







Natürlich war der Meister selbst am Schnellsten beim Malen der schönen Aussicht auf die Basilika. Zwei, drei Studen seien notwendig für ein derartiges Aquarell, erklärt Jürgen Meyer-Andreaus und fügt lachend an: "Aber das geht nur, wenn man vorher jahrzehntelang geübt hat." ubb
Natürlich war der Meister selbst am Schnellsten beim Malen der schönen Aussicht auf die Basilika. Zwei, drei Studen seien notwendig für ein derartiges Aquarell, erklärt Jürgen Meyer-Andreaus und fügt lachend an: "Aber das geht nur, wenn man vorher jahrzehntelang geübt hat."
 
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