15.11.2019 - 11:31 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Bilderreise durch die Natur

Siegfried Steinkohl begeistert Vortragsbesucher im Jugendheim Waldsassen mit 350 Fotos aus der nördlichen Oberpfalz.

Siegfried Steinkohl (Mitte, am Computer) zeigte im Jugendheim 350 Fotos.
von Autor KGGProfil

Über unerwartet viele Besucher freute sich kürzlich die Kreisgruppe des Bund Naturschutz, die zu einem Bildervortrag ins Jugendheim eingeladen hatte. Unter der Überschrift "Naturschätze der nördlichen Oberpfalz" präsentierte Siegfried Steinkohl aus Friedenfels rund 350 Fotos.

Vorsitzender Josef Siller zeigte sich eingangs überrascht von der großartigen Resonanz. In Bezug auf das Thema des Abends zitierte er Albert Einstein: "Wer das Schöne in der Natur nicht mehr sieht, der ist tot." Siegfried Steinkohl habe die außerordentliche Begabung, dieses Schöne in der Natur zu entdecken, mit seiner Kamera festzuhalten und weiter zu vermitteln.

Siller betonte, dass der Bund Naturschutz für Biodiversität und Artenvielfalt und damit für die Rettung der Schöpfung stehe. "Wir haben hier in der nördlichen Oberpfalz - Gott sei Dank - eine Heimat, die naturgemäß in Ordnung ist." Man sei weiter bestrebt, Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen zu schaffen, auch wenn damit keine leichte Pflegearbeit verbunden sei. Siller freute sich, dass mit dem Teichelberg ein einzigartiges "Urwaldgebiet" zu den Naturschätzen in der nördlichen Oberpfalz gehöre.

Rund 90 Minuten lang nahm Siegfried Steinkohl die Gäste mit auf eine kurzweilige Bilderreise durch die nördliche Oberpfalz. Dabei ging er zunächst auf verschiedene Örtlichkeiten ein, darunter Vulkangebiete und Naturschutzgebiete. Der Hobbyfotograf, der seit seinem 16. Lebensjahr mit der Kamera unterwegs ist, zeigte auch Makroufnahmen von Tieren und Pflanzen. So kamen Details zum Vorschein, die dem menschlichen Auge meist verborgen bleiben. Auch zeigte er Arten, die in Biotopen wieder heimisch geworden sind. Die Besucher, unter ihnen ebenfalls einige Hobbyfotografen, zeigten sich begeistert von den tollen Aufnahmen und bedachten die Vorführung mit viel Applaus.

BN-Kreisvorsitzender Josef Siller merkte im Anschluss an, dass man anhand der Bilder auch sehen könne, was der Bund Naturschutz zum Erhalt der Artenvielfalt beigetragen habe. Leider, so Siller, könne nun der Klimawandel vielen Bemühungen einen Strich durch die Rechnung machen. Anhaltende Trockenheit könne etwa am Teichelberg zu einem folgenreichen Sterben der Buchen führen. "Wenn das Ökosystem hier stirbt, sterben auch 500 Käferarten, die hier zu finden sind", so Siller. "Wir müssen alles versuchen, um den Klimawandel zu stoppen." Man müsse sich auch politisch dafür einsetzen, dass den Kindern und Kindeskindern eine gesunde Umwelt erhalten bleibt.

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