22.01.2019 - 15:14 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Bio-Variance stärkt Kapitalbasis durch neue Investoren

Die Bio-Variance GmbH aus Waldsassen ist mit der Aufnahme zweier neuer Gesellschafter einen wichtigen strategischen Schritt zur zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens gegangen. Sie holt zwei Investoren ins Boot.

Ein Großteil des aktuell 19 Leute zählenden Teams der Firma Bio-Variance mit Gründer und Geschäftsführer Dr. Josef Scheiber (Zweiter von rechts). Firmensitz ist nach wie vor das Gründerzentrum Waldsassen, in zwei großen Büros und zwei Hallen. Im Laufe des Jahres 2019 soll der Umzug in größere Räumlichkeiten in Tirschenreuth folgen.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Zum Jahresbeginn hat das Unternehmen laut Pressemitteilung mit der FlemingEnterprise Holding GmbH (Nürnberg) und der Blaugold Investment GmbH (München) zwei Investoren gewonnen, "die für eine Minderheitsbeteiligung an der Bio-Variance GmbH einen mittleren siebenstelligen Betrag einbringen". Mit dem eingeworbenen Kapital wolle Gründer und Geschäftsführer Josef Scheiber die Firma zu weiterem Wachstum im Bereich Angewandte Präzisionsmedizin führen. "Insbesondere sollen Vertriebsstrukturen gestärkt und internationale Marktzugänge entwickelt werden." Ebenfalls im Fokus stehe die Weiterentwicklung bestehender und neuer Produkte und Dienstleistungen, darunter eine App-Anwendung für Patienten und Ärzte. Begleitet werde die Aufnahme neuer Investoren durch den Beginn einer Kooperation mit der Managementberatung Oberender AG (Bayreuth/München). Diese unterstütze bei der Entwicklung und Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Internationalisierung von Bio-Variance, der geplanten Produktentwicklung sowie der Professionalisierung des Vertriebs. Ein weiterer Schwerpunkt werde auf der Beratung der Firma in regulatorischen Rahmenbedingungen, beispielsweise gegenüber den deutschen Kostenträgern liegen.

Bio-Variance ist ein 2013 gegründetes Bioinformatik-Unternehmen aus Waldsassen. Die 19 Mitarbeiter analysieren und interpretieren komplexe biomedizinische Daten. Sie identifizieren damit biologische Signaturen von Patienten. Dies dient unter anderem zur individuellen Anpassung der Medikamentation, beispielsweise bei onkologischen oder psychiatrischen Indikationen.

"Das hat sich schön ergeben", so Scheiber auf Anfrage von Oberpfalz-Medien über die Kooperation und verrät, dass der erste Kontakt mit den Partnern zufällig entstanden ist - bei einer Fachtagung in München. Dort hatte Scheiber mit einem kritischen Statement zum Datenschutz im Gesundheitswesen auf sich aufmerksam gemacht.

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