16.08.2018 - 12:55 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Chodauer Heimattreffen erstmals in Chodov

Gäste aus Waldsassen beteiligen sich an dreitägigen Feierlichkeiten in der tschechischen Partnerstadt.

Die Verantwortlichen des 32. Chodauer Heimattags, Milos Bilolafek (links), Heimatpfleger der Stadt Chodov, und Josef Moder (Zweiter von links), Vorsitzender des Heimatausschusses, mit den beiden Bürgermeistern Patrik Pizinger und Bernd Sommer (rechts).
von Autor TMLProfil

Der traditionelle Chodauer Heimattag fand heuer erstmals in der Stadt Chodov bei Karlsbad statt, und zwar in Verbindung mit dem dortigen Laurentius-Fest. Weil im Juli 1956 die Patenschaft zwischen der Stadt Waldsassen und den Heimatvertriebenen aus Chodau begründet wurde und es schon im Mittelalter enge historische Verbindungen zwischen Chodau und dem damaligen Kloster Waldsassen gegeben hatte, war es seither alle zwei Jahre zum Heimattreffen der Chodauer Landsleute in der Klosterstadt gekommen. Wegen der langjährigen guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit der Stadt Waldsassen mit der Stadt Chodov entschloss man sich im Januar 2015, eine förmliche Partnerschaft einzugehen. Dadurch wurde auch ein neues Kapitel in den beiderseitigen Beziehungen aufgeschlagen. Als Frucht daraus verlegte man das Heimattreffen 2018 erstmals nach Chodov.

Zum Auftakt der dreitägigen Feierlichkeiten fand sich auch eine Abordnung aus Waldsassen in Chodov ein. Nach dem Empfang durch die beiden Bürgermeister, Patrik Pizinger (Chodov) und Bernd Sommer, ergab sich sogleich ein geselliges Beisammensein im Kulturzentrum, wozu auch die stimmungsvolle musikalische Umrahmung durch eine tschechische Kapelle beitrug. Dabei wirkte auch Altbürgermeister Josef Horak mit. Nach dem gemeinsamen Abendessen zeigten der Heimatpfleger der Stadt Chodov, Milos Bilolafek, und der Vorsitzende des Chodauer Heimatausschusses, Josef Moder, in einem Lichtbildervortrag interessante Fotos mit alten Ansichten der Stadt Chodau.

In der Pfarrkirche von Chodov wurde am nächsten Tag ein Pontifikalamt mit dem emeritierten Bischof Frantisek Radkovsky gefeiert. Anschließend folgte die Kranzniederlegung durch die Eghalanda Gmoi Waldsassen für die Toten der Heimat beim Denkmal im städtischen Friedhof. Am Nachmittag gab es Gelegenheit zur Teilnahme am Laurentius-Fest mit einem mittelalterlichen Markt, vielen Attraktionen und mehreren Musikkapellen. Den Tag beschloss das Konzert mit dem Titel „Perlen der spirituellen Musik“ in der Laurentius-Kirche. Das Treffen klang am dritten Tag aus mit einem Busausflug der Teilnehmer nach Tachov und weiteren Städten in Westböhmen.

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