17.10.2019 - 16:58 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Einbruchsicherheit ist oberstes Gebot

Nach der Herbstversammlung steht die Sicherheit für die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Waldsassen an oberster Stelle. Dieter Melzner von der Kriminalpolizei Weiden behandelte in seinem Vortrag das Thema Einbruchsschutz.

Dieter Melzner von der Kripo Weiden (im Bild zusammen mit Vorsitzendem Klaus Schuster, rechts) sprach bei der Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins über Einbruchsschutz.
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Anfangs stellte Melzner heraus, dass die Anzahl der Wohnungseinbrüche insgesamt rückläufig sei; die Anzahl der Einbruchsversuche sei aber gestiegen. Dies führte der Referent auf eine gute Vorsorge beim Einbruchsschutz zurück.

Nachrüstung bringt Erfolg

Der Referent ging auf die mechanischen Anforderungen ein. Melzner betonte, dass alles was die Bezeichnung DIN 1627 auf Fenster und Türen aufweist, auch vonseiten der Polizei empfohlen wird. Das Ersetzen von alten Türen und Fenstern sei oftmals nicht erforderlich. Ein Nachrüsten, etwa mit einem sogenannten Panzerriegel, oder ein Scharnieraustausch sei durchaus möglich und erfolgversprechend, ebenso vergitterte Fenster. Diese hätten den positiven Nebeneffekt, dass auch in Abwesenheit gelüftet werden könne.

Rollläden bieten nach den Worten von Melzner keinerlei Einbruchsschutz und sind deshalb als Schutz ungeeignet. Der für Rollos angebotene "Einbruchsschutz" stellt laut Melzner kein Hindernis für Einbrecher dar. Als weiteren Angriffspunkt nannte der Beamte Keller- bzw. Lichtschächte. "Hier benötigt man ein stabiles und von unten befestigtes Metallgitter, um Schutz vor Einbrechern zu haben", wird der Referent in der Pressemitteilung zitiert. Ein weiteres Thema war die Einbruchmeldetechnik. Diese verhindere keinen einzigen Einbruch sondern sorge nur dafür, dass Einbrecher entdeckt werden. Melzner ging auf die Fenster und Türüberwachung und Bewegungsmelder ein. Billigangebote aus dem Internet böten lediglich eine Alibifunktion und sollten daher keine Verwendung finden. Richtige Überwachungs- und Alarmanlagen kosten den Angaben zufolge in der Regel um die 5000 Euro. Gute Anlagen ließen sich über Schlüssel, Chips, Mobiltelefone und Computer ein- und ausschalten. Wichtig hierbei sei die Videoüberwachung beziehungsweise -aufzeichnung. Diese müsse in guter und vor allem beweiskräftiger Qualität funktionieren.

Tresore mit Zahlencode

Mittlerweile sei eine komplette Vernetzung mittels "Smarthome" oder "Fingerprint" möglich. Tresore sollten mittels Zahlencode und nicht mit einem Schlüssel zu öffnen sein, riet Melzner. Allerdings böten Tresore nur einen bedingten Schutz: Ab 300 °C verbrenne der gesamte Inhalt durch Selbstentzündung. "Ich biete eine 100-prozentige Erfolgsquote: Alles was ich empfohlen und erklärt habe, hat auch funktioniert", so Melzner am Ende seines Vortrags.

Der Beamte verwies auf die Zuschussmöglichkeiten für Einbruchssicherungsmaßnahmen bis zu 1500 Euro. Der Antrag müsse aber vorher gestellt werden. Melzner steht auch für Beratungsgespräche zur Verfügung, Terminabsprache unter Telefon 0961/401-258.

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