Zur Eröffnung der Krippenausstellung im Egerland-Kulturhaus in Marktredwitz Ende November waren auch die Waldsassener Krippenfreunde eingeladen. Sie kamen mit dem Bischof ins Gespräch und fachsimpelten mit dem erklärten Krippen-Liebhaber.
„Dann kommen Sie halt mal“, erinnert sich Karl Rothenaichner an das spontane Angebot von Dr. Voderholzer an ihn und die mitgereisten Krippenfreunde – Albert Schneider, Walter Fiedler, Hans Zölch und Robert Treml. Worauf die Waldsassener nicht lange zögerten, sich einen Termin geben ließen und nun in die Domstadt starteten.
Eineinhalb Stunden
Beim Erzählen der Erlebnisse sind die Waldsassener noch Tage später schwer beeindruckt. „Fünf bis sechs Räume, alles voller Krippen“, schwärmt Rothenaichner über die große Sammlung. „Wir waren alle hellauf begeistert.“ Vor allem dass der Bischof selbst sich gut eineinhalb Stunden für die Gäste aus dem Stiftland Zeit nahm, hatten die Besucher nicht erwartet.
Besonders beeindruckend für die Besucher war die große Jahreskrippe mit Darstellungen von Mariä Verkündigung bis Christi Himmelfahrt. „Wollt’s einen Gloria-Schnaps?“, habe der Bischof die Waldsassener gefragt, worauf diese meinten, es handele sich um eine Spirituose – benannt nach der Fürstin. Das korrigierte der Bischof aber schnell, wie Rothenaichner erzählt: Gloria-Schnaps stehe für „Gloria in excelsis Deo“ – Ehre sei Gott in der Höhe.
Lebkuchen-Präsent
Fürstin Gloria kam aber dennoch zur Sprache: Ein Paket mit den einst von ihr gelobten Lebkuchen aus der Waldsassener Manufaktur hatten die Besucher als Präsent mitgebracht. Bischof Rudolf zeigte sich nach den Worten von Rothenaichner auch sehr interessiert an der Arbeit der Interessengemeinschaft. Sie zeichnet etwa für den kleinen Krippenweg am Brunnen am Johannisplatz verantwortlich. Dann sind da noch die Krippenbau-Kurse in der Mittelschule Waldsassen. „Macht’s nur weiter so“, sagte der Bischof, als er die mitgebrachten Zeitungsausschnitte mit Berichten über die Arbeit der Waldsassener betrachtete. Die Waldsassener Krippenfreunde besuchen alljährlich eine Krippenausstellung. Unter anderem führte eine Tour das Quintett zu einer Krippenschau im Stift Stams in Tirol, dem Heimatkloster des früheren Spirituals Pater Gabriel Lobendanz.
Weitere Ziele waren Ausstellungen im Nationalmuseum in München und in Regensburg. Der Besuch im Ordinariat aber, sagt Rothenaichner, sei zweifellos der Höhepunkt der bisherigen Fahrten gewesen.



















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