04.12.2020 - 17:27 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Florian Lanz spricht bei Markus Lanz über seine Zeit als Corona-Patient

Im Frühjahr infizierte sich der 29-Jährige Florian Lanz aus Waldsassen mit Covid-19. Über den schweren Verlauf der Krankheit und darüber wie es ihm heute geht, sprach er am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz.

Der Waldsassener Florian Lanz berichtete in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz über seine Corona-Erkrankung.
von Lucia Seebauer Kontakt Profil

"Wenn einer weiß, wie heimtückisch diese Krankheit tatsächlich ist, dann ist das unser Gast", begrüßte Moderator Markus Lanz am Donnerstag den Waldsassener Florian Lanz. Der 29-Jährige saß in der ZDF-Talkshow neben Spiegel-Journalist Class Meyer-Heuer, Lungenärztin Dr. Jördis Frommhold und noch Juso-Vorsitzendem Kevin Kühnert. "Ausschlaggebend, dass sich die Redaktion bei mir gemeldet hat, waren die Berichte vom Bayerischen Rundfunk und Sat-1 über meine Rehazeit", sagte Florian Lanz auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien am Tag nach der Ausstrahlung.

Er war im März an Covid-19 erkrankt, befand sich 13 Tage im künstlichen Koma und hat am eigenen Leib gemerkt, wie hart das Coronavirus zuschlagen kann. Die Einladung habe, im Hinblick auf eine Einschaltquote von rund 3 Millionen Zuschauer, zunächst für ein mulmiges Gefühl bei dem Waldsassener gesorgt. "Aber im Endeffekt habe ich in den drei Wochen im Vorfeld mit der Redaktion alles besprochen, wie es laufen soll." Sein Besuch in Hamburg wurde durch das ZDF organisiert. "Ich wurde vom Bahnhof abgeholt. Von dort ging es direkt ins Studio, dann Briefing, Maske und schon ging es los", sagt er mit Blick auf die Aufzeichnung am Mittwoch.

"Wie geht es Ihnen heute?", fragte Markus Lanz in der Sendung. "Mir geht es recht gut", antwortete der Produktionsleiter vom Radhersteller Ghost. Mit Eigeninitiative und Reha-Behandlung sei er zwar nicht bei vollen 100 aber dafür bei 98 Prozent seiner Gesundheit. Noch immer habe der 29-Jährige ein neurologisches Taubheitsgefühl in seiner rechten Hand und in seinem Gesicht zeugt eine Narbe von der Tortur, die er erlebt hat. Die kam durch das Lagern im Krankenhausbett. "Da hat sich mein Gesicht wund gelegen", erklärte er offen und souverän. Allerdings habe er keine Gedächtnisprobleme oder Wortfindungsstörungen, wie es andere Corona-Patienten nach einem schweren Verlauf erfahren.

"Ich hatte am meisten Schiss, dass ich mich verplappere", berichtet Florian Lanz am Freitag. Moderator Markus Lanz habe ihm vor der Sendung beruhigt und darauf hingewiesen, dass es darum ging, wahrheitsgemäß seine Geschichte zu erzählen. So war auch die Querdenker-Bewegung in Deutschland eine Motivation für den 29-Jährigen, sich im Fernsehen zu zeigen. "Wenn es nur einen gibt, der jetzt anders denkt, ist damit schon etwas erreicht", so der Waldsassener.

Bis heute habe er keine Ahnung, wie er sich angesteckt haben könnte. "Also man weiß jetzt im Nachhinein, dass aus unserem Landkreis drei Busse in Ischgl waren und die haben das Virus angeblich mit raufgebracht", sagte er bei Markus Lanz. Aber: "Ich habe keinen getroffen, der in Ischgl war." Seine Freundin Romina war nicht mit dem Coronavirus infiziert. "Sie ist getestet worden und war negativ. Sie hat auch keine Antikörper." Der 29-Jährige hat dagegen noch immer Antikörper: "Es hat etwas nachgelassen, aber es sind noch viele da", berichtete er.

Die ganze Geschichte über den Krankheitsverlauf von Florian Lanz aus Waldsassen

Waldsassen

Die aktuelle Folge von der ZDF-Talkshow mit Markus Lanz finden Sie hier

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