24.05.2019 - 13:25 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Glanzstunden der Kirchenmusik

Nach der Rückkehr aus Südmähren bleibt für den Chor der Basilika Waldsassen keine Zeit zum Ausruhen. Neben der Gestaltung der Liturgie Sonntag für Sonntag stehen weitere besondere Projekte an – etwa ein großes Jubiläum im Spätsommer.

Ein erster Akzent zum Jubiläum "50 Jahre Basilika Waldsassen" sind die beiden stattlichen Lindenbäume, die seit einigen Tagen das Hauptportal zieren.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Am 15. September feiert die katholische Pfarrei "50 Jahre Basilika". Ein "erster Akzent" zu den Festlichkeiten, so Stadtpfarrer Thomas Vogl auf Anfrage, sollen die beiden stattlichen Lindenbäume am Basilika-Hauptportal sein. Darüber weist das bronzene päpstliche Wappen seit einem halben Jahrhundert darauf hin, dass die frühere Stiftskirche des Zisterzienserordens als besonderen Gebetsort der römisch-katholischen Kirche auszeichnet.

Wie vor 50 Jahren

In den Jubiläumstag mit eingebunden ist auch die Wallfahrt zum Gschändeten Heiland. Bei der Gestaltung des Festgottesdienstes mit Generalvikar Prälat Michael Fuchs spielt der Chor der Basilika unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter eine gewichtige Rolle. Die Probenarbeit hat bereits begonnen. Aufgeführt wird die Cäcilienmesse.

Das Werk von Charles Gounod für drei Solostimmen, vierstimmigen Chor, Orchester und Orgel ist der heiligen Cäcilia gewidmet, der Schutzpatronin der Kirchenmusik. Die Cäcilienmesse war bereits bei den Feierlichkeiten 1969 aufgeführt worden.

Zuvor stehen weitere Projekte an - etwa die Gestaltung des 25. Priesterjubiläums von Stadtpfarrer Thomas Vogl am 23. Juni mit der Missa solemnis in C (KV 337) von W. A. Mozart. Während der Feier wird ein Festgesang, den Andreas Sagstetter zum Jubiläum und zur Promotion von Pfarrer Vogl komponiert hat, uraufgeführt.

Am 4. August - an dem auch das Heilige-Leiber-Fest gefeiert wird - gestaltet der Chor der Basilika die Feier der Nachprimiz von Gregor Schuller OSB. Er wird am 6. Juli in Metten zum Priester geweiht. Zur Feier in Waldsassen wird der Basilikachor die Missa Metamensis musizieren. Das Werk hatte Frater Gregor Schuller - ehemals Praktikant in der Pfarrei Waldsassen - 2016 zur 1250-Jahr-Feier der Benediktiner-Abtei Metten komponiert.

Waldsassen

"Die Kirchenmusik hat hier in Waldsassen einen besonderen Stellenwert. Deshalb gehört zu einem festlichen Gottesdienst auch die entsprechende Musik", so Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter über die besonderen Herausforderungen in den nächsten Wochen. "Die Mühen im Vorfeld dazu nehmen wir gerne auf uns", so der 45-Jährige Chorchef über sich und seine gut 40-köpfige Truppe.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Herbstkonzert am 10. November in der Basilika Waldsassen, wieder zusammen mit dem Chor Rastislav aus Brünn/CZ. Zur Aufführung kommt die Kantate "Wachet auf ruft uns die Stimme" BWV 140 von Johannes Sebastian Bach und das Requiem op. 48 von Gabriel Fauré.

Beide Chöre studieren die Werke mit ihren jeweiligen Leitern - Andreas Sagstetter und Jaroslav Martinásek - separat ein. Beide können sich darauf verlassen: Die Ensembles sind inzwischen so gut aufeinander eingespielt, dass die Aufführung in der Basilika nach nur einer großen gemeinsamen Probe am Vortag reibungslos und erfolgreich laufen kann.

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