11.06.2021 - 15:07 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Grenzübergang Waldsassen-Eger vier Wochen gesperrt

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Monatelang war die Verbindung zwischen den Nachbarstädten Waldsassen und Eger abgeriegelt. Bald wird das wieder so sein. Corona ist diesmal aber nicht die Ursache.

Noch können Fahrzeuge den Grenzübergang Waldsassen-Eger nutzen. Ab 5. Juli ist er aber für vier Wochen gesperrt.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Der Grenzübergang Waldsassen-Cheb (Eger) ist voraussichtlich vom 5. bis zum 30. Juli nicht passierbar. Eine entsprechende Information auf der Internetseite der Stadt Cheb bestätigte Markus Weiß von der Dienststelle Weiden des Staatlichen Hochbauamts auf Anfrage von Oberpfalz-Medien.

Der Sprecher kündigte für kommende Woche eine offizielle Mitteilung der Behörde an. Hintergrund ist die Erneuerung der Fahrbahndecke der vor 15 Jahren neu errichteten Bundesstraße 299: Sie führt vom Grenzübergang an der Ortschaft Hundsbach vorbei und endet an der Schirndinger Straße.

Berufspendler auf Schleichwegen

Die Maßnahme auf deutscher Seite ist mit den tschechischen Verkehrsbehörden eng abgestimmt. Denn es soll vermieden werden, dass Berufspendler Schleichwege nehmen – etwa über Hundsbach oder über den Fußgänger- und Radweg. Polizei, Feuerwehren und Notarztfahrzeuge dürften die Fahrbahn benutzen.

Deshalb ist den Angaben zufolge eine umfangreiche Beschilderung und eine Sperrung auf tschechischer Seite organisiert worden – in Richtung Waldsassen ab dem Kreisverkehr im Bereich des Asia-Markts und der Tankstellen. Umleitungen über Schirnding seien ausgeschildert. Aus Richtung Waldsassen wird die Bundesstraße ab der Kurve beim Regenerierungswerk Bergauer für den Durchgangverkehr gesperrt sein, informierte Weiß auf Anfrage.

Erhöhte Verkehrsbelastung

Neuen Richtlinien zufolge müsse wegen der erhöhten Verkehrsbelastung der Straßenunterbau der Bundesstraße 299 im betreffenden Abschnitt verstärkt werden. Dazu müssten die Fahrbahndecke abgefräst, eine zusätzliche Tragschicht eingebaut und die Straße neu asphaltiert werden.

„Eine gute Frage“, bemerkt der Sprecher der Behörde zum Einwand, warum die Maßnahme nicht in Angriff genommen wurde, als die Grenze wegen der Corona-Gegenmaßnahmen mehrere Wochen geschlossen war. Markus Weiß führt vor allem haushaltsrechtliche Gründe an. Außerdem brauche es für so ein Projekt schon auch einen gewissen zeitlichen Vorlauf.

Dabei spielt nach den Worten von Weiß auch die Vergabe der Aufträge unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben eine Rolle. Die derzeit noch gültige Sperrung der Bundesstraße 299 durch die Innenstadt von Waldsassen für den Schwerlastverkehr sei aber ein wesentlicher Grund für die Arbeiten zum jetzt gewählten Termin.

Bereits im März 2020 ist die Grenze komplett abgeriegelt worden

Waldsassen
Hintergrund:

Während der Arbeiten Umleitung über Schirnding

  • Auf einer Länge von 2,9 Kilometern werden auf der vor 15 Jahren errichteten Bundesstraße 299 der Unterbau verstärkt und die Fahrbahndecke erneuert. Die Arbeiten beginnen aus Richtung Waldsassen bei der Einmündung der Schirndinger Straße (Staatsstraße 2178) und enden etwa 700 Meter vor dem Grenzübergang.
  • Die Straßenbaumaßnahme kostet rund 700.000 Euro.
  • Berufspendler müssen während der Arbeiten eine Umleitung über Schirnding benutzen.
  • Zunächst war von einer Komplettsperrung bereits ab Mitte Juni die Rede. Bei einem Termin vor Ort am Donnerstag wurde offenbar der neue Zeitraum (5. bis 30. Juli) für die Sperrung fixiert.

 

 

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