01.03.2021 - 12:19 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Großfeuer bei der Firma Fastner hat Folgen für die Glashütte Lamberts

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Von den Folgen des Großfeuers bei der Firma Fastner ist auch die Glashütte Lamberts in Waldsassen betroffen: Der Hersteller von mundgeblasenem Flachglas bezieht seit vielen Jahren die Glasschmelzhäfen von dem Unternehmen in Elisenfels.

Bei der Herstellung von mundgeblasenem Flachglas in der Glashütte Lamberts (Bild) kommen auch die Schmelzglashäfen der Firma Fastner aus Elisenfels zum Einsatz.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

"Das ist auch für uns ein schwerer Schlag", erklärt Robert Christ von der Glashütte Lamberts im Zusammenhang mit dem Großfeuer in der Nacht zum Samstag: In Elisenfels bei Arzberg ist das Fabrikgebäude der Firma Fastner abgebrannt. Das Unternehmen stellt Glasschmelzhäfen her, die auch bei der Fertigung in Waldsassen verwendet werden.

Intensive Gespräche

"Die Häfen sind für die Produktion ein wesentlicher Bestandteil", informiert Christ über die Produkte des Unternehmens im Röslautal, dessen Gebäude jetzt in Schutt und Asche liegen. "Wir haben uns schon am Samstagnachmittag getroffen und geschaut, was wir machen können."

Damit die Produktion bei Lamberts möglichst ohne große Beeinträchtigungen fortgesetzt kann, sind bereits am Wochenende intensive Gespräche geführt worden. "Wir werden eine Lösung finden."

Markt weltweit überschaubar

Es müssten noch Daten gesammelt werden, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. Der Markt für derartige Produkte, wie sie die Firma Fastner anbietet, sei weltweit überschaubar. Die Glashütte müsse nun versuchen, die Häfen vorübergehend von einem anderen Anbieter zu bekommen. "Wir sind sehr gut vernetzt", erklärt Christ.

"Wir haben die Wirtschaftskrise überstanden, wir sind bei Corona dabei und wir werden auch hier eine Lösung finden."

Lamberts-Prokurist Robert Christ

Lamberts-Prokurist Robert Christ

In der denkmalgeschützten Fertigungshalle der Glashütte Lamberts sind 12 der Glasschmelzhäfen im Einsatz, wie sie bei der Firma Fastner hergestellt werden. Die Bottiche müssen extrem hohe Temperaturen aushalten und sind deswegen nur begrenzt haltbar. Alle sechs bis acht Wochen, so Christ auf Anfrage, müssten die Häfen ausgetauscht werden.

Christ ist guter Dinge, dass sich die unvorhersehbare Situation meistern lässt. "Wir haben die Wirtschaftskrise überstanden, wir sind bei Corona dabei und wir werden auch hier eine Lösung finden", zeigt sich der Lamberts-Prokurist optimistisch.

Der Bericht über das Brandunglück

Arzberg
Hintergrund:

Messen weltweit abgesagt: Lamberts auf Online-Kanälen

  • Wegen der Corona-Pandemie sind weltweit die Messen, bei den die Glashütte Lamberts in normalen Zeiten präsent ist, abgesagt worden. Die dafür vorgesehenen finanziellen Mittel wurden anderweitig verwendet.
  • Der Online-Auftritt sei komplett überarbeitet worden, so Prokurist Robert Christ mit dem Hinweis auf eine neue Seite, die voraussichtlich April/Mai abrufbar sein wird.
  • Videos sind für die Glashütte künftig ein wesentliches Marketing-Instrument. Dazu wird es laut Christ einen eigenen Youtube-Kanal geben, außerdem werden weitere Kanäle gepflegt.
  • So gibt es etwa Anwender-Videos für Verarbeiter. Außerdem werden diese in Beiträgen erzählen, warum sie mundgeblasenes Lamberts-Flachglas verarbeiten.

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