Von der Gruft bis zur Empore der Basilika

Waldsassen
08.09.2022 - 12:21 Uhr

Großes Interesse finden die Stiftlandtage des Zweckverbands Ikom Stiftland. Zum Auftakt der erstmals angesetzten Veranstaltungsreihe fanden 50 Interessierte vor den Toren der Basilika zusammen. "Von der Gruft bis zur Empore" lautete der Titel einer Tour durch die Kirche. Begrüßt wurden die Teilnehmer im Namen der Ikom von Bettina Hoyer, die eine ganz besondere Führung ankündigte. Zweiter Bürgermeister Karlheinz Hoyer überbrachte den Gruß der Stadt Waldsassen. "Stadt und Kloster arbeiten eng zusammen und stehen beieinander", sagte Hoyer und wünschte den Besuchern viele starke Eindrücke.

Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden die Teilnehmer von Rosemarie Ackermann und Gerald Hruby durch das Gebäude geführt. In der Gruft verwies Rosemarie Ackermann darauf, dass die 82 Meter lange Anlage die größte in ganz Süddeutschland sei. Letztmals wurde die Gruft in den Jahren 2013 bis 2017 saniert, eingebaut wurden dabei unter anderem handgemachte Fliesen. Weiter erfuhren die Gäste, dass die Gruft den Bürgerinnen und Bürgern in beiden Weltkriegen auch als Schutzbunker diente. Ackermann erläuterte auch, dass in der Gruft 77 Mönche ihre letzte Ruhestätte gefunden hätten - ursprünglich seien es sogar mal 202 Mönche gewesen. In eigenen Grabstellen untergebracht sind verstorbene Äbte. Ebenfalls in der Gruft gelagert ist der ehemalige Volksaltar der Basilika. Wissenswertes hörten die Teilnehmer danach über die weiteren Teile der Basilika. Eine abschließende Andacht widmete Gertrud Hankl der heiligen Ursa - die einzige Frau unter den Heiligen Leibern in der Basilika. Im Alter von nur 26 Jahren war sie im dritten Jahrhundert nach Christus verbrannt worden.

 
 

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