11.09.2019 - 11:05 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Heimat mit Potenzial

Feuer-Grillshow, Teller-Anrichteperformance, Führung durch den Mitterhof, Bierbrauen zum Mitmachen und großes Kinderprogramm. Nur einige Punkte bei der Präsentation der Heimatunternehmen am Mitterhof bei Waldsassen. Der Eintritt ist frei.

Symbolbild für die Heimatunternehmen des Landkreises. Unter dem Motto „Dou gaid wos“, stellen sich am 15. September 15 von ihnen auf dem Gelände der Straußenfarm von Matthias und Kerstin Frank am Mitterhof vor.
von Norbert Grüner Kontakt Profil

"Das wird ein ganz besonderes Fest", versprechen Alfred Wolf, Koordinator der Initiative Heimatunternehmen, sowie Chriska Wagner, Ida Petioka und Cornelia Müller vom Organisationsteam. Anlässlich des zweiten Geburtstages der Initiative Heimatunternehmen Bayern, das als Pilotprojekt in Tirschenreuth gestartet ist und dessen Netzwerk sich mittlerweile über den gesamten Freistaat erstreckt, präsentieren sich am 15. September auf der Straußenfarm am Mitterhof 15 Heimatunternehmen.

Nach außen tragen

Von hier aus wolle man die Botschaft nach außen tragen, was sich im Landkreis innerhalb dieser zwei Jahre heimatunternehmerisch alles getan habe. Als Attribut dazu fällt Alfred Wolf spontan "phänomenal" ein. Es sei grandios, von wie vielen Menschen im Landkreis die Philosophie Heimatunternehmen mittlerweile gelebt werde. Hier seien kreative Gestalter und Macher unterwegs, die ihre Ideen umsetzten und die Region positiv mitgestalteten. Ein tolles Instrument für die ländliche Entwicklung, bei dem der Mensch im Mittelpunkt stehe, so der Sprecher weiter.

Wir stellen die einzelnen Heimatunternehmen nach und nach vor:

Mit dem Netzwerk Heimatunternehmen habe man eine Potenzial-Entwicklungsplattform geschaffen. Das wolle man am 15. September von 10 bis 17 Uhr unter der Überschrift "Bühne der Heimatunternehmen" der Öffentlichkeit am Mitterhof näherbringen. Aktuell umfasse die Liste der Heimatunternehmen 25 Namen aus dem gesamten Landkreis. Unter dem Motto "Dou gaid wos", sind 15 von ihnen dabei und bespielen das riesige Areal. Ganz bewusst habe man den Ausdruck bespielen - im Sinne des Theaters - benutzt, denn es werde dabei recht theatralisch zugehen.

Unorthodoxe Präsentation

Heimatunternehmen schafften sanfte Standortfaktoren für die Region unter anderem in den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport, Gesundheit und Ökologie, sagt Wolf, der eine ganz besondere Präsentation, moderiert von Thomas Bärthlein von OTV, verspricht. Das Organisationsteam arbeite seit Anfang Juli an einer Möglichkeit, wie sich diese Aspekte auf unübliche Weise in Szene setzen ließen. Es gehe darum, auf unorthodoxe Weise darzustellen, was das jeweilige Heimatunternehmen ausmache und wie man das am besten in Szene setzen könne. "Wir wollen die Authentizität der jeweiligen Teilnehmer inszenieren", sagt Chriska Wagner, die selbst vom Theater kommt.

Auf dem Mitterhof richte sich jeder Teilnehmer sein eigenes "Wohnzimmer" ein. Denn bei allen Heimatunternehmen seien die Ideen für ihre Projekte in den heimischen Wohnzimmern entstanden. In der Sitzgruppe um den Wohnzimmertisch herum könne der Besucher die Menschen kennenlernen, die für das jeweilige Unternehmen stehen. "Die Wohnzimmer sind begehbare Installationen", erklärt Chriska Wagner. Die Künstlerinnen des Badehauses Maiersreuth arbeiten dabei eng mit den Schauspielern des Modernen Theaters Tirschenreuth zusammen und entwickeln ein Theaterkonzept für diesen Tag. Es werde Erlebnisse geben, die durch Schauspieler ausgelöst werden. Eine Bühne in dem Sinn gäbe es nicht. Die Schauspieler seien mitten unter den Gästen, die von ihnen abgeholt und dort hingebracht würden, wo es gerade besonders spannend sei. Signal könne dabei das Platzen einen Ballons sein oder ein lauter Aufschrei. Die Wohnzimmer seien im Zentrum des Vierseitshofs aufgebaut und bestehen aus Holzkonstruktionen, die mit Sonnensegeln überdacht sind. Die Konstruktionen haben unterschiedliche Größen und beinhalten manchmal auch mehrere "Wohnzimmer" oder eben nur eines. Diese Konzeption sei die Spielwiese der Architektin Cornelia Müller vom Organisationsteam.

Freier Eintritt

Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei. Weil sich die Parksituation im Bereich Mitterhof nicht ganz einfach gestaltet, haben die Verantwortlichen zusammen mit der Stadtverwaltung eine Lösung gefunden die vorsieht, dass die Straße nach Hundsbach an diesem Tag Richtung Mitterhof als Einbahnstraße gewidmet wird und Autos rechts und links am Straßenrand geparkt werden dürfen. Ausfahren kann man dann über die Ortsumgehung bei Hundsbach. Weitere Informationen: www.heimatunternehmen.bayern

Information:

Am 15. September sind am Mitterhof dabei: der Zauberer von Bärnau, der Spitzenkoch aus Altmugl, der Straußenwirt vom Mitterhof, die Kräuterarchitektin vom Tannenhäusl, die Künstlerinnen vom Badehaus, die Theatermacher aus Tirschenreuth, die Griller vom Stiftland, das Energiepaar aus dem Steinwald, die Experimentalarchäologen aus Bärnau, die Mühlenleut' aus Mähring, die Ackerbürger aus Bärnau, die Lamaflüsterin aus Terschnitz, die Naturgenießer aus Neusorg und die Geschichtsvermittler aus Bärnau.

Chriska Wagner, Alfred Wolf und Ida Petioka (von links) haben die Aktion am Mitterhof maßgeblich geplant.
Hintergrund:

Sinn und Zweck der Veranstaltung sei es, den Begriff Heimatunternehmen besser in den Köpfen der Menschen zu verankern. Dabei solle der Wert der Unternehmen vermittelt werden und der sei nicht nur materieller Art, sondern berücksichtige vor allem auch den ideellen Wert des Begriffs Heimat, erklärt Wolf. "Wir wollen zeigen, welches Potenzial in der Region steckt, um weitere kreative Köpfe zu motivieren und Förderer zu generieren, ganz nach dem Motto: "Es hieß immer das geht nicht, dann kam einer der hat das nicht gewusst und hat es einfach gemacht." Am darauffolgenden Montag tagen die anwesenden sogenannten "Supported Leader" aus der Rhön, dem Allgäu, aus Schwaben, Niederbayern, Oberbayern und weiteren Regionen zusammen mit dem Koordinator Alfred Wolf und seiner Mitarbeiterin Ida Petioka im Haus St. Joseph, um das nächste Heimatunternehmer-Forum am 10. und 11. Oktober in Waldberg bei Zwiesel vorzubereiten. Alfred Wolf weist darauf hin, dass das Projekt Heimatunternehmen eine Initiative des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) ist. Mit dem ALE Tirschenreuth arbeite man hervorragend zusammen. Dort habe man mit Willi Perzl das perfekte Bindeglied.

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