04.10.2020 - 16:24 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Der Himmel strahlt über Waldsassen

Besser hätte die Feier kaum gelingen können. Zum 25. Weihejubiläum von Äbtissin Laetitia Fech begleitete strahlender Sonnenschein den Festgottesdienst. Er war ins Freie verlegt worden, damit mehr Gläubige dabei sein konnten.

von Josef RosnerProfil

Hauptzelebrant des Festgottesdienstes am Samstagvormittag unter freiem Himmel im Pausenhof war Abtpräses Wolfgang Wiedermann vom Zisterzienserstift Zwettl (Österreich). In seiner Predigt sagte der Gast: „Gott hat dich in diese Aufgabe berufen, Gott schenkt dir Kraft, dass du diese Aufgabe schaffst.“ Der Ordensmann dankte der Äbtissin für die jahrzehntelange Freundschaft.

Musikalisch wurde die knapp zweistündige Feier von Matthias Schraml (Orgel), Stefanie Heinrich (Geige) sowie von den Gesangsolistinnen Christina Jüttner und Luitgard Müller (beide Kirchenchor Mitterteich) gestaltet.

Feierlicher Einzug

Feierlich zogen Ordensleute und Priester ein, darunter Regionaldekan Georg Flierl, der Konnersreuther Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr, Manfred Strigl (Johannisthal), Pfarrer Simon Mayer (Karlstadt) und Pfarrvikar Aloysius Ezeoba. Unter den Gästen waren auch Landrat Roland Grillmeier, Bürgermeister Bernd Sommer und KJF-Direktor Michael Eibl.

„Wir danken für 25 Jahre Mutter Laetitia Fech und erbitten weiter Gottes Segen für ihr Wirken“, hieß Schwester Raphaela Kratzer die Besucher willkommen. „Wo zwei oder drei versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Dieses Wort gilt auch in Corona-Zeiten“, sagte Abtpräses Wolfgang Wiedermann in seiner Begrüßung. Er bat darum, neue Kraft zu schöpfen. „Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Herr bei uns ist. Ja, wir sind auf dem richtigen Weg.“

"Wir sind Freunde geworden"

Gleich zu Beginn erinnerte der emeritierte Abt an das Generalkapitel der Zisterzienser, wo er Äbtissin Laetitia Fech kennenlernte. Im Anschluss besuchte er für vier Tage Waldsassen. „Ja, wir sind Freunde geworden. Wir hatten immer eine schöne Zeit, deshalb bin ich auch zum Festgottesdienst gerne gekommen.“

An die Äbtissin gerichtet sagte der Abt: „Du hast in den vergangenen 25 Jahren Großartiges geschaffen. Dein Vertrauen in Gott ist groß, nur deshalb war es möglich, das Haus in Waldsassen von innen und außen zu erneuern.“

Durchgehalten im Vertrauen auf Gott

In seiner frei vorgetragenen Predigt ging der Abtpräses auf das Evangelium ein. „Wasser schöpfen war damals kostbar und ist es auch heute noch. Die Menschen haben damals tiefe Brunnen gegraben, um die Menschen mit dem kostbaren Nass zu versorgen.“ Jesus sprach von einer sprudelnden Quelle, mit der die Menschen versorgt werden. Der Abtpräses verglich das Schöpfen von Wasser damit, immer etwas herauszuholen aus der Tiefe des Herzens.

"Als du ins Kloster eingetreten bist, hast du sicher nicht gedacht, dass du einmal nach Waldsassen kommst", so der Prediger an die Äbtissin gewandt. "Aber du hast Ja gesagt, immer im Vertrauen auf Gott. Du hast durchgehalten. Du hast schnell gemerkt, was auf dich zukommt.“

"Ich weiß nicht, wie viele schlaflose Nächte du in den vergangenen 25 Jahren hattest", so Abt Wolfgang weiter. Doch der heilige Josef habe in den Sorgen geholfen. Trotz aller Bautätigkeiten sei aber auch die Gemeinschaft wichtig. Sie könne aus dem Brunnen des Glaubens schöpfen. "Ich bin sicher, der Herr ist an eurer Seite. Gott steht den Menschen auch in schweren Zeiten bei", so Abt Wolfgang, dem am Ende der Applaus der Gottesdienst-Besucher gewiss war.

Beim kurzen Festakt im Anschluss gab es eine besondere Überraschung für die Äbtissin

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