17.06.2020 - 10:38 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Holzskulpturen und Malerei

Die Arbeiten von Wolfgang Horn ein Hingucker: Nach edlem Metall hat nun ein Naturmaterial im Kunsthaus-Schaufenster in Waldsassen Einzug gehalten.

Wolfgang Horn hat seine Gedanken über den Coronavirus teils in seinen Werken künstlerisch aufgearbeitet. Wie ein ,schwarzer Faden’ zieht sich sein Gedankengut durch die kleine Ausstellung im Kunsthaus-Schaufenster.
von Ulla Britta BaumerProfil

Holz zieht Blicke auf sich – als imposanter Baum, eindrucksvoller Werkstoff oder wie in der kleinen Ausstellung als Kunst. Wolfgang Horn aus Waldsassen ist leidenschaftlicher Holzliebhaber. Er wurde Schreiner und arbeitete 16 Jahre in diesem Beruf. Heute ist der 58-Jährige Klosterstädter im Möbelhaus Gleißner als Geschäftsführer tätig. Seine Leidenschaft, Holz in seinem Urzustand zu Kunst zu verarbeiten, pflegt er weiterhin, nun schon seit 20 Jahren.

Baumstämme im Garten

Horn lässt sich bei seinen Arbeiten von der urtümlichen Beschaffenheit des Materials Holz leiten. Dabei ist ihm kein Stück Werkstoff zu groß. Teils lagern mächtige Baumstämme in seinem Garten und warten auf Bearbeitung. Neben seinen Skulpturen widmet er sich unterschiedlichen Maltechniken in Acryl, wobei er die Farbe auch immer wieder am Holz wirken lässt.

Wolfgang Horn hat seine Werke in mehreren Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Weiden, Pilsen und Waldsassen und auch im Kunsthaus präsentiert. Horn gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins Kunsthaus Waldsassen und ist seit Beginn an dessen Vorsitzender.

Schwarzer Faden

Im Schaufenster zeigt Horn unter anderem "Einblicke in den menschlichen Körper", malerische Experimente mit Druckluft und Blattgold in Acryl sowie seine Gedanken über das Coronavirus. All dies zieht sich als "schwarzer Faden" optisch durch die kleine Ausstellung.

Frühere Ausstellungen im Kunsthaus-Schaufenster

Waldsassen

"Corona haben wir uns nicht ausgesucht. Es ist auf uns zugekommen ohne unser Zutun", sagt Horn, der wie so viele Künstler seine Gefühle zur Pandemie künstlerisch ausdrücken möchte.

Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 5. Juli. Die Werke können auch gekauft werden. Nähere Informationen gibt es per E-Mail (wolfgang.horn3[at]freenet[dot]de).

Auch diesmal ist das Schaufenster wieder ein Hingucker für Vorbeigehende oder jene, die sich Zeit nehmen wollen, um einen Blick darauf zu werfen.
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