07.03.2019 - 15:14 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Kappl als Vorbild

Die Dreifaltigkeitskirche auf dem Glasberg steht Pate für das Vorhaben: Die Aula der Markgraf-Diepold-Grundschule in Waldsassen wird modernisiert und erweitert.

Die Aula der Markgraf-Diepold-Grundschule (Bild aus dem Frühjahr 2018) ist in die Jahre gekommen. Jetzt soll ein sogenannter Umgang angebaut werden, nach dem Vorbild der Dreifaltigkeitskirche Kappl auf dem Glasberg.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Bei der Planung des markanten Anbaus auf dem weitläufigen Areal der Grundschule hätten sich die Initiatoren einst von der Autobahnraststätte Holledau – ebenfalls mit einem achteckigen Grundriss – inspirieren lassen, wie erzählt wird. Bei der Sanierung und Erweiterung jetzt ist die Kapplkirche Vorbild, so Bürgermeister Bernd Sommer kürzlich gegenüber Oberpfalz-Medien. Nur die Türmchen fehlten, doch hier lägen die Rechte beim Baumeister Georg Dientzenhofer, so Sommer augenzwinkernd. Er sprach von einem „interessanten Projekt“. Wie bei der Dreifaltigkeitskirche auf dem Glasberg wird die Aula eine Art „Umgang“ erhalten. Dieser solle dann auch klimatisch normale Verhältnisse bieten.

„Das war ja schon fast legendär“, so Stadtbaumeister Hubert Siller über die beinahe unerträgliche Hitze, die alljährlich bei den Abschlussfeiern kurz vor den Sommerferien in dem Raum herrschte – nicht selten an einem der heißesten Tage des Jahres. Bei der künftigen Lösung wird überlegt, ob mit einer intelligenten Belüftung – unter anderem mit einem Kamin-Effekt – für ein besseres Raumklima gesorgt werden kann.

Nach den Entwürfen des Architekturbüros Kuchenreuther in Marktredwitz soll der Bestand mit einen Ring mit Flachdach umbaut werden. Von dem Achteck soll lediglich die Holzkonstruktion erhalten bleiben. Die Fensterfronten werden entfernt und die Dachschale wird geöffnet. Der Schwerpunkt der Sanierung liegt im energetischen Sektor, wie Siller unterstreicht – mit wärmedämmenden Fenstern und einer zeitgemäßen Dach-Isolierung.

Derzeit ist der Architekt mit der Detailplanung beschäftigt; die Unterlagen sollen dann rasch der Regierung weitergeleitet werden. Die Kosten beziffert Siller auf rund 1,2 Millionen Euro, der Aufwand werde fast komplett über Fördermittel finanziert – über KIP-S (Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur).

Um einen Ring mit einem Flachdach erweitert wird die Aula der Grundschule.

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