18.06.2020 - 15:01 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Auf Karl-Hans Hofmann folgt Martin Rosner

Im Rathaus Waldsassen ist die Personalie schon seit einiger Zeit bekannt. Doch in der jüngsten Sitzung des Stadtrats informierte Bürgermeister Bernd Sommer über eine bevorstehende Veränderung in der Stadtverwaltung.

Bei der Sitzung des Stadtrats in der Stadthalle (von rechts) Bürgermeister Bernd Sommer, der scheidende Verwaltungs-Geschäftsführer Karl-Hans Hofmann, Assistentin Stefanie Ernstberger und Martin Rosner, Leiter der Bauverwaltung und künftiger Verwaltungs-Geschäftsführer.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Karl-Hans Hofmann, der Geschäftsführende Beamter der Stadtverwaltung, war bei der Sitzung dabei. Eigentlich hätte er aber frei gehabt. "Er baut Überstunden ab und nimmt Urlaub", so Bernd Sommer über seinen Nachbarn am Tisch vor der Bühne der Stadthalle und vermeldete wenig später: Hofmann wird zum 1. August seinen Ruhestand antreten.

"Wir haben das schon verarbeitet und lange nicht verkraftet", sagte Sommer über die bevorstehende Veränderung. Vor Beginn der öffentlichen Beratungen hatte der Stadtrat die notwendigen Beschlüsse gefasst – unter Ausschluss des Betroffenen. Dies erklärt auch, warum sich Hofmann zusammen mit den Besuchern, die auf das Öffnen der Tür zum großen Saal warteten, kurz im Vorraum der Stadthalle aufhielt.

Nach den Worten von Sommer soll Karl-Hans Hofmann gebührend verabschiedet werden – allerdings nicht bei einer internen Feier: "Das muss schon etwas sein, das die Öffentlichkeit auch mit einbindet." Karl-Hans Hofmann sei an herausragender Stelle in vielen Bereichen tätig gewesen. Er habe viele Kontakte geknüpft und Freundschaften gepflegt, was auch der Stadt Waldsassen zugute gekommen sei. Die Nachfolge von Hofmann wird übrigens Martin Rosner antreten, bislang Leiter der Bauverwaltung im Rathaus.

Umbesetzungen

Mit dem Wechsel sind weitere Umbesetzungen erforderlich: Bürgermeister Sommer erklärte auf Anfrage von Oberpfalz-Medien, dass auf Martin Rosner im Bauamt Markus Härtl folgen wird. Er ist zurzeit in der Kämmerei tätig und laut Internet-Seite der Stadt für die Erhebung der Grundsteuer, die Verbrauchsgebühren und für die EDV verantwortlich. Seine Stelle wird mit Tina Kastl besetzt, zurzeit Sachbearbeiterin in der Bürger-Info.

"Hier macht sich bezahlt, dass wir langfristig und frühzeitig eigenes Personal ausgebildet haben", freut sich der Bürgermeister über die Nachfolgelösungen. Die Mitarbeiter hätten sich bestens entwickelt. "Somit können wir unsere Arbeit und unsere Dienstleistungen auf gewohnt hohem Niveau auch weiterhin gewährleisten und anbieten."

Hier macht sich bezahlt, dass wir langfristig und frühzeitig eigenes Personal ausgebildet haben.

Bernd Sommer

Haushalt 2020 ist genehmigt

"Der Text hört sich gut an", informierte Bürgermeister Sommer das Gremium darüber, dass der Haushalt 2020 inzwischen genehmigt ist. "Das Vorrücken ins nächste Jahr ist gesichert."

In der weiteren Fragerunde gab es eine Reihe von Anregungen. Johann Wurm bat die Verwaltung zu prüfen, ob die Übertragung der Stadtratssitzung per Livestream "rechtlich und materiell", wie der Freie Wähler sagte, möglich sei. Zudem verwies Rainer Gerl auf einen entsprechenden Vorstoß im Stadtrat Mitterteich.

Der Bericht über die Diskussion in Mitterteich

Mitterteich

Technisch, so der Bürgermeister, sei dies sicher möglich. Die entsprechenden Verbände und einschlägige Literatur warnten aber davor. Die Bürger seien eingeladen und könnten bei den Stadtratssitzungen persönlich dabei sein. "Wenn ständig 100 Gäste teilnehmen wollen, dann bleiben wir halt in der Stadthalle." Die Erfahrung zeige aber ein anderes Bild.

Tempo 30 zeitlich begrenzt

Wegen des Tempo 30-Schilds in der Lämmerstraße von Anwohnern „angesprochen worden“ war, wie er sagte, Rainer Gerl (CSU). Der Hinweis sei beim Einbiegen aus Richtung Pfaffenreuther Straße schlecht sichtbar, wegen des Bewuchses dort. Das Zeichen sollte mehr über dem Gehweg platziert werden. Anwohner wünschten zudem eine zeitlich limitierte Geschwindigkeitsbegrenzung, entsprechend der Freibad-Öffnungszeiten.

Bürgermeister Sommer sagte, das Anliegen der Anwohner sei nachvollziehbar, die Umsetzung aber wäre problematisch. Die Querstange am Tempo-30-Schild sollte dagegen möglich sein – ebenso die Umsetzung einer weiteren Anregung von Rainer Gerl: Beim Einwählen mit dem Smartphone ins Bayern-W-Lan werde in Waldsassen das Startbild des Netzanbieters gezeigt; in Nachbarorten werde der Nutzer dagegen gleich auf die Seite der Gemeinde weitergeleitet.

Ferdinand Sperber (CSU) erinnerte an einen Beschluss des Stadtrats im Frühjahr über ein Werbeschild für einen Gastro-Betrieb an der Egerer Straße. Der schon Monate zuvor installierte Hinweis war widerrechtlich montiert worden, ohne gemeindliches Einvernehmen des Stadtrats. Bauamtsleiter Martin Rosner erläuterte, dass das im Moment vorhandene Schild von der Baubehörde am Landratsamt "als Schwarzbau" gerügt worden war. Weitere Entscheidungen stünden noch aus.

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